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Zwei Bayreuther Jungs wollen mit ökologischem Waschball die Umwelt retten

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Aktualisiert am 26. Juni 2020

Tierpark Röhrensee in Bayreuth erneut ausgezeichnet

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Der Bayreuther Tierpark Röhrensee wurde erneut ausgezeichnet. Der Park beherbergt 40 Tierarten aus aller Welt und zahlreiche Pflanzenarten.

Mitmachaktion: Insektenzählen für den NABU

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Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft zum dritten Mal Menschen zum Insektenzählen auf. Die Mitmachaktion, bei der jeder teilnehmen kann, findet vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31. Juli bis 9. August statt. 

Riesige Trauerweide am Festspielpark in Bayreuth kippt um: War das Wetter schuld?

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Eine Trauerweide im Bayreuther Festspielpark ist umgekippt: Der Baum ist am 24. Mai 2020 umgefallen. Das Stadtgartenamt Bayreuth sucht nach den Ursachen.

Umfrage: Wie wirkt sich der Klimawandel auf Bayreuth aus?

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Ein Forschungsprojekt untersucht den Klimawandel. Auch die Uni Bayreuth ist beteiligt. Jetzt können auch alle Bayreuther Bürger mithelfen.

Radentscheid Bayreuth will Bayreuth zur Fahrradstadt machen – es fehlen nicht mehr viele Unterschriften

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Wegen des Coronavirus haben Radtouren einen Boom erlebt, erklärt ein Sprecher der Initiative Radentscheid Bayreuth. Derweil ist die Bewegung kurz vor dem Ziel.

Bayreuther Klimawald für Umweltpreis nominiert

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Der Klimawald Bayreuth wurde für den Wettbewerb “Blauer Kompass 2020” des Umweltbundesamtes nominiert. Seit dem 31. März 2020 können alle Sympathisanten nun unter diesem Link online für den Bayreuther Klimawald abstimmen. Das Voting läuft bis zum 20. April 2020.

Der Klimawald Bayreuth ist für den Wettbewerb “Blauer Kompass 2020” nominiert

Als der Klimawald im April 2019 gepflanzt wurde, war das Bayreuther Tagblatt mit dabei. Studenten des Masterstudiengangs Global Change Ecology (GCE) haben das Projekt initiiert. Umgesetzt haben die Studenten den Klimawald dann mit der Stadtförsterei, AELF Bayreuth, Ökologisch-Botanischem Garten sowie einigen Freiwilligen.

Das Projekt soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über 270 Helfer waren beim Anpflanzen der Bäume dabei. Im Sommer hatte der Klimawald dann mit ausbleibenden Regenfällen zu kämpfen. Nun ist das Projekt für den “Blauen Kompass” nominiert.

In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße findet die Pflanzaktion zum Klimawald statt.

In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße fand die Pflanzaktion zum Klimawald statt. Foto: Carolin Richter

Das ist der Blaue Kompass

Mit dem ‚Blauen Kompass‘ zeichnet das Umweltbundesamt Projekte zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels aus. Diese Projekte finden innovative Antworten auf die zunehmend häufigen und intensiven Klimafolgen in Deutschland. Von insgesamt 160 eingegangenen Bewerbungen hat es der Klimawald Bayreuth unter die fünfzehn nominierten Projekte geschafft.

Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt einen Preisträgerfilm und wird am 26. Juni 2020 im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Zusätzlich zur öffentlichen Abstimmung für den Publikumspreis gibt es drei zusätzliche Jury-Preise.

Kostenloses Obst und Gemüse in der Bayreuther Innenstadt

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Am Samstag (22.2.2020) haben sich die Bayreuther über kostenloses Obst und Gemüse in der Innenstadt freuen können. Vor dem alten Schloss wurden direkt in der Nähe zu den Wahlkampfständen Lebensmittel verschenkt.

Lebensmittelverschwendung ist ein Problem

Es waren gerettete Lebensmittel, die ansonsten in der Mülltonne gelandet wären. Die Aktion sollte auf das Problem der Lebensmittelverschwendung weltweit und in Bayreuth aufmerksam machen. In Deutschland landen laut Welthungerhilfe etwa 55 kg Lebensmittel pro Kopf und Jahr im Müll. Dabei sind die privaten Verbraucher die größte Müllquelle neben den Supermärkten und Restaurants. Auf der ganzen Welt kommen so 1,3 Milliarden Tonnen verschwendete Lebensmittel im Jahr zusammen. Gleichzeitig hungern weltweit etwa 821 Millionen Menschen. Würden die weggeschmissenen Lebensmittel auf die hungernden Menschen verteilt werden, kämen am Tag fast 4,5 Kilo an Lebensmittel für jede hungernde Person zusammen.

