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Christkindlesmarkt in Bayreuth: das sagen die Schausteller – „da hängen viele Existenzen dran“

Seit Montag, dem 15. November 2021, stehen die Läden auf dem Christkindlesmarkt in Bayreuth offen. Das bt war vor Ort und hat sich bei den Schaustellern umgehört.

Gerade einmal Mitte November ist es, und dennoch startet bereits der Bayreuther Christkindlesmarkt.

Seit Montag, dem 15. November 2021, sollen die vielen Stände am Marktplatz in der Bayreuther Innenstadt für Weihnachtsstimmung sorgen. Das bt hat sich bei einigen Geschäften nach der Lage erkundigt.

Christkindlesmarkt in Bayreuth: „bisher sehr zufrieden“

Klaus Völkel ist mit seinem Gewürze-, Kräuter- und Teeladen vor Ort. Als erster Vorsitzender in der Bezirksstelle Bayreuth/Kulmbach des Bayerischen Landesverbandes für Marktkaufleute und Schausteller, hat er einen guten Blick auf die Sachlage – und schaut am zweiten Tag des Markts optimistisch in die Zukunft. Seit Montag laufen die Läden am Bayreuther Christkindlesmarkt. Das sind die Corona-Regeln.

„Mit dem Eröffnungstag waren wir sehr zufrieden und auch am zweiten Tag ist die Resonanz bisher super. Wir sind guter Hoffnung, dass der Markt gut angenommen wird“ verrät Völkel dem bt. Die Hoffnung dürfe auch bei der aktuellen Corona-Situation nicht sterben: „Das Schlimmste wäre natürlich, wenn wir schließen müssten. Auch aktuell ist es mit den Regeln immer wieder schwierig, weil sie je nach Veranstaltungen nicht einheitlich sind. Aber an so einem Markt hängen viele Existenzen dran und es reicht doch, wenn unsere Politiker negativ rüberkommen, da können wir mal guter Dinge sein.“

Freude über Bayreuther Christkindlesmarkt am Imbiss

Eva Täuber, Inhaberin von Täuber’s Imbiss-Spezialitäten besucht seit über 50 Jahren Weihnachtsmärkte und ist einfach „froh, dass man wieder was arbeiten darf. 2020 ist der Weihnachtsmarkt ja quasi ausgefallen.“

Der richtige Christkindlesmarkt in Bayreuth wurde 2020 abgesagt – stattdessen gab es einen „Weihnachtsmarkt light“.

Täuber zeigt sich angesichts der aktuellen Lage hoffnungsvoll, wenn auch etwas besorgt: „Ich hoffe schon, dass wir einen ordentlichen Weihnachtsmarkt hinkriegen und dass es mit Corona nicht noch schlimmer wird. So ist natürlich fraglich, ob man lange aufmachen kann.“ Bisher sei sie allerdings zufrieden mit der Nachfrage: „Schon am Sonntag, wo wir ja noch gar nicht offen hatten, waren Leute da und haben gefragt, wann es denn endlich los geht.“

Die Problematik der Corona-Regeln sieht Täuber ganz pragmatisch: „Gefallen tun einem die Regeln natürlich nicht, aber man muss sich halt danach richten. Da braucht man nicht über irgendwas reden.“

Bayreuther Christkindlesmarkt muss noch etwas „anlaufen“

Man darf nicht vergessen: Beim Christkindlesmarkt gibt es auch Haushaltswaren zu kaufen. Thomas Feulner betreibt einen solchen Stand, wo z.B. Schneidbretter individuell beschriftet oder Kochtöpfe und Bratpfannen verkauft werden. Bei ihm müsse das Geschäft noch etwas anlaufen: „Bei uns ist es etwas anders als z.B. bei Imbissbuden, da unsere Produkte teurer sind. Mitte des Monats wird das Geld bei einigen etwas knapp, von daher ist es bei uns noch etwas ruhig.“

Hinzu komme auch, dass erst vom 4. bis 7. November der Martinimarkt stattfand: „Der Sprung von Martinimarkt auf Weihnachtsmarkt war vielleicht etwas kurz.“ Davon lässt Feulner sich allerdings keineswegs beunruhigen: „Bisher war es jedes Jahr so, dass es dann gegen Ende des Monats anzieht. Aktuell sind die Leute noch etwas verhalten, aber dann kommt der erste Advent und es kommt deutlich mehr Weihnachtsstimmung auf.“

Aktuell findet Bayreuther Christkindlesmarkt planmäßig statt. Es wurden jedoch schon mehrere Weihnachtsmärkte im Landkreis abgesagt.