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Ernährung in der Zukunft: Bayreuther Studenten entwickeln Cooking Room

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Im Rahmen der Ideation Week an der Uni Bayreuth haben sich 25 Studenten Gedanken über die Ernährungsformen der Zukunft gemacht. Fünf Teams entwickelten im Zeitraum von Montag bis Freitag Ideen für den diesjährigen Unternehmenspartner Siemens Home Appliances. Der “Cooking Room” ist eine davon. Anne Krombacher erzählt stellvertretend für ihr Team, was es damit auf sich hat. Ein Video gibt’s über dem Text.

(v.l.) Die Studenten Manuel Brinkmann, Franziska Braun, Sven Pörtner, Anne Krombacher und Anne Reichl haben bei der Ideation Week den “Cooking Room” entworfen. Foto: Carolin Richter

Wegen der Sehnsucht nach Gesellschaft und Genuss

“Immer mehr Leute leben in Single-Haushalten, haben täglich ein hohes Arbeitspensum zu bewältigen und kochen nur noch wenig für sich selbst”, erklärt Anne Krombacher. Die Lösung, die sie mit ihren Teamkollegen entwickelt hat, soll auf diese Bedürfnisse eingehen: die Sehnsucht nach Gesellschaft, immer kleinere Küchen und auch darauf, die Freude am Genuss nicht zu verlieren. Nachdem die fünf Master-Studenten aus den Fachbereichen BWL und Wirtschaftsingenieurwesen gemeinsam getüftelt haben, ist die Idee zum ‘Cooking Room’ entstanden. “Da wir aus unterschiedlichen Fachbereichen kommen, haben wir uns super ergänzt”, fügt Manuel Brinkmann hinzu.

Die Idee: Gemeinsam Kochen und neue Leute kennen lernen

Der ‘Cooking Room’ sei ein Raum, den man buchen kann – einerseits für sich alleine, um dann dort neue Leute beim Kochen kennen zu lernen oder man könne ihn auch für Feste oder größere Gruppen buchen, erklärt die Studentin. Der Theorie nach, könne er in sich in jeder größeren Stadt befinden.

Wahl der Gerichte über eine App

“Vorher kann man via App entscheiden, welches Gericht man dort kochen möchte. Alle Zutaten sind dann vor Ort in einem gekühlten Fach fertig zusammengestellt”, sagt Anne Krombacher. Die regelmäßige Bestückung mit frischen Lebensmitteln und die Reinigung, übernehme ein externer Dienstleister. “Das Fach lässt sich nur mit einem bestimmten Zahlencode öffnen, den man auch über die App bekommt”, ergänzt sie.

Beispiel für ein Fach mit zusammengestellten Lebensmitteln, dass sich via Zahlencode öffnen lässt. Foto: Carolin Richter

 

 

 

“Was noch wichtig ist, die Lebensmittel darin sollen auch alle aus der Region und Bio sein”, sagt sie. Alle Rezepte, die man brauche, könne man direkt im Cooking Room über ein Tablet abrufen. Übrig gebliebene Lebensmittel, könne man im Anschluss, indem man sie in ein separates Kühlfach legt, spenden.

Via Anleitung im Tablet, lassen sich die Rezepte ganz einfach im Cooking Room realisieren. Foto: Carolin Richter

“Ich war überrascht, dass es in so kurzer Zeit möglich war, die Idee zu entwickeln”, sagt Anne Krombacher. Die anderen stimmen ihr zu. “Auch wenn es nicht leicht war”, ergänzt sie und schaut verlegen nach unten.

Hintergrund zur Aufgabenstellung

“Die Studenten hören am Anfang der Ideation Week einen Impulsvortrag, der bestimmte Problemstellung vorgibt”, erklärt Jens Hoyer vom diesjährigen Partner-Unternehmen Siemes Home Appliances. Täglich ist fix, welche Schritte die Teams von der Idee bis zur finalen Ausarbeitung erledigen müssen. “Diesmal haben wir die Vorgabe gegeben, dass es um leistungsorientierte Menschen gehen soll, die im Alltag gestresst sind, aber eigentlich gerne genießen. Für sich selbst kochen die meisten, dann nicht so ausgewogen, wie sie es in Gesellschaft täten”, sagt Hoyer. Diese Zielgruppe sollte mit den globalen Trends zu mehr innerer Ruhe und zur Nachhaltigkeit verknüpft werden. Daraus entwickeln die Teams dann ihre Ideen.