Das Ausmaß des Überflusses zeigt sich auch täglich in Bayreuther Supermärkten und Discountern. Noch genießbare Lebensmittel werden entweder weggeschmissen, weil sie nicht mehr einwandfrei aussehen oder einfach nur eine andere Lieferung eingetroffen ist und die älteren Stücke nun wegmüssen. Aber in erster Linie sind die Verbraucher gefragt. Den Einkauf besser planen und Lebensmittel auch dann noch zu essen, wenn diese nicht mehr ganz frisch sind, kann bereits helfen die eigene Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Als positiven Nebeneffekt schont das Verhalten den Geldbeutel.

Die Organisatoren stellten Schilder an den Brunnen. Foto: Privat.

Radentscheid fordert: Bayreuth soll Fahrradstadt werden

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Bayreuth soll fahrradfreundlicher werden! Das fordert der Radentscheid Bayreuth und stellt jetzt eine Kampagne für eine Fahrradstadt Bayreuth vor. Diese wird am Freitag (31. Januar 2020) um 19 Uhr im Forum Phoinix vorgestellt.

Im Mai 2019 gründete sich der Radentscheid Bayreuth, um sich für mehr Sicherheit im Verkehr und fürs Klima einzusetzen.

Radentscheid fordert neue Verkehrspolitik in Bayreuth

“Dieses Bürgerbegehren bietet Bayreuth die große Chance, Stadtentwicklung und Verkehrspolitik neu zu überdenken”, sagt Daniel Brunnabend, einer der Vertreter der Initiative.

Überall in Deutschland würden die Grenzen eines auf das Auto fixierten Mobilitätskonzeptes deutlich werden. Bayreuth habe aber die perfekten Voraussetzungen, um es besser zu machen. Die Distanzen in der Stadt seien kurz und es gebe viele Studierende ohne eigenes Auto, heißt es in einer Pressemitteilung des Radentscheids. Knapp 80 Prozent der Wege seien kürzer als 5 Kilometer. Diese Distanz sei locker mit dem Fahrrad zu bewältigen. Dazu könne kein Verkehrsmittel so günstig und schnell ausgebaut werden wie das Fahrrad. Bayreuth könne also Fahrradstadt sein, nur der politische Wille dazu fehle bislang, so die Initiative.

Mindeststandard für neue Radwege

Unsichere Radwege, schmale Schutzstreifen und Lastwagen und Autos mit zu hoher Geschwindigkeit würden viele Menschen abschrecken. Genau in diesen Punkten fordert der Radentscheid Verbesserungen und Mindeststandards für neue Radwege. Die zentrale Frage für eine gute Radinfrastruktur lautet: Würden Sie Ihr 11-jähriges Kind alleine auf diesem Weg fahren lassen? Wenn die Antwort ja lautet, handelt es sich um einen guten Radweg. Alles andere ist Murks”, so Saskia Seibert, Vertreterin der Initiative.

Mit Critical Mass auf die Probleme aufmerksam machen

Mit der Critical Mass machen Menschen bereits seit einiger Zeit auf der ganzen Welt auf die Problematik der Radfahrer im Straßenverkehr aufmerksam. Auch in Bayreuth trifft sich die Bewegung regelmäßig zu Protestfahrten durch die Stadt. Am Freitagabend (31.1.2020) startet wieder eine Fahrt in Bayreuth. Um 18 Uhr geht es am Sternplatz los. Das bt war bei einer der vergangenen Fahrten dabei:

Arktis-Reise: So bereitet sich ein Forscher der Uni Bayreuth vor

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Christoph Thomas ist Professor für Mikrometeorologie an der Uni Bayreuth. Im Februar 2020 wird er mit zwei Kollegen aus Bayreuth und drei weiteren Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes nach Ny-Ålesund reisen – auf die Insel Spitzbergen in die Arktis. Wie er sich auf seine dritte Polarexpedition vorbereitet, erzählt Christoph Thomas im Video.

Fjord bei Spitzbergen. Foto: privat

Projekt “Nytefox”: Was untersucht wird

Das Projekt “Nytefox” in der Arktis auf 80 Grad nördlicher Breitet startet im Februar 2020. Im Ort Ny-Ålesund, der ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt wird, hat das Alfred-Wegener-Institut eine Forschungsstation. Innerhalb von sechs Wochen untersuchen Forscher Prozesse, die dem Klimawandel zugrunde liegen, wie das Abschmelzen des Eises und den Aufbau der Schneemassen mit der sogenannten Glasfaser-Hobeltechnik. “Auf einer Strecke von 15 Kilometern haben wir alle 12,5 Zentimeter einen Messpunkt. So bekommen wir ein einmaliges Prozessverständnis.”, sagt Professor Thomas. Gemessen wird die Temperatur im Boden, im Wasser und Eis sowie die Windrichtung, in die sich die Luftmassen bewegen.

