Beiträge

Aktion gegen Black Friday in Bayreuth: Fridays For Future bietet Alternative zu Kaufevent an 

Mitglieder der Fridays For Future Bewegung haben sich am Freitag (27.11.2020) auf dem Bayreuther Marktplatz versammelt, um einen ökologischen Gegenentwurf zum Black Friday zu präsentieren: eine Tauschbörse.

Fridays for Future mit Protestmarsch durch Bayreuth: Rund 200 Klimaschützer ziehen durch die Stadt

Fridays for Future demonstiert am Freitag (25.9.2020) in Bayreuth mit einem Protestmarsch. Es wird zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Klimaschützer werden bei Demo in Bayreuth beleidigt 

Die Aktivisten der Fridays For Future Ortsgruppe in Bayreuth haben am Freitag (14.8.2020) demonstriert. Ihr Motto: “Die Klimakrise macht keine Ferien.” Das stieß nicht bei jedem auf Gegenliebe.

Fridays For Future: Demo in Bayreuth für den Kohleausstieg

Fridays For Future (FFF) demonstriert am Freitag (26.6.2020) in der Maximilianstraße in Bayreuth, um den sofortigen Ausstieg aus der Kohleförderung zu erreichen.

Fridays for Future: Demo in Bayreuth gegen Abwrackprämie

In Bayreuth demonstrieren am Dienstag (2.6.2020) Aktivisten der Fridays For Future Bewegung gegen die Abwrackprämie vor dem Karstadt in der Maximilianstraße.

Fridays for Future veranstaltet “größte Online-Demonstration der Geschichte”

Aufgrund des Veranstaltungsverbots findet derzeit keine gewöhnlichen Freitagsdemos statt. Deshalb hat sich die Bewegung nun eine andere Art zu demonstrieren einfallen lassen.

Fridays For Future in Bayreuth: Mahnwache vor Siemens wegen Australien

Am Freitagmittag, den 10.01.2020, hielten die Anhänger der Fridays For Future Bewegung eine Mahnwache vor dem Siemens Gebäude in Bayreuth ab.

Fridays for Future: Jetzt gibt’s die ersten Bußgeldbescheide

Die Fridays-for-Future-Bewegung bleibt auch in den Ferien laut. Auch Bußgelder halten die Demonstranten nicht auf.

Die ersten Bußgelder für Demonstranten

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass das Ordnungsamt Mannheim gegen sechs Schüler Bußgeldbescheide erlassen hat. 88,50 Euro sollen die Jugendlichen zahlen, weil sie am 24. Mai an einer Demonstration in Mannheim teilgenommen und deshalb zwei Schulstunden verpasst haben. Es ist der erste bekannt gewordenen Fall ordnungsrechtlicher Strafen gegen Teilnehmer von Fridays-for-Future-Demonstrationen.

Lesen Sie auch, was Bayreuther Schulleiter und Politiker zu den Demos sagen:

Wir stehen hinter der allgemeinen Schulpflicht, die wir als Privileg betrachten. Aufgrund der Klimakrise sehen wir uns allerdings dazu genötigt, zivilen Ungehorsam auszuüben.

(Zitat aus einer Pressemitteilung von Fridays for Future)

Bayreuther Klima-Aktivisten lassen sich nicht abschrecken

Magdalena Schlags organisiert die Demonstrationen in Bayreuth. Sie findet klare Worte:

Ich finde das affig.

(Magdalena Schlags)

Die Bayreuther Klimaschützer lassen sich von den Bußgeldbescheiden gegen die Mannheimer Schüler nicht abschrecken. “Ich dachte eigentlich, wir wären an einem Punkt, an dem alle verstanden haben, warum wir auf die Straße gehen und dass das nichts mit Schuleschwänzen zu tun hat”, sagt Schlags. Sie könne nicht verstehen oder nachvollziehen, was die Aktion soll, denn eigentlich habe die Bewegung Rückenwind auch aus der Politik.

