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Neue KiTa in Bayreuth geplant – wo kann sie gebaut werden?

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Neue KiTa für Bayreuth? Der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen steigt in Bayreuth. Seit 2016 nehmen die Kinderzahlen in der Stadt Bayreuth zu, wobei 2017 überdurchschnittlich war. Das bedeutet einen höheren Betreuungsbedarf in der Stadt Bayreuth. So beschreibt Oberverwaltungsrätin Manuela Brozat die Situation.

AWO plant neue KiTa in Bayreuth

Auch deshalb plant die AWO eine neue KiTa an der Jakobshöhe. Ein Grundstück, welches aktuell zur SpVgg Bayreuth zählt. Über das Grundstück müsse die Stadt Bayreuth demnächst entscheiden.

Schon jetzt gebe es Probleme bei Zugezogenen oder Eltern, die den Anmeldetermin verpasst hatten, im laufenden Jahr kurzfristig einen Betreuungsplatz zu ergattern. Dazu kommen 2025 eine neue Hürde: Ab diesem Zeitpunkt wird es einen Rechtsanspruch auf Schulkindbetreuung geben, erklärt Brozat.

KiTa in Bayreuth: Hartplatz der SpVgg Bayreuth?

Nach den Zahlen von Wartelisten oder den Nachfragen beim Jugendamt könne der Bedarf von 112 Betreuungsplätzen festgestellt werden. Deshalb soll eine neue Kindertageseinrichtung gebaut werden. Der Ort für die neue Awo-KiTa soll an der Spitzwegstraße sein. Der Ort sei gleich für mehrere Stadtteile gut erreichbar: Altstadt, Saas oder Meyernberg.

Marion Tost von der AWO Stadt Bayreuth sagt, dass die Planungen in den Startlöchern stehen. Aktuell liegt das Problem beim Grundstück. Da müsse die AWO auf die Stadt warten. Heißester Favorit sei der Hartplatz von der SpVgg Bayreuth, den diese dann an die Stadt zurückgebe. “Dort hätten wir 2.000 bis 2.500 Quadratmeter für eine neue KiTa”, erläutert Tost.

Bayreuth: KiTa soll Sportkita werden

Besonders an der neu geplanten KiTa: Es soll eine Sport-KiTa werden, die verstärkt mit Vereinen zusammenarbeitet. Eine solche Kooperation ist neu für Bayreuth. Fußball, Tennis, Boulder und viele weitere Vereine sollen mit Kooperationen zu einer bewegungsorientierten Förderung der Kinder beitragen.

“Jetzt soll Leben in die Bude kommen”: So sieht die neue Jugendstätte aus

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Offene, lichtdurchflutete Räume, modern und farbenfroh – das ist die neue Jugendstätte des Kreisjugendrings Bayreuth in Haidenaab. Im Video über dem Text gibt’s einen kleinen Einblick in die neuen Räumlichkeiten. 

“Schick und modern – ein wahres Vorzeigeobjekt”

Rund 3,2 Millionen Euro investierte der Landkreis Bayreuth in das neue, moderne Selbstversorgerhaus. Die Jugendstätte bietet Platz für Jugend- und Inklusionsgruppen, aber auch Schulklassen. Insgesamt gibt es 34 Betten in elf Zimmern. Alle ausgestattet mit eigenem Bad. Zusätzlich gibt es einen großen Mehrzweckraum mit Kicker, einen Speisesaal und zwei weitere Räume für pädagogische Arbeiten.

Die Jugendstätte Haidenaab ist ein Leuchtturm für die Jugendarbeit in unserer Region. Wir sind froh und dankbar eine solche schicke Herberge bekommen zu haben und betreiben zu dürfen.

(Christian Porsch, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bayreuth)

Fünf Jahre von der Planung bis zur Eröffnung

Fünf Jahre lang dauerten die Planungen und Bauarbeiten an. Am Samstag, 5. Oktober, fand dann die offizielle Eröffnung statt. Vor allem der Inklusionsgedanke steht bei den neuen Räumen im Vordergrund.

