Bayreuther Tagblatt
Ein alter Schriftzug vom Bayreuther Tagblatt
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Nachrichten aus Bayreuth
    • Nachrichten aus dem Landkreis Bayreuth
    • Nachrichten aus Kulmbach
    • Überregionale Nachrichten
    • Blaulicht
    • Wirtschaft
    • Politik in Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Freizeit
    • Ausflüge
    • Bier
    • Essen & Ausgehen
    • Veranstaltungen
    • Shopping
    • Richard-Wagner-Festspiele
    • Faszination Franken
    • Theater
  • Sport
    • MpK Bayreuth / Basketball
    • Bayreuth Tigers / Eishockey
    • SpVgg Bayreuth / Fußball
    • HaSpo Bayreuth / Handball
    • Bayreuther Sportvereine
  • Ratgeber
    • Bauen und Wohnen
      • Wohnen, Einrichten & Lifestyle
      • Haus & Garten
    • Gesund und Fit
      • Sport
      • Wintersport
    • Serien & Kolumnen
      • bt-Lifestyle-Kolumne
      • bt-Immobilien-Kolumne
      • bt-Kultur-Kolumne
      • Hopfen & Malz – die bt-Bier-Kolumne
      • bt-Swutz-Kolumne
      • bt-Reise-Kolumne
      • bt-Technikexperten-Kolumne
      • bt-Metallexperten-Kolumne
      • bt-Finanz-Kolumne
      • Lost Places – Spuren des Umbruchs
      • Expedition Region
      • Gessn werd dahaam!
      • Bayreuth Historisch
        • Die Stadtteile
        • Die Bürgermeister
        • Historisch Allgemein
    • Arbeit & Ausbildung
      • Arbeit & Beruf
      • Ausbildung
      • Universität
    • Auto & Verkehr
    • Bildung, Wissenschaft & Technik
      • Bildung & Wissenschaft
      • Technik
      • Computer & Elektronik
    • Games & Spiele
  • Jobs
  • Firmenforum
  • Werben
  • bt-GastroGuide
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Zugverkehr nach Nürnberg läuft wieder Neuer Imbiss „Stern“ öffnet am 15. September Berufsschule zum Schulstart doch noch nicht bezugsfertig

Zuletzt aktualisiert am 19. Dezember 2022 | 08:11

Kommentar

Deutschland spart sich krank: Kommentar zum Krankenhäuser-Kollaps

von Johannes Pittroff

Nicht nur das Bayreuther Klinikum ist im Ausnahmezustand: vielerorts gibt es zu wenig freie Betten und zu viel krankes Personal. Das ist die Quittung des Sparens an der falschen Stelle. Ein Kommentar von bt-Redakteur Johannes Pittroff.

In deutschen Krankenhäusern ist zu lange der Rotstift angesetzt worden, so die Meinung des bt-Kommentators. Symbolbild: Pixabay
Symbolbild: Pixabay

Während die Politik unermüdlich vor den Gefahren des Corona-Virus warnte, sind in den Krankenhäusern Tausende Intensivbetten der Sparpolitik zum Opfer gefallen.

Jetzt sind die Kinderkliniken überfüllt, in den Krankenhäusern fehlen die Pfleger und gewöhnlicher Fiebersaft wird zur begehrten Ware.

Tausende Intensivbetten weggespart

Die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schien zu Beginn der Corona-Krise bestrebt zu sein, das kranke deutsche Gesundheitssystem zu stärken. Stattdessen ist in den folgenden Monaten in den Kliniken und Pflegeheimen massiv Personal abgewandert. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat eine ernüchternde Feststellung gemacht. Sie zeigt, wie Deutschlands Gesundheitsversorgung von Oktober 2020 bis Oktober 2021, also innerhalb eines Jahres mitten in der Corona-Krise, abgebaut hat. Demnach hat Deutschland innerhalb dieses einen Jahres 5.000 Intensivbetten „verloren“.

Die Gesamtzahl sank damit von 27.170 auf 22.170 Intensivbetten. Wieso? Laut DIVI schlicht deswegen, weil das Personal fehlte, diese 5.000 Intensivbetten zu betreiben. Während der Corona-Krise hingen demnach viele Pfleger und Krankenschwestern ihren Job an den Nagel, weil er zu zermürbend und zu schlecht bezahlt war.




Klatschen statt Kohle für Pflegekräfte

Im Bayreuther Klinikum herrscht zurzeit Lockdown: Besuche sind verboten. Der Krankenstand im Personal ist zu hoch. Offenbar stehen nicht genügend Pfleger und Krankenschwestern zur Verfügung, um die aktuellen Krankheitswellen abzufedern. Dabei bekamen die Pfleger und Schwestern zu Beginn der Corona-Krise nicht nur Applaus von der Bevölkerung zu hören. Auch die Politik machte Versprechungen: höherer Lohn, bessere Arbeitsbedingungen sollten kommen. Doch abgesehen vom einmaligen Pflegebonus, der zudem nicht an alle Gesundheitsberufe ging, ist seitdem wenig passiert. Was haben die Pfleger stattdessen bekommen? Die Impfpflicht. Ein seltsamer Ausdruck der Wertschätzung.

Dabei war zu dem Zeitpunkt, als die Impfpflicht für Pfleger kam, nicht nur klar, dass auch geimpfte Mitarbeiter jederzeit das Virus bekommen und weitergeben können. Sondern auch, dass mit massivem Widerstand im Personal zu rechnen sein würde. Wer noch zu Beginn dieses Jahres der Ansicht war, dass wir auch diejenigen Pfleger und Schwestern dringend brauchen, die sich nicht impfen lassen wollten, galt als Querdenker. Jetzt, am Ende des Jahres, spricht sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft dafür aus, Corona-Infizierte ohne Symptome im Krankenhaus weiterarbeiten zu lassen. Und die Impfpflicht? Wurde von den Landratsämtern und Rathäusern nicht umgesetzt, die Politik will sie nicht fortsetzen. Statt die Gesundheitsberufe attraktiver zu machen, hat man sie zu Spielbällen der Symbolpolitik degradiert.

Auch Kinderkliniken haben Betten abgebaut

Besonders schlimm ist die Lage zurzeit in den Kinderkliniken. So auch in Bayreuth, wo an der Notaufnahme stundenlange Wartezeiten drohen. In Deutschlands Kinderkliniken ist die Bettenzahl zwischen 1991 und 2017 um ein Drittel gesunken, wie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) aufzeigt. Der Grund dafür: Unterfinanzierung durch das Fallpauschalen-System. Die DGKJ zog schon damals die Schlussfolgerung: „Schon jetzt sind die flächendeckende Versorgung und die ‚Zugangsgerechtigkeit‘ in Frage gestellt.“

Seitdem ging der Betten-Abbau an den Kinderkliniken weiter. Von 2018 bis 2020 verringerte sich die Betten-Zahl für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen um 455, von 2020 bis 2021 verschwanden 288 Betten aus der Statistik. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach verfügt die Kinder- und Jugendmedizin noch insgesamt über 25.920 Betten.

Billiges Antibiotika aus China

In Deutschlands Apotheken werden immer mehr Medikamente knapp, vom Fiebersaft bis zum Scherzmittel. Als Grund gelten oft die gestörten Lieferketten. Das allerdings verwechselt Ursache und Wirkung: Denn wenn die Medikamenten-Produkion nichts aus Kostengründen ins Ausland ausgelagert wäre, gäbe es auch nicht die Lieferketten-Problem.

Besonders alarmierend: Bei Antibiotika dominiert China den Weltmarkt. Das Deutsche Ärzteblatt, herausgegeben von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, warnte kürzlich in einem Beitrag: „Sollte es zu einem militärischen Konflikt zwischen China und Taiwan kommen, drohen dramatische Auswirkungen auf die Antibiotikaversorgung in Deutschland.“

Gesundheit kann man nicht kaufen

Natürlich lassen sich nicht alle Probleme im Gesundheitssystem mit dicken Geldbündeln lösen. Wenn, so wie jetzt, mehrere Krankheitswellen auf einmal über uns hereinbrechen, mag das auch ein gut ausgestattetes Gesundheitswesen strapazieren. Doch dass deutlich mehr als der Status Quo möglich ist, zeigt schon die Tatsache, dass die Versorgung in Deutschland eben schon einmal deutlich besser gewesen ist. Man muss also nichts schaffen, was über das Menschenmögliche hinausgeht. Das Niveau der Vergangenheit wiederzuerreichen wäre schon ein Anfang.