Chance auf Umsetzung der Idee

Die Ideation Week finde zweimal pro Jahr statt. Wenn die Idee eines Teams gut ist, hat sie sogar die Chance vom Unternehmen weiter ausgearbeitet und umgesetzt zu werden. “Wir suchen bewusst gründungsorientierte Teilnehmer für die Ideation Week aus”, erklärt die wissenschaftliche Leiterin des Projekts, Olivia Hofmann, von der Uni Bayreuth. Diesmal hätten sich 70 Studierende mit einem Motivationsschreiben beworben. 25 haben dann die Chance bekommen teilzunehmen.

Jens Hoyer, Zuständiger für Design, Prozesse und Strategie bei Siemens Hausgeräte. Foto: Carolin Richter

Ich lenke die Studenten im Prozess so gut wie gar nicht, damit sie ihre Gedanken so frei wie möglich entfalten können. Erst am letzten Tag der Ideation Week bekommen sie, nach der Präsentation ihrer Lösung, Feedback von mir. Dabei sollen die Studierenden auch ein Business-Modell begleitend zur Idee entwickeln. Das macht es leichter, das Potential der Idee zu bewerten.

(Jens Hoyer, Zuständiger für Design, Prozesse und Strategie bei Siemens Home Appliances)

Mehr Studenten, große Projekte: Die Uni wächst weiter

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Universitätspräsident Stefan Leible hat Grund zur Freude. Bei der Jahrespressekonferenz der Uni Bayreuth verkündete der Präsident, dass die Bayreuther Universität national und international höchst attraktiv sei. Insgesamt 13.660 Studierende und knapp 1.500 Forschende würden ihm dabei recht geben. Rückenwind komme dabei von der Hightech Agenda der Staatsregierung.

Damit macht die Staatsregierung deutlich, dass Spitzenforschung und innovative Wissenschaft nicht nur in den Metropolen stattfinden.

(Universitätspräsident Stefan Leible)

Bayreuther Projekte gesichert

Leible unterstütze das Milliardenprogramm des Ministerpräsidenten. Dieses würde dafür sorgen, dass die Unis in Bayern weiterhin Spitzenforschung betreiben können, so auch Bayreuth. Die Nachricht, dass Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Bayreuther Projekte, wie z.B. das Zentrum für Batterietechnik BayBatt verlässlich finanzieren wolle, habe daher natürlich für Freude an der Uni gesorgt.

Neben dem Batteriezentrum sei nun auch die Fakultät für Lebenswissenschaften in Kulmbach und das Institut für Entrepreneurship und Innovation gesichert.

Foto: Redaktion.

Zahlen zum Wintersemester 2019/2020

  • Im neuen Semester werden voraussichtlich 13.660 Menschen an der Uni Bayreuth studieren.
  • Insgesamt promovieren hier 1.216 Nachwuchswissenschaftler.
  • An der Uni Bayreuth arbeiten derzeit 184 Professoren und 54 Professorinnen.
  • Unterstützt werden sie von 1.259 wissenschaftlichen und 965 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Bildungskiste: Was steckt eigentlich in unseren Handys?

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Fast jeder hat in der heutigen Zeit ein Handy. Doch was steckt eigentlich alles in den Smartphones? Der Weltladen Bayreuth liefert Antworten. Mithilfe von Bildungskisten können Kinder und Erwachsene, sich spielerisch mit dem Thema Handy und den Ressourcen, die dafür benötigt werden, auseinandersetzen.

Die Handykiste beinhaltet viele Aufgaben und Spiele zum Thema Handy und Ressourcenverbrauch. Foto: Susanne Jagodzik

Spielerisch lernen

Die Bildungskisten sind gefüllt mit unterschiedlichen Kartons zu verschiedenen Aktionen und Aufgaben. Ziel der Kisten ist es, sich über die Problematik der jeweiligen Themen klar zu werden. Was bedeutet die Handyproduktion für die Arbeiter in den fernen Ländern? Welchen ökologischen Fußabdruck hinterlässt man durch den Kauf eines Smartphones?

Spielerisch nähert man sich mit Hilfe der Handykisten einem Thema an. Foto: Susanne Jagodzik

Quarz, Lithium und Gold

Mit Hilfe von Spielen oder verschiedenen Quizfragen nähert man sich der Thematik immer weiter an. Zusätzlich gibt eine Kiste mit den Rohstoffen, die in einem Handy verbaut werden, Auskunft. Wichtige Bestandteile sind zum Beispiel Quarz, Lithium und sogar Gold. Allerdings werden durch den Abbau von Gold Großteile des Regenwaldes abgeholzt und somit der Lebensraum von vielen Tieren zerstört. Kauft man ein neues Handy, denkt man daran allerdings nicht.

Welche Ressourcen werden in den Smartphones verbaut? Gold ist zum Beispiel ein wichtiger Bestandteil davon. Foto: Susanne Jagodzik

Die Bildungskiste möchte auf solche Missstände aufmerksam machen. Und schon mit kleinen Aktionen kann jeder selbst zumindest ein kleines Stück entgegensteuern: Beispielsweise durch die Abgabe der alten Handys. Werden diese recycelt, können auch die Rohstoffe wiederverwertet werden.

Mehr Bewusstsein schaffen

Mit den Bildungskisten möchte der Weltladen Bayreuth mehr Bewusstsein schaffen. Geeignet sind die Bildungskisten für Schulklassen, Jugendgruppen oder auch Erwachsene. Zusätzlich bietet der Weltladen außerdem noch Bildungskisten zu den Themen Kinderarbeit und Kakao und Schokolade an.


Weitere Informationen zur Nutzung der Bildungskisten gibt es unter bildungsarbeit@weltladen-bayreuth.de oder unter der Telefonnummer 0178-2344355.

Forscherin der Uni Bayreuth, Iana Kim

Selbstheilung: Bayreuther Biochemiker forschen mit Würmern

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Planarien oder sogenannte Strudelwürmer haben eine besondere Gabe: Sie können abgetrennte Teile ihres Körpers wieder herstellen. Diese Regeneration wird durch spezielle Proteine ermöglicht. Biochemiker der Universität Bayreuth haben diese Proteine deswegen genauer erforscht.

Das Bayreuther Forscherteam rund um Biochemiker Dr. Claus Kuhn verwendete Plattwürmer der Spezies “Schmidtea mediterranea” bei den Studien. In den Stammzellen dieser Tiere befanden sich zwei unterschiedliche Proteine. Sie sorgen dafür, dass die Würmer lebensfähig sind und sich immer wieder regenerieren können.

Für stabile Erb-Informationen

Wie die Bayreuther Forscher herausgefunden haben, sorgen die Proteine durch diverse Prozesse dafür, dass die Erbinformationen in den Stammzellen der Würmer stabilisiert werden. Zwar wirken diese Proteine in wenigen Zellen des Menschen, genauer gesagt in dessen Keimzellen, ähnlich. Allerdings sind sie bei den Würmern in viel größerer Zahl vorhanden und wirken bei unterschiedlichen Typen von Zellen, statt nur bei einer bestimmten. Durch diese Vielseitigkeit seien die Würmer besonders gut zur Forschung geeignet, wie Kuhn sagt.

Außerdem fanden die Forscher eine weitere Funktion: An den Punkten, an denen die Proteine angedockt haben, wurden teilweise Moleküle gebildet, die Informationen zu einer Verknüpfung von mehreren Proteinen enthielten. Weitere Funktionen der Proteine werden noch erforscht.

Schulbänke-Klassenzimmer

Schulstart in Oberfranken: Was sich im neuen Jahr ändert

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Am Dienstag beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Welche Neuerungen, den Schülern und Lehrern dabei 2019, laut der Regierung von Oberfranken, zu Gute kommen, erfahren Sie im Folgenden.

