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Frau stirbt bei Unfall in der Fußgängerzone WM-Public Viewing in und um Bayreuth Jean Paul Platz soll aufgehübscht werden

Zuletzt aktualisiert am 03. Mai 2022 | 15:06

Polizei

Briefbomben in Franken: Erpresser macht Drohung wahr – weitere verdächtige Sendungen aufgetaucht

von bt-Redaktion

Eine Stichflamme aus einem Brief verletzte am Donnerstagmorgen (24. März 2022) eine Bankangestellte in Nürnberg. Sprengstoffexperten sind bereits vor Ort.

Symbolbild: Pixabay
Symbolbild: Pixabay

In Nürnberg ist das Bayerische Landeskriminalamt wegen eines möglichen Verbrechens im Einsatz.

Hintergrund des Einsatzes der polizeilichen Großbehörde ist eine Stichflamme am Donnerstagmorgen (24. März 2022) in einer Bankfiliale. Nun liegen der Polizei neue Erkenntnisse vor.

Update vom 3. Mai 2022 um 14:24 Uhr: Weitere Briefbomben aufgetaucht

Das Polizeipräsidium Mittelfranken informiert in einer Pressemitteilung über weitere aufgetauchte Briefbomben. Die vom Präsidium eingerichtete BAO Klammer ermittelt in einem Erpressungsfall zum Nachteil der Commerzbank AG. Jetzt sind zwei weitere präparierte Postsendungen bei Tochtergesellschaften der Commerzbank eingegangen, heißt es in der Mitteilung.

Nachdem am 21. April 2022 Mitarbeiter einer Filiale eines Vermögensverwalters in Wiesbaden im Posteingang eine verdächtige Briefsendung festgestellt hatten, bestätigte sich bei der Überprüfung durch die Polizei, dass es sich um einen gleichermaßen präparierten Umschlag handelte.

Schon am darauffolgenden Tag, dem 22. April, ging bei einem Immobilienbewerter in Stuttgart ein weiterer derart präparierter Umschlag ein. Das Bayerische Landeskriminalamt unterzog beide Beweismittel einer kriminaltechnischen Untersuchung. Der Aufbau der verdächtigen Sendungen und die gesicherten Spuren lassen im derzeitigen Ermittlungsstadium darauf schließen, dass zwischen den drei Briefsendungen ein Tatzusammenhang besteht, schreibt die Polizei. Aktuell werden die gesicherten Spuren mit bundesweiten und europäischen Datenbanken abgeglichen.

Mit den beiden neuen Umschklägen machte der Täter vermutlich eine Drohung wahr, die er nach den Sendungen Ende März getätigt hatte. Da hieß es, dass weitere Sendungen auf die Commerzbank zukommen würden, wenn man seinen Zahlungsaufforderungen nicht nachkomme.

Aufgrund dieser Tatsache handle es sich laut dem Polizeipräsidium Mittelfranken um einen potentiell gefährlichen Täter. Daher warnt das Präsidium erneut davor, unerwartete Postsendungen grundsätzlich auf Auffälligkeiten in ihrer Beschaffenheit, insbesondere Unebenheiten oder fühlbare, harte Gegenstände im Inneren des Umschlags zu überprüfen. Weiterhin solle bei verdächtigen Sendungen umgehend die Polizei informiert werden.




Kreditinstitut in Oberfranken wird von Kriminellen erpresst

Am 24.03.2022 ging in einer Filiale der Commerzbank in Nürnberg eine Briefsendung ein, bei deren Öffnung es zu einer Stichflamme kam. Zwischenzeitlich geht die Polizei davon aus, dass dieses Ereignis zu einem Erpressungsfall gegen das Kreditinstitut gehört und warnt vor weiteren gefährlichen Briefsendungen.

Das betroffene Kuvert im Format A5 war mit einem von außen tastbaren Rahmen ausgestattet und ging in der Poststelle der Commerzbank-Filiale in der Fürther Straße ein, wie aus einer Meldung der Polizei hervorgeht. Als eine 63-jährige Angestellte die Briefsendung gegen 08 Uhr öffnete, kam es in dem Kuvert zu einer chemischen Umsetzung, bei der eine Stichflamme entstand.

Erpresser droht mit weiteren Briefbomben

Der Rettungsdienst übernahm die Versorgung der betroffenen Mitarbeiterin. Glücklicherweise wurde die Frau bei dem Vorfall nicht schwer verletzt. Nach einer Begutachtung des betroffenen Briefs und seines Inhalts gehen Experten des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) davon aus, dass es sich um eine vorsätzlich herbeigeführte Entzündung der Sendung gehandelt hat.

Zwischenzeitlich ist es von Seiten des unbekannten Täters zu einer Kontaktaufnahme mit der Commerzbank AG gekommen. In diesem Zusammenhang drohte er mit dem Versand weiterer gefährlicher Briefsendungen, falls einer von ihm formulierten Zahlungsaufforderung nicht Folge geleistet wird.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse hat das Polizeipräsidium Mittelfranken in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Ermittlungen wegen Erpressung eingeleitet. Zur Bewältigung der umfangreichen Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen ist beim Polizeipräsidium Mittelfranken eine besondere Aufbauorganisation (BAO) mit dem Namen „Klammer“ gebildet worden.

Trotz intensiver Ermittlungsarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei kann nicht ausgeschlossen werden, dass es von Täterseite zum Versand weiterer gefährlicher Briefsendungen an Filialen und Kunden der Commerzbank AG kommt.

Ursprungsmeldung vom 24. März 2022, 16:56 Uhr

Möglicher Brandanschlag in Franken: Eine Angestellte in der Poststelle einer Bank in der Fürther Straße auf Höhe der U-Bahn-Station Eberhardshof in Nürnberg öffnete um 8 Uhr einen Brief. Beim Öffnen des DIN A5-großen Briefcouverts kam der 63-jährigen Bankmitarbeiterin eine Stichflamme entgegen, wie das Bayerische Landeskriminalamt berichtet. Die Frau wurde noch vor Ort medizinisch versorgt.

Lesen Sie auch: Während eines Großeinsatzes musste eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg in Nürnberg entschärft werden.




Straße für Einsatz komplett gesperrt

Auf der Straße, die die beiden Großstädte Nürnberg und Fürth verbindet, musste der Verkehr in Richtung Fürth komplett umgeleitet werden, wie die Polizei Mittelfranken auf Twitter mitteilt. Mittlerweile sind die Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) vor Ort. Sie übernehmen die Ermittlungen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

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