Drei Wochen in Kälte und Dunkelheit

Professor Christoph Thomas, der aktuell an der Uni Bayreuth lehrt, wird selbst für drei Wochen dort sein. “In der Polarnacht erwarten uns dort Temperaturen von bis zu minus 25° Celsius”, erklärt der 45-Jährige. Hell wird es gar nicht. Erst am 1. März geht dort wieder die Sonne auf, erklärt er. Dann steigen auch die Temperaturen wieder. Bereits 2018 war Professor Thomas schon einmal in der Arktis, 2012 auch in der Antarktis. Angst hat er allerdings keine.

Christoph Thomas. Foto: Redaktion

Ich bin wahnsinnig gespannt auf die Reise und habe Respekt vor der gewaltigen und auch gewalttätigen Landschaft. Ich freue mich auf die geruchlose unberührte Landschaft, die Einsamkeit und die Stille.

(Christoph Thomas, Forscher)

Geräte verpacken und ärztlicher Check-Up

Solch eine Reise benötigt Vorlauf in der Vorbereitung. “Die wissenschaftlichen Geräte haben wir bereits im Oktober auf 16 Paletten verpackt und nach Bremerhafen geschickt. Von dort aus werden sie dann in die Arktis gesendet. Der Vorlauf ist nötig, weil der Zoll die Ladung genau kontrolliert”, erklärt Christoph Thomas. Auch bei der Wiedereinfuhr nach dem Projekt im April müsse alles haargenau wie bei der Einreise verpackt sein.

Alle Forscher, die nach Ny-Ålesund reisen werden außerdem auf polare Tauglichkeit getestet. “Ich bin noch nie zuvor so sorgfältig untersucht worden”, sagt er und lacht. Neben Herz- und Kreislauf-System, werden auch die Augen oder die Zähne durchgecheckt und registriert. Das hat einen wichtigen Grund:

Stürzt man im Eis ab, könnte man anhand des Gebisses auch Jahre später noch identifiziert werden.

(Christoph Thomas, Forscher)

Die Forschungssiedlung in Ny-Ålesund. Foto: privat

Eine Unterhose reicht

An sonstigem Gepäck brauche man lediglich seine Unterhose. “Das Alfred-Wegener-Institut stellt Kleidung zur Verfügung, wenn man möchte. Man muss nur vorher seine Maße abmessen und angeben”, sagt er. Auch kulinarisch sei er optimal versorgt. Drei Mal pro Tag kommen alle Nationen von Forschern zusammen und man isst gemeinsam in der Mensa. “Das ist gut, um beim Forschen das Gefühl für Raum und Zeit nicht völlig zu verlieren. Es ist wichtig, Zeit in Gesellschaft zu verbringen”, sagt Christop Thomas.

Am Samstag und Sonntag gibt es auf der Station sogar einen Dresscode: Es ist Pflicht ein Hemd beim Dinner zu tragen. In der Bar gibt es auch Bier oder Wein. Allerdings bekommt jeder nur eine gewisse Menge, die auf einer Karte bei der Ausgabe abgezwackt wird.

(Christoph Thomas, Forscher)

Handy verboten

Ein Auserwählter muss täglich in Kontakt mit dem Festland bleiben, um sicher zu stellen, dass es dem Team gut geht, sagt er. Die Nacht verbringt man geschützt in einer Holzhütte. In ganz Ny-Ålesund gilt allerdings Funkstille, um die Messgeräte nicht zu stören. Handys oder Geräte mit Bluetooth sind deswegen verboten, erklärt Professor Thomas. Doch via Internet im Büro kann man Kontakt zu seinen Liebsten halten.  “Ich blogge auf der Reise täglich”, so der 45-Jährige.

Ny-Ålesund auf Spitzbergen. Foto: privat

3.100 Kilometer nördlich von Bayreuth

Die Reise geht relativ schnell, so Christoph Thomas. Er wird an einem Sonntagabend gegen 21:40 Uhr in Frankfurt mit dem Flugzeug starten. Von dort aus geht es über Oslo und Tromsø in Norwegen zur Bergbaustadt  Longyearbyen auf die Insel Spitzbergen. Und dann weiter zur Forschungsstation Ny-Ålesund. “Gegen 16 Uhr am Montag bin ich schon dort, also nicht einmal 24 Stunden unterwegs. Es sind etwa 3.100 Kilometer Luftlinie in nördliche Richtung von Bayreuth zur Station”, erklärt er.