Versetzungswünsche erfüllt

Zum aktuellen Schuljahr konnten fast doppelt so viele Lehrkräfte in Oberfranken eine Planstelle zur Einstellung im Beamtenverhältnis auf Probe erhalten wie noch vor drei Jahren. Damit haben sich auch viele Versetzungswünsche von Lehrkräften innerhalb des Regierungsbezirks erfüllt.

Drittkräfte sichern Sprachförderung

Über den Pflichtunterricht hinaus werden weiterhin Fördermaßnahmen zur Sprachförderung angeboten. Diese werden durch sogenannte Drittkräfte ermöglicht: Sie kümmern sich um den Spracherwerb und die Integration von Kindern, die neu zugewandert sind.

Inklusion: 16 Förderzentren in Oberfranken

Mehr Personal in den Förderzentren soll helfen, den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf besser gerecht zu werden.

Schulbank-Mädchen

Symbolfoto: Pixabay

16 Grund- und Mittelschulen haben sich in Oberfranken das “Profil Inklusion” gegeben und werden von den Förderzentren in ihrer Arbeit fachlich und personell unterstützt. An der Regierung von Oberfranken ist die Stabsstelle für Inklusion an beruflichen Schulen für ganz Bayern mit einer eigenen Fachmitarbeiterstelle integriert. Ziel ist es, Menschen mit besonderen Bedürfnissen an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Digitale Bildung auch für Lehrkräfte

Die digitale Bildung wird weiter ausgebaut. Insgesamt 12,5 Millionen Euro aus dem bayerischen Förderprogramm und dem neuen DigitalPakt Schule stehen in Oberfranken für die weitere Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen zur Verfügung. Die Fördergelder sind vollständig beantragt und bewilligt. Daneben liegt der Fokus ebenso auf der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte in diesem Bereich.

Neben der Ausstattung steht die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte im Mittelpunkt. In Medienkonzepten dokumentieren alle Schulen die inhaltliche Umsetzung. Mit der Einführung des Pflichtfachs Informatik an Mittel- und Förderschulen wird ein neuer zusätzlicher unterrichtlicher Schwerpunkt gesetzt.


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5.000 Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen

Etwa 5.000 Lehrkräfte stehen in Grund- und Mittelschulen in Oberfranken zur Verfügung, um den Pflichtunterricht und auch wendige Förderangebote im vollen Umfang zu versorgen. Alle unbefristet eingestellten Lehrkräfte verfügen – wie in ganz Bayern – über eine abgeschlossene Lehramtsqualifikation. Für die Aufstockung der Mobilen Reserve stehen noch Kapazitäten für Angestelltenverträge zur Verfügung.

400 Eltern nutzen zusätzliches Kindergartenjahr

Die Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen haben sich in den letzten Jahren stabilisiert. An den Grundschulen werden im kommenden Schuljahr 33.669 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon 8.182 Erstklässler. Die Eltern von etwa 400 Schülerinnen und Schüler haben von den neuen Möglichkeiten des sogenannten Einschulungskorridors Gebrauch gemacht, das bedeutet die Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt geworden sind, dürfen noch ein Jahr bis zur Einschulung warten.

Von der Mittelschule zum Studium

Die Mittelschule werden 15.844 Schülerinnen und Schüler besuchen. Knapp 4.000 befinden sich in ihrem letzten Schuljahr und streben einen der drei Abschlüsse an Mittelschulen an. Damit steht den Jugendlichen der Weg in eine qualifizierte Berufsausbildung im kaufmännischen oder handwerklichen Bereich, ebenso wie der Weg in weiterführende Schulen bis hin zum Studium offen.

Triathlet Timo Bracht

Vom Ironman an die Uni Bayreuth: Workshop mit Timo Bracht

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Im Sportmarketing-Workshop der Uni Bayreuth werden Ende September acht Redner diskutieren, wie die Verbindung zwischen Sport und Marketingkommunikation optimal genutzt werden kann. Mit dabei ist auch Unternehmer und Profi-Triathlet Timo Bracht.

Neunmaliger Ironman-Sieger

Bracht wird darauf eingehen, wie sich 20 Jahre Spitzensport auf Weltniveau auf eine Unternehmerkarriere nach dem aktiven Sport auswirken. Denn er hat nicht nur neun Ironman-Siege und mehrere Meistertitel auf deutscher und europäischer Ebene erlangt, sondern ist auch als Motivations-Trainer, Redner oder TV-Kommentator aktiv.