Auch in den Ferien aktiv

Nur weil Ferien sind, ist das Klima nicht mehr wichtig? Fehlanzeige! Die Bayreuther Fridays-for-Future-Anhänger haben auch in den Sommerferien einige kleinere Aktionen geplant. Natürlich seien viele im Urlaub, aber: “Wir wollen zum Beispiel einen Kleidertausch-Stand in der Innenstadt aufbauen”, verrät Schlags. Außerdem stehe am 20. September die nächste große internationale Demonstration an. Auch daran wollen sich die Bayreuther beteiligen.

Klimaforscher schlägt Alarm: Bayreuth heißer als andere Städte

Der Klimaforscher Christoph Thomas schlägt Alarm. Während die Temperatur in den vergangenen 100 Jahren weltweit um 0,8 und in Deutschland um 1,4 Grad Celsius gestiegen sei, habe sie in Bayreuth um 3,8 Grad zugelegt.

Woran das liegt? Dem Klimaforscher zufolge daran, dass Bayreuth immer mehr verdichtet werde und an der Tal-Lage der Stadt. Bayreuth habe damit trotz seiner geringen Größe mit einem Problem zu kämpfen, das sonst nur von Großstädten bekannt sei. Und Thomas warnt: Mit jedem Grad mehr verdopple sich die Sterberate von Menschen über 65 Jahren.

Wie zum Beweis, dass Bayreuth klimatisch auf ein großes Problem zusteuert, spricht der Klimaforscher im Stadtrat an einem Tag, an dem es draußen, vor dem klimatisierten Tagungsraum im Rathaus, 36,6 Grad heißt ist. Der Mittwoch, der 26. Juni, ist damit nur ein Grad kälter als ein Tag im August 2003, der mit 37,3 Grad als wärmster jemals in Bayreuth gemessener Tag in die Geschichte eingegangen ist.

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Der Forscher liefert weitere Daten:

Demnach lagen acht der zwölf wärmsten Monate aller Zeiten in den vergangenen 30 Jahren. Thomas sagt weiter, in den vergangenen Jahren sei in Bayreuth immer genügend Oberflächenwasser vorhanden gewesen um den Main oder den Grundwasserspiegel zu speisen. Im vergangenen Jahr sei das bis zum Dezember nicht so gewesen. Und: In der Innenstadt, allen voran in der Kämmereigasse, sei es regelmäßig um gut fünf Grad wärmer als an kühleren Orten der Stadt. Auch der Stadtteil St. Georgen sei wegen der Art der Bebauung und des vielen Kopfsteinpflasters ganz besonders warm.

“Kalte Finger” erhalten

Die kühleren Orte, Thomas spricht von den “kalten Fingern” der Stadt, seien die Mistel, der Röhrensee, der Botanische Garten und der Rote Main. Dort warnt der Klimaforscher vor weiteren Baumaßnahmen. Vor allem an der Mistel werden aber genau diese gerade geplant.

Bauprojekte an der Mistel sind problematisch und sollten überdacht werden.
(Christoph Thomas, Klimaforscher)

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Auch die Stadtteile Birken und Altstadt sollten dem Klimaforscher zufolge nicht weiter verdichtet werden. Bezüglich der seit Monaten hitzig geführten Diskussion um ein Neubaugebiet am Eichelberg, sagt Thomas:

Wir werden demnächst konkrete Messungen vornehmen um zu prüfen, ob der Eichelberg stadtklimatisch wirksam ist.

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Tagebau Garzweiler: Dörfer am Abgrund

Neele Boderius schickt auch am zweiten Tag der Großdemo von Fridays-for-Future ihre Eindrücke für das bt aus dem Drei-Länder-Eck. Heute ging es für die Bayreuther und ihre Mitstreiter an die Tagebaukante Garzweiler.

Die Demonstranten zogen auch nach Keyenberg, einem Dorf, das vom Abbaggern unmittelbar bedroht ist. Die Jugendlichen setzten sich dafür ein, um das Dorf vor dem Tagebau zu retten. Denn in dieser Gegend sind dem Tagebau bereits viele Dörfer zum Opfer gefallen.

Viele Dörfer wurden vom Tagebau bereits verschluckt. Foto: Neele Boderius

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