Coronavirus

Vor Corona-Konferenz: Söder will harte Notbremse – Dritte Welle könnte sonst bis Juli dauern

Markus Söder (CSU) hat sich erneut zu der Bund-Länder-Konferenz am Montag (22. März 2021) geäußert. Dabei spricht er von einer harten Notbremse.

Kommt ein weiterer harter Lockdown in Deutschland? In einer Pressekonferenz sprach Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von einem harten Lockdown. In einem Fernseh-Beitrag plädierte er für eine harte Notbremse.

SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert sogar einen harten Lockdown ab sofort. So lange soll ein weiterer Lockdown seiner Meinung nach dauern.

Update vom 22. März 2021: Söder will harte Notbremse

Ministerpräsident Markus Söder hat sich am Sonntagabend (21.3.2021) im ARD-Format Bericht aus Berlin zu der bevorstehenden Corona-Konferenz von Bund und Länder geäußert. „Wir sind in einer gefährlichen Situation und müssen aufpassen, dass aus einer dritten Welle keine Dauerwelle kommt“, sagte Söder.

Weitere Öffnungsschritte schloss der Ministerpräsident aus, da diese zu große Nachteile hätten. Denn dann hätte man bis in den Juni oder Juli hinein mit der dritten Welle zu kämpfen. Das soll unbedingt vermieden werden. „Was für mich ganz wichtig ist, dass wir die Notbremse hart machen“, sagte er deshalb. In einigen Bundesländern werde diese – ganz im Gegensatz zu Bayern – noch relativ locker gehandhabt. Deswegen hofft er auf eine einheitliche Lösung in der heutigen Konferenz.

Die Fokussierung auf den Inzidenzwert hält er weiter für richtig. „Den Inzidenzwert abzuschaffen ist falsch“, sagte Söder. Für ihn sei der Wert der vorausschauendste und beste Wert von allen. Der Wert könnte jedoch künftig noch mit weiteren Faktoren ergänzt werden, zum Beispiel mit Impfquoten.

Update vom 21. März 2021: Söder spricht von Lockdown und Lockerungen

Bei der Pressekonferenz zu den Masken-Affairen in der CSU hat sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch zur morgigen Bund-Länder-Konferenz geäußert. Dabei spricht er von einem harten Lockdown.

„Wir sehen, dass die Inzidenz täglich steigt“, sagte Söder. Man müsse nun klug und vernünftig handeln.

„Jetzt überstürzte Öffnungen zu machen, könnte dafür sorgen, dass wir in einer Endlos-Schleife hängen“, erklärte Söder zu den steigenden Inzidenzen und deren Folgen.

Söder weiß, wie die Menschen den Lockdown bewerten: „Es nervt, es beschwert“, beschreibt er die Gefühlslage. Deshalb spricht er ebenfalls von Lockerungen.

Man müsse sich bei der Konferenz überlegen: „Gibt es Möglichkeiten durch Impfen und Testen?“ Dann könne es Lockerungen geben, die selbst in einem strengen Lockdown möglich sind, sagte Söder.

Darüber hinaus werde am Montag auch über Urlaub in Deutschland diskutiert. „Die grundlegende Stimmung hat sich geändert, da die Menschen nach Mallorca dürfen“, erklärte Söder. 

Deshalb müsse am Montag besprochen werden, wie die Corona-Lage in zwei Wochen in Deutschland ist. Zusätzlich solle das RKI das Infektionsgeschehen für Ferienwohnungen und Ferienhäuser prüfen. 

Update vom 18. März 2021: Söder dämpft Hoffnung auf Lockerungen im April

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller (SPD) haben am Donnerstag, den 18. März 2021, eine Ministerpräsidentenkonferenz geleitet. Dabei ging es wieder um die Corona-Pandemie.

„Wir stehen vor einer stark anwachsenden dritten Welle“, sagte Söder und ergänzte: „Wir müssen aufpassen, dass daraus keine Dauerwelle wird.“ Man könne keine zwei Wochen warten, um zu handeln. Nun müsse schnell und einheitlich gehandelt werden, sagte der Bayerische Ministerpräsident. Weitere Öffnungen kann er sich nicht vorstellen. Ob bereits beschlossene Öffnungen zurückgenommen werden, könne er aktuell nicht sagen. Wichtig sei ihm, dass die Notbremse in ganz Deutschland verpflichtend genutzt wird.

Müller erläuterte dazu: „Man muss vorsichtig bleiben“ mit weiteren Lockerungen. „Ich sehe nicht, dass wir Spielraum hätten“ für weitere Öffnungen, sagte Müller weiter.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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