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Praxis und Forschung vereint

Das Marketing steht gerade vor neuen Herausforderungen – E-Sports, also Sportwettkämpfe via PC, entwickeln sich rasant, der Fokus liegt nur noch auf einigen wenigen Sportarten und neue Sporttrends erlangen immer mehr an Bedeutung. Wo setzt man Sponsoring-Schwerpunkte? Welche Auswirkungen hat hier die Digitalisierung?

Antworten gibt der Workshop der Deutschen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft (DWG), organisiert vom Lehrstuhl für Marketing & Konsumentenverhalten mit Unterstützung des Alumni-Vereins der Sportökonomie der Universität Bayreuth am 26. September 2019. Er bündelt verschiedene Beispiele aus der Praxis mit aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Marketing.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Lehrstuhls Marketing. 

(v.r.n.l.) Bayerns Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, überreichte am Dienstag in München den Bescheid der Sonderförderung an Jana-Lisa Kirsch (Landratsamt Bayreuth) und Thiemo Jahn (Stadt Bayreuth)

Sonderförderung für Region Bayreuth: Info-Portal in Planung

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Bayreuth ist eine von acht Regionen, die am Dienstag den Bescheid für eine Sonderförderung erhalten hat. Überreicht wurde dieser vom Bayerischen Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, in München.

In über 60 regionalen Initiativen – darunter auch die Region Bayreuth – werden mit der Förderrichtlinie Landesentwicklung erfolgreiche Projekte in ganz Bayern unterstützt. Zusätzlich dazu soll die Sonderförderung für „Regionale Zukunftsprojekte“ vorbildliche Projekte in der Region auszeichnen und sichern, dass diese auch künftig weiterentwickelt werden können.

Kultur-Entwicklungsplan ausgezeichnet

Die Region Bayreuth wurde aktuell mit ihrem Projekt „Kulturentwicklungsplan für Stadt und Landkreis Bayreuth (KEP)“ ausgezeichnet. So erhalten Stadt- und Landkreis eine zusätzliche Sonderförderung in Höhe von bis zu 148.500 Euro, mit der das neue Informationsportal der Region entwickelt und umgesetzt werden kann.

Staatssekretär Roland Weigert

Foto: csu-landtag.de

Die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern ist unser oberstes Ziel. Die Regionen sollen mit maßgeschneiderten Lösungen fit für die Zukunft gemacht werden. Mit den Sonderförderungen unterstützen wir sie dabei, innovative Zukunftsprojekte oder Zukunftsstrategien umzusetzen.

(Roland Weigert, Bayerischer Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie)

Der Bescheid zur Sonderförderung wurde an Jana-Lisa Kirsch vom Landratsamt Bayreuth und Thiemo Jahn von der Stadt Bayreuth überreicht.

Schreibtisch

Immer erreichbar: Jeder fünfte Arbeitnehmer ist digital gestresst

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Wie die Studie “Gesund digital arbeiten” belegt, empfindet jeder fünfte Arbeitnehmer starken digitalen Stress durch seinen Beruf. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen häufig daran denken, die Arbeitsstelle oder sogar den Beruf zu wechseln. So bringen sie eine schlechtere Leistung und sind unzufrieden. An der Studie waren auch Wissenschaftler aus Bayreuth beteiligt.

5.000 Befragte

Bei der Studie wurden 5.000 Arbeitnehmer von Forschern der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT, des Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrums für Fragen der mittelständischen Wirtschaft (BF/M-Bayreuth) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin befragt. Die Befragung wurde für ein Projekt des Bundesforschungsministeriums namens “Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien“ durchgeführt.

Was zu digitalem Stress führt

Die Forscher haben insgesamt zwölf Belastungsfaktoren erkannt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • der gefühlte Zwang omnipräsent zu sein
  • das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit
  • eine erwartete kürzer Reaktionszeit, weil die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben schwinden

Jeder dritte Befragte, war mindestens von einem dieser Faktoren stark betroffen. Damit verbunden nahm jeder fünfte digitalen Stress wahr. Viele Menschen sehen ihre Privatsphäre in Gefahr, weil sie beruflich digitale Technologien und Soziale Medien nutzen.

Frauen-im-Büro

Symbolfoto: Pixabay

Konflikte und ein hohes Arbeitspensum

Digitaler Stress gehe meist mit sozialen Konflikten am Arbeitsplatz, einer hohen emotionalen Anforderung sowie einer hohen Arbeitsquantität einher, so Professor Torsten Kühlmann, Inhaber des Lehrstuhls für Personalwesen und Führungslehre an der Universität Bayreuth und Präsident des Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrums für Fragen der mittelständischen Wirtschaft.

Das bleibt nicht ohne Folgen auch für den Arbeitgeber. Erwerbstätige mit starkem digitalem Stress berichten häufiger, dass sie Probleme haben, von der Arbeit abzuschalten. Interessanterweise sind vor allem auch Erwerbstätige in innovativen Unternehmen, welche sich durch Kreativität und Risikobereitschaft auszeichnen, von stärkerem digitalem Stress betroffen.

(Professor Torsten Kühlmann)

Digitale Medien: Chance und Risiko zugleich

„Die schnell voranschreitende Durchdringung des Arbeitslebens mit digitalen Technologien und Medien bringt viele Chancen, aber auch substanzielle Risiken und Nachteile mit sich“, sagt Prof. Dr. Nils Urbach, Professor für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management und Mitglied der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT.

Er betont: „Organisationale und soziale Faktoren können digitalem Stress am Arbeitsplatz entgegenwirken. Dazu gehört beispielsweise ein erweiterter Handlungsspielraum hinsichtlich arbeitsrelevanter Entscheidungen sowie eine gute Beziehung zu Vorgesetzten.“

Livestream zur Studie

Genauere Informationen zur Studie erhalten Sie am 4. September ab 16 Uhr. Dann wird sie offiziell vorgestellt und hier über einen Livestream zu sehen sein:  https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=t8R9X6D3TE8

Einschulung: Fotoverbot auch in Bayreuth? Das Schulamt klärt auf

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In Sachsen-Anhalt startete letzte Woche die Schule. Unschön für Erstklässler und ihre Eltern: an mehreren Schulen herrschte ein striktes Fotoverbot. Im Internet schlägt dieser Erlass hohe Wellen. Das Bayreuther Tagblatt hat sich den Fall angesehen und beim Schulamt in Bayreuth nachgefragt, ob solche Fälle auch in der Stadt und der Region drohen. 

Schulstart ohne Erinnerungsfotos

Zum Schulstart in Sachsen-Anhalt hatten unter anderem die Leiter der „Frohe Zukunft“-Grundschule sowie der Hallenser Heideschule Eltern verboten, ihre Kinder bei der Einschulung zu fotografieren. Besonders in den sozialen Medien äußern Menschen ihren Unmut über dieses Fotoverbot.

Die können mich mal! Meine Kinder gehen nur ein mal zur Einschulung und davon wollen wir, genauso wie unsere Kinder, Erinnerungen haben. Datenschutz hin oder her, meine Canon wird glühen bei der Einschulung.

(Alex G. auf Facebook)

Zensierte Kinder in der Schule. Symbolfoto: Pixabay.

Der Grund: Datenschutz

Der Grund für die Verbote sind Datenschutzbedenken. Da auf den Fotos auch andere Personen zu sehen sein könnten, die mit einer Veröffentlichung, zum Beispiel in den sozialen Medien, nicht einverstanden sind, greifen manche Rektoren zum Verbot. 

Ist doch schön gewesen, wenn mal alte Klassenfotos sieht und dann mit anderen Geschichten ausgetauscht hat. Aber jetzt drehen viele einfach nur noch durch. Einfach nur traurig.

(Hanno G. auf Facebook)

Ein solches Verbot ist durchaus zulässig, da die Schulleiter hierbei von ihrem Hausrecht Gebrauch machen können. Ähnliche Praktiken gibt es auch in Museen oder Industriebetrieben.

Problematisch und schwer durchsetzbar

Marina Lindner ist Schulamtsdirektorin der Staatlichen Schulämter im Landkreis und in der Stadt Bayreuth. Sie hält ein solches Fotoverbot für „problematisch und auch nur schwer durchsetzbar“. Wichtig sei jedoch, dass keine Personen ohne deren Einwilligung fotografiert werden. 

Wer fotografiert, ist für die Einhaltung dieser Vorschriften verantwortlich.

(Marina Lindner, Schulamtsdirektorin der Staatlichen Schulämter im Landkreis und in der Stadt Bayreuth)

Fotografiert werden darf nur der, der seine Einverständnis erklärt. Im Falle von Kindern, müssen die Eltern dies übernehmen. Symbolbild: Pixabay.

Das Problem seien die sozialen Medien. Viele Eltern würden die Bilder ihrer Kinder ohne Rücksprache in Facebook & Co. hochladen, auch wenn im Hintergrund andere Kinder zu sehen sind. 

Da leider immer weniger Menschen das Recht anderer, nicht einfach online gestellt zu werden, ignorieren, finde ich das Verbot ok.

(Sandra K. auf Facebook)

Die Lage in Bayreuth

Trotz der Erfahrungen aus Sachsen-Anhalt rechnet Lindner in Bayreuth nicht mit ähnlichen Fällen. Bislang sei keine Schule zu dem Thema an die Schulämter herangetreten. Auch das Staatsministerium hat keine Anweisung erlassen, dass Schulen hier in Zukunft Verbote aussprechen sollen. Endgültige Aussagen lassen sich allerdings erst kurz vor dem Schulstart treffen. 

Neben dem Nein zum Bild gebe es ja auch eine ganze Menge andere Lösungen, wie User auf Facebook diskutieren. Da hätten andere Schulen spezielle Foto-Orte eingerichtet oder eben vorher mit den Eltern abgesprochen, welche Kinder fotografiert werden dürfen und welche nicht. 

Was ist das jetzt bitte? Alle Eltern sollten selbst entscheiden dürfen. Was ist das für ein Quatsch, Unterschriften einholen, dass die Eltern zustimmen und gut ist!

(Steffi S. auf Facebook)

Symbolfoto: Pixabay.

Päckchen Edeka Schulanfang

Sammelaktion: Päckchen schnüren für die Altstadtschule

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Seit Montag kann man drei Wochen lang für die Schulanfänger der Bayreuther Altstadtschule sammeln. Alle Edeka-Schneider Märkten nehmen Spenden an. Nina Kronefeld-Schneider erklärt, worum es bei der Aktion geht.

Die Sammelaktion findet in diesem Jahr erstmalig statt: Von 19. August bis zum 17. September kann man in allen Edeka-Schneider Märkten Hefte, Stifte, Mappen, Blöcke oder auch Süßigkeiten für Schulanfänger abgeben.

Edeka Schneider

Foto: Redaktion

Nichts Gebrauchtes

“Wir nehmen allerdings nur neue Sachen an und nichts bereits Gebrauchtes”, erklärt Nina Kronefeld-Schneider von der Geschäftsführung. Aus hygienischen Gründe, wie sie sagt. Es gehe darum, sozial benachteiligte Familien zu unterstützen und den Kindern eine Freude zu machen. Wer fertige Päckchen abgibt, solle am besten vermerken, ob es eher für ein Mädchen oder einen Jungen gedacht ist.

Es ist wichtig, dass die Kinder zum Schulanfang eine ordentliche Ausstattung haben. Doch nicht alle Eltern haben das nötige Kleingeld dazu. Deswegen möchten wir Unterstützung bieten.

Uns haben seit Montag schon einige Päckchen erreicht. Man kann die Materialien aber auch einzeln und unverpackt abgeben. Wir kümmern uns dann darum, dass die Spenden gerecht auf die Kinder verteilt werden.

(Nina Kronefeld-Schneider)

“Die Altstadtschule war sofort begeistert von der Idee. Deswegen haben wir mit ihr angefangen”, sagt sie. Wenn die Aktion gut laufe, würde sie im kommenden Jahr wiederholt werden, so Kronefeld-Schneider. Möglicherweise auch an anderen Schulen.