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Europawahl: Bayreuths Abgeordnete kommt von der AfD

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Europa hat gewählt und für die Region deutet sich ein Paukenschlag an. Stadt und Landkreis werden künftig von einer AfD-Politikerin im Europaparlament vertreten.

Die Tierärztin und Biologin Sylvia Limmer wohnt zwar in Presseck im Landkreis Kulmbach, ist aber die stellvertretende Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Bayreuth. Auf der Deutschlandliste der AfD ist sie auf dem aussichtsreichen Listenplatz 9 gestartet und dürfte auf den Zug nach Brüssel aufgesprungen sein. Dort stehen Deutschland 96 Sitze zu. Als grobe Regel für das EU-Parlament kann daher gelten: pro Prozent einen Sitz.

Für Malte Gallée, Student an der Uni Bayreuth und für die Grünen auf Listenplatz 22 gestartet, wird es aller Voraussicht nach nicht reichen. Hochrechnungen zufolge kommen die Grünen deutschlandweit auf 21 Prozent.

Foto: Monika Hohlmeier

Einzige weitere oberfränkische Vertreterin im EU-Parlament wird daher Monika Hohlmeier (CSU) sein. Die Tochter von Ex-Ministerpräsident Franz-Josef Strauß vertritt Oberfranken seit zehn Jahren im EU-Parlament, ist als oberfränkische Spitzenkandidatin und auf CSU-Listenplatz 4 in die Wahl gegangen. Hohlmeier wohnt im Landkreis Lichtenfels.

Der Spitzenkandidat der oberfränkischen Sozialdemokraten, Martin Lücke, stammt aus Coburg und ist auf Listenplatz 38 ins Rennen gegangen. Für ihn wird es genauso wenig reichen wie für alle anderen oberfränkischen Kandidaten, die noch aussichtslosere Listenplätze ihrer Parteien bekommen haben.

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Europawahl: Am GCE bekommen auch die Schüler eine Stimme

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Vom 23. bis 26. Mai wird in Europa gewählt. Da das Wahlalter außer in Österreich und Malta in allen EU-Länder bei 18 Jahren liegt, gibt es für Schulen die Möglichkeit an einer Juniorwahl teil zu nehmen. Rund 2600 deutsche Schulen machen von dieser Möglichkeit gebrauch. Erstmals in diesem Jahr ist darunter auch das Gymnasium Christian Ernestinum  (GCE) vertreten. Die Organisation der Wahl wird dabei größtenteils von der Schülervertretung SMV übernommen.

Eine Prozedere wie bei den “Großen”

Der Ablauf der Juniorwahl an sich ist derselbe, wie der der richtigen Wahl. Es gibt Wahlhelfer, welche die Wahlbenachrichtigungen an die Schüler verteilen und ein Wählerverzeichnis anlegen. Gewählt wird geheim und freiwillig in einem ausgewiesenen Klassenzimmer. Die Wahlhelfer zählen die abgegebenen Stimmen aus. Am 26. Mai um 18 Uhr werden die Ergebnisse genauso wie die gültigen Wahlergebnisse an die Behörden weitergegeben und anschließend veröffentlicht.

Foto: red

Eine Ausstellung informiert

Natürlich werden die Schüler auf die Wahl vorbereitet. Hierfür nehmen sich Sozialkunde-, Geschichts- aber auch English-Lehrer Zeit und erklären die wichtigsten Punkte, die man für die Wahl wissen sollte. Neben dem Unterricht gibt es noch eine weitere Möglichkeit sich über die Wahl an der Schule zu informieren: Unter dem Motto „Schüler informieren Schüler“ ist im GCE eine Ausstellung zur Europawahl von Schülern ab der 8. Klasse erarbeitet worden. Die Plakate stehen in der großen Pausenhalle direkt rechts neben dem Haupteingang zur Weiterbildung zur freien Verfügung. 

Foto: red

Nach der Vor- kommt die Nachbereitung

Zu einer Vorbereitung gehört ebenso eine Nachbereitung, in der man unter anderem bespricht, wie es nach einer solchen Wahl weitergeht. Wie haben die einzelnen Parteien abgeschnitten? Wer wird neuer EU- Kommissionspräsident?

Ziel: Der Jugend eine Stimme geben

Sinn und Zweck dieser Idee ist, den Jugendlichen ohne Wahlberechtigung auch eine Stimme zu geben und ihnen die Wichtigkeit der Demokratie bei zu bringen. Dabei gilt die Juniorwahl als eine der effektivsten Methode junge Menschen zum politischen Wissen, Denken und Wählen zu motivieren.

Weitere Infos finden Sie auf der offiziellen Seite der Juniorwahl.