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In der Ludwigstraße in Bayreuth wurde schon ein Kinofilm gedreht.

In welchen Filmen Bayreuth zu sehen ist

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In diesen Filmen ist die Stadt Bayreuth zu sehen: vom Kino bis zum Sonntagabend-Klassiker.

Zu Besuch am Set: Fichtelgebirgskrimi mit Witz und fränkischem Charme

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“Bitte Ruhe! Wir drehen!” – Die Dreharbeiten zur Polizeiserie “Siebenstern” laufen auf Hochtouren. Hauptdrehort ist das Fichtelgebirge. Das Bayreuther Tagblatt war bei den Dreharbeiten vor Ort und hat Regisseur Michael von Hohenberg über die Schultern geschaut. Impressionen davon finden Sie unter dem Text.

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Siebenstern: Der Fichtelgebirgskrimi sucht Komparsen

Polizei-Comedy-Serie mit fränkischem Charme

Vier Jahre lang hat Michael von Hohenberg, Regisseur, Autor und Kameramann, an der Story für den Fichtelgebirgskrimi gefeilt. Mord und Totschlag gibt es bei Hohenbergs Drehbuch allerdings nicht. Vielmehr dreht sich alles um die Polizeiinspektion Siebenstern West. Weil es im verschlafenen und ruhigen Fichtelgebirge zu viele Polizeistationen gibt, darf nur die Beste bestehen bleiben. Um das zu schaffen, müssen sich die Polizisten einiges einfallen lassen.

Nur die beste und effektivste Polizeistation bleibt am Ende bestehen. Kriminell werden, dürfen die Polizisten ja nicht, deswegen ist Kreativität gefragt.

(Michael von Hohenberg, Regisseur)

“Schön zu sehen, mit welchem Herzblut man dabei ist”

Mitte August haben die Dreharbeiten für die Low-Budget-Produktion begonnen. Mit dabei sind neben vielen Medienstudenten und Jungschauspielern auch namenhafte Schauspieler. Was den Reiz einer solch kleinen Produktion ausmacht, erfahren Sie von Giovanni Arvaneh, bekannt aus Serien wie Marienhof, und Hubert Burczek im Video.

“Warum es hier so gut läuft? Weil wir mit dem Herzen dabei sind!”

Obwohl Michael von Hohenberg für seinen Fichtelgebirgskrimi nur wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hatte, läuft alles hochprofessionell ab. Das schätzen auch die gelernten Schauspieler, die am Set mitwirken. “Wir sind hier alle freiwillig und unentgeltlich. Ich glaube gerade das macht das Projekt so erfolgreich”, sagt Giovanni Arvaneh.

Gedreht wird hauptsächlich rund um Weißenstadt im Fichtelgebirge. Dafür wurde auch eine eigene Polizeistation im “Movie Office”-Lager aufgebaut. Aber auch in Bischofsgrün, der Oberpfalz und in Plech in der ehemaligen Westernstadt wurden einige Szenen gedreht.

Impressionen vom Dreh im Studio

Joachim Benecke
Dipl.-Ing. Innenarchitekt
Tel. 0921/78911-19

Ende November soll der Fichtelgebirgskrimi in den oberfränkischen Kinos laufen. Zu Weihnachten wird “Siebenstern” dann auch auf Streaming-Diensten wie Amazon verfügbar sein.

bt-Filmkritik: Anna

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bt-Filmkritiker Alex Bauer sieht sich jede Woche die neuesten Filme in Cineplex Bayreuth an. Zwei bt-Leser dürfen mit und erzählen nachher, wie sie den Film fanden. In dieser Woche galt die Kritik der Neuverfilmung des Disney-Klassikers “König der Löwen”. Die Filmkritik dazu gibt es hier.

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Alex Bauer ist nach dem Film aber einfach sitzen geblieben und hat sich den Thriller “Anna” gleich noch mit angeschaut. Wie er ihn fand, lesen Sie hier.

bt- Filmkritiker Alex Bauer.

Nach seinem Weltraum-SciFi-Flop “Valerian” besinnt sich Luc Besson also wieder zu seinen Wurzeln: zu einem Film mit einem taffen Killer, wie es Nikita oder “Léon – Der Profi” waren. Diesmal heißt die Killerin Anna. Die wird auf einem Moskauer Markt entdeckt und arbeitet daraufhin als Topmodel in Paris. Achso, und nebenbei tötet sie für den KGB. Das macht sie blutig, brutal und gnadenlos.

Besson inszeniert das Ganze actionreich rasant und top choreographiert. Das macht Spaß und ist wirklich sehenswert. Aber: Sowas kann man von Besson auch erwarten und wirklich neu ist seine Idee auch nicht, Anna als abgewracktes Drogengirl, dass vom KGB zur ultimativen Tötungsmaschine ausgebildet wird, zu inszenieren. Denn huch, das kennt man ja schon aus Nikita.

Aber gut, sei’s drum, der Film ist 1990 erschienen, da kann man sowas schon mal wieder aufwärmen. Punkten kann “Anna” mit einer spannenden Geschichte, die den einen oder anderen Aha-Effekt bietet. Bedeutet: Augen auf, die Details machen den Unterschied.

Einzig die häufigen Zeitsprünge stören ein kleines bisschen. Hätte es auch nicht gebraucht, hätte man deutlich stimmiger konstruieren können. Aber hätte, hätte, Fahrradkette, so ist es nunmal. Achso, man sollte auch kein Problem mit platten Charakteren haben, denn alle Figuren sind sehr oberflächlich gehalten. Das fängt bei Anna (aalglatt gespielt von Sasha Luss) an und hört beim CIA-Agenten Miller (Cillian Murphy, der exakt einen Gesichtsausdruck hat) auf. Sie werden einem im Laufe des Films leider alle egal. Wer aber Bock auf einen coolen, toll inszenierten Agenten-Thriller hat, ist bei “Anna” definitiv richtig.

3 von 5 Sterne

Das Festspielhaus wird wieder zur Filmkulisse

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Nach dem Tatort ist vor der Doku. Am Festspielhaus fanden in dieser Woche erneut Dreharbeiten statt. Gedreht wurde für eine Dokumentation, die in der ARD ausstrahlt werden soll. In dem Film geht es unter anderem um ein Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer bei den Festspielen 2015. Rund 30 Komparsen soll in den Szenen im Festspielhaus mitgewirkt haben.

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Filmteam am Festspielhaus. Foto: red

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Vielen Bayreuthern ist noch in Erinnerung, dass der CSU-Chef damals die Premiere von “Tristan und Isolde” wegen Herzproblemen verlassen musste und auch beim anschließenden Staatsempfang fehlte. Was aber nur wenige wissen: Am Rande des Besuchs sollen Seehofer und Merkel die Weichen für die Flüchtlingspolitik der nächsten Jahre gestellt haben. So zumindest geht es aus dem Buch “Die Getriebenen” von Robin Alexander hervor, das dem Film zugrunde liegen soll, wie der Sprecher der Festspiele, Peter Emmerich, gegenüber dem Bayreuther Tagblatt erklärt. Wann der Film gezeigt wird, steht noch nicht fest.

Filmkritik Teil 4: Diese Filme laufen beim Filmfest Kontrast

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„Dumme Idee“ ist das Motto des 20. Bayreuther Filmfests Kontrast, das von Freitag bis Sonntag im Zentrum stattfindet. In den vier Tagen vor dem Start des Filmfests bespricht das bt-Team acht der insgesamt 80 Filme und die Tagblatt-Redakteure geben ihr Statement ab, ob sich der Besuch lohnt.

Filmtipp 7: Tracing Addai

Ein Kurzfilm von Esther Niemeier.

Läuft beim Filmfest Kontrast im Block 4 am Samstag, den 9. März ab 16 Uhr.

Tracing Addai. Foto: kontrast-filmfest.

Darum geht’s:

Mit Anfang 20 lässt Addai alles hinter sich und zieht nach Syrien, um im Bürgerkrieg zu helfen. Von dort schreibt er seiner Mutter: „Mach dir keine Sorgen, mir geht’s gut.“ Zwei Jahre später erhält Addais Mutter dann einen Brief aus dem Gefängnis von einem Freund von Addai, Ilias. Der wurde in Deutschland als Terrorist verurteilt und möchte sie treffen. Er schreibt ihr: „Eines müssen Sie mir glauben, wir gingen mit guten Absichten.“


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Filmtipp 8: Les enfants et le conte de fées passionnant

Ein Kurzfilm der Familie Hofmann

Läuft beim Filmfest Kontrast am Samstag ab 18 Uhr in Block 5.

Foto: kontrast-filmfest

Darum geht’s:

Ins Deutsche übersetzt heißt der Film “Die Kinder und das aufregende Märchen”. Und das ist es auch. Vier Kinder wollen einen Kurzfilm drehen. Ein Märchen soll es sein. Erst braucht es einen Märchenonkel, dann Figuren, Dinge und Sätze, die der Onkel in dem Märchen unterbringen muss. Mit Hilfe der Kinder schafft der Märchenonkel das am Ende auch. Bis es soweit ist, nimmt er die Kinder und die Zuschauer aber mit auf eine recht abenteuerliche Reise. Kurzfilme drehen ist wie zaubern, eben nur anders.