Aber Geld ist doch überall knapp – oder? Scheinbar nicht. Geht es um manch andere Belange, scheinen im Staatssäckel stets noch ein paar millionenschwere Münzen zu klimpern. Oder auch milliardenschwere, wenn es etwa um Waffen an die Ukraine geht. Doch beim Gesundheitssystem, da greift die Hand des Staates nicht in den Säckel, sondern zum Rotstift.

  • Teilen auf WhatsApp
  • Facebook Facebook Teilen auf Facebook
  • X-twitter X-twitter Teilen auf X
  • Whatsapp Whatsapp Teilen auf WhatsApp
  • Linkedin Linkedin Teilen auf LinkedIn
  • Mail Mail Per E-Mail teilen


Direkter Kontakt:

Bayreuther Tagblatt
Tunnelstraße 15
95448 Bayreuth

Die Redaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 45
E-Mail: redaktion@bayreuther-tagblatt.de

Das Kunden- & Verkaufsmanagement
Telefon: +49 921 / 99 00 99 47
E-Mail:verkauf@bayreuther-tagblatt.de

Die Magazinredaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 48
E-Mail: magazin@bayreuther-tagblatt.de

Die Webseite des Bayreuther Tagblatt Schreiben Sie ein Email an das Bayreuther Tagblatt Hier finden Sie das Bayreuther Tagblatt bei LinkedIn

Der Facebook-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Instagram-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Tiktok-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der X-Kanal des Bayreuther Tagblatt

Der Whatsapp-Kanal des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den Newsletter des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den RSS-Feed des Bayreuther Tagblatt

Unser bt-Newsletter

bt-Newsletter bestellen

bt-Newsletter abbestellen

Über uns:
  • Entstehung des bt
  • Das bt-Team
  • Das inhaltliche bt-Konzept
  • Das Bayreuther Tagblatt ist „Unternehmen der Zukunft“
  • Hohe Auszeichnung für das bt: „Arbeitgeber der Zukunft“
  • Bayreuther Tagblatt gewinnt renommierten Service-Preis
10 Gründe, warum Werbung beim bt Print und Radio schlägt:
bt Logo vor Zeitung und Radio ©erstellt mit KI
So viel Reichweite hat das bt:Das sind unsere bt-Kanäle ©bt
So macht das bt Sie sichtbar:
Leuchtturm-Marketing mit dem bt:
Leuchtturm-Marketing in Bayreuth mit dem Bayreuther Tagblatt
Unsere Partner:
Hier geht es zu Oberfranken Offensiv e.V.Hier geht es zu www.electricpulse.dewagnermuseum.debayerische-medienakademien.de
© Copyright - 2020 Bayreuther Tagblatt
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Link zu X
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Wir über uns
Link to: Mit 1,02 Promille überschlagen: Unfall in Oberfranken Link to: Mit 1,02 Promille überschlagen: Unfall in Oberfranken Mit 1,02 Promille überschlagen: Unfall in OberfrankenDer VW landete bei dem Suff-Unfall in Oberfranken auf dem Dach. Foto: NEWS5 / MerzbachDer VW landete bei dem Suff-Unfall in Oberfranken auf dem Dach. Foto: NEWS5 / Merzbach Link to: Evakuierung in Bayreuth: Zwei Häuser wegen Gasgeruch geräumt Link to: Evakuierung in Bayreuth: Zwei Häuser wegen Gasgeruch geräumt Der BRK Kreisverband Bayreuth sieht die Versorgung als gefährdet an. Archivfoto: BRK Kreisverband BayreuthDer BRK Kreisverband Bayreuth sieht die Versorgung als gefährdet an. Archivfoto: BRK Kreisverband BayreuthEvakuierung in Bayreuth: Zwei Häuser wegen Gasgeruch geräumt
Nach oben scrollen
Barrierefreiheits-Anpassungen
Wie lange möchten Sie die Barrierefreiheits-Symbolleiste ausblenden?
Symbolleiste-Ausblenddauer
Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil
Sehbehinderten-Modus
Verbessert die visuellen Elemente der Website
Anfallssicheres Profil
Entfernt Blitze und reduziert Farben
ADHD-freundlicher Modus
Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
Blinden-Modus
Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
Epilepsie-sicherer Modus
Dämpft Farben und stoppt Blinken
Inhaltsmodule
Schriftgröße

Standard

Zeilenhöhe

Standard

Farbmodule
Orientierungsmodule