Gerade in Sachen Barrierefreiheit sind wir als Selbstversorgerhaus bayernweit einmalig.

(Christian Porsch, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bayreuth)

Ein Haus für alle

Neben der Blindenschrift und sogenannten Induktionsschleifen, die Hörgeschädigte unterstützen, gibt es auch zwei komplett barrierefreie Zimmer.

Es wird Zeit, dass jetzt Leben in die Bude kommt. Hier soll getobt, gefeiert und gelernt werden.

(Christian Porsch, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bayreuth)

Beachen, Skaten, Turnen: In der Scheffelstraße wird über Lärm diskutiert

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Der Jugendausschuss des Stadtrats wird sich in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause am Montag mit der Zukunft der ehemaligen Tennisplätze des Post SV an der Scheffelstraße befassen. Auf der Fläche könnten Beachvolleyballplätze und eine Skate-Anlage entstehen.

Scheffelstraße

Foto: Thorsten Gütling

Die über viele Jahre vom Verein gepachteten und zuletzt total verwilderten Flächen sind inzwischen an die Stadt zurückgegeben worden. Zur künftigen Nutzung liegen Anträge der Fraktionen der Bayreuther Gemeinschaft, der CSU- sowie der SPD-Fraktion vor.

Generationen sollen spielen

SPD-Stadtrat Siegfried Zerrenner fordert in einem Antrag, der dem Bayreuther Tagblatt vorliegt, den Bau eines Generationenspielplatzes. Vorbild sollten die bestehenden Anlagen an Röhrensee oder Rosenau sein. Ein solcher Platz gleicht einem Fitnessstudio unter freiem Himmel, sei eine ideale Ergänzung zum bereits vorhandenen, Bolz-, Basketball- und Beachvolleyball-Platz auf der gegenüberliegenden Straßenseite und würde alle Bürger der Stadtteile Kreuz und Altstadt „in erheblichem Maße profitieren“ lassen. Dazu solle eine kleine Skate-Anlage „für Anfänger oder Neueinsteiger“ gebaut werden.

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Foto: Magdalena Dziajlo

Die Vorschläge von CSU und Bayreuther Gemeinschaft sehen vor, dort den Skate-Park zu bauen, für den im Südwesten der Stadt schon lange ein passender Ort gesucht wird. Die Stadtverwaltung verwies daraufhin aber auf ein Gutachten aus dem Jahr 2007, das zu dem Ergebnis gekommen sei, dass sich Anwohner von einer Skate-Anlage an der Scheffelstraße gestört fühlen könnten. 2007 wurde nämlich schon einmal über eine solche Anlage nachgedacht – allerdings auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort befindet sich heute ein Beachvolleyball- und ein Basketball-Platz.

Keine Einsicht in das Gutachten

Auf Nachfrage des Bayreuther Tagblatts wollte die Stadt keinen Einblick in das Gutachten gewähren, um der jetzt geplanten Diskussion im Jugendausschuss nicht vorweg zu greifen, wie es hieß. Allenvoran die mittlerweile ausgeschiedene Stadträtin der Grünen, Ulrike Gote, kritisierte das Alter des Gutachtens und dass dessen Inhalt weiten Teilen des Stadtrats nicht einmal bekannt sei. Gote, die Einblick hatte, sagt: Daraus gehe hervor, dass die Scheffelstraße mit einer Belastung von rund 60 Dezibel wesentlich lauter als ein Skate-Park sei.

Der Sportplatz des Post-SV, wie ihn die SpVgg Bayreuth hergerichtet hat. Foto. Thorsten Gütling.

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Statt für eine Skate-Anlage sprechen sich Teile der Verwaltung für den Bau eines „Trendsport-Zentrums“ an der Scheffelstraße aus. Auf den früheren Tennisplätzen sollten demnach drei Beachvolleyball-Plätze entstehen. Der bereits bestehende Platz auf der Gegenüberliegenden Straßenseite sollte dafür weichen und durch einen Beachsoccer-Platz ersetzt werden. Insgesamt will die Stadt dafür rund 210.000 Euro ausgeben.

Scheffelstraße: Skatepark zu laut für Anwohner

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Die Entscheidung scheint gefallen. Geht es nach Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und dem Jugendamt der Stadt Bayreuth, soll auf den verwilderten Tennisplätzen des Post-SV an der Scheffelstraße ein Beachvolleyball-Zentrum entstehen – und eben nicht der lange ersehnte Skatepark, der schon in der Saas nichts wurde.

Zwar fordert die CSU-Fraktion im Stadtrat an dieser Stelle explizit einen Skatepark, weil schon benachbarten Stadtteil Saas ein solcher den Jugendlichen zugesagt aber kein geeigneter Platz dafür gefunden wurde. Und auch die Fraktion der Bayreuther Gemeinschaft spricht sich in einem Antrag für einen Skate-Park oder eine “Anlage für Trendsportarten” aus. Aus der Stadtverwaltung heißt es dazu aber, eine Skate-Anlage an dieser Stelle wäre für die Anwohner zu laut.

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Gemeinsam mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GEWOG habe die Stadt die Realisierung einer Skate-Anlage an der Scheffelstraße bereits 2007 untersucht. Damals, ging es um die Umgestaltung des Spielplatzes auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Zudem verfüge die Stadt mit der derzeit gesperrten weil erneuerten Skate-Anlage an der oberen Röth, sowie den anlagen in St. Johannis und an der Schoko-Fabrik, über ein sehr gutes Angebot für Skater.

Für den Bau der Beachvolleyball-Plätze wird die Stadt ersten Berechnungen zufolge rund 210.000 Euro ausgeben müssen. Das Beachvolleyball-Feld, das es auf der gegenüberliegenden Straßenseite bereits gibt, soll im Zuge des Neubaus auf der Post-SV-Fläche zu einem Beach-Soccer-Feld umgestaltet werden. Mit der Investitionen will die Stadt eigenen Aussagen zufolge das öffentliche Freizeit- und Sportangebot weiter ausbauen. Am Montagnachmittag soll der Jugendausschuss darüber befinden. Endgültig entscheiden müsste dann der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung. Frühestens im Herbst 2020 könnten die Beachvolleyball-Felder dann gebaut werden.

 

Abenteuerspielplatz: Zukunft weiter ungewiss

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Und wieder gibt es keine Entscheidung, wie es mit dem Abenteuerspielplatz am Meranierring weitergehen soll. Eigentlich wollte der Bauausschuss am Dienstag darüber beraten, warum er nicht schon während der Haushaltsberatungen über die gestiegenen Kosten für den Neubau des Häuschens auf dem Spielplatz erfahren hat. Eigentlich! Denn daraus wurde nichts. Das Rechtsreferat hat dazu eine Untersuchung durchgeführt. Doch bereits zu Beginn der Sitzung stellte Dr. Stefan Specht (CSU) einen Geschäftsordnungsantrag. Er schlug vor, das Thema in die nächste Stadtratssitzung zu verschieben, da es nicht um die Bewilligung der Mittel oder um das Gebäude selbst ginge. Gesagt, getan. Die Mehrheit des Bauausschusses stimmte dem Antrag zu.

Wegen gravierender Mängel ist der Abenteuerspielplatz seit Januar geschlossen. Dabei handelt es sich bei der Anlage am Meranierring um mehr als nur um einen Abenteuerspielplatz. In dem Holzhaus fand bislang auch offene Jugendarbeit statt. Bis zu 50 Jugendliche tummeln sich bei gutem Wetter um die Hütte. Und auch die Kinder des Heilpädagogischen Zentrums nutzten den Spielplatz regelmäßig.

Das alte Holzhaus sollte eigentlich in diesem Jahr gegen ein neues Haus in Massivbauweise ersetzt werden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Holzhütte vor 30 Jahren nur als Provisorium auf dem Abenteuerspielplatz abgestellt wurde, wurden Mängel wie eine fehlende Dämmung, fehlende Mitarbeitertoiletten und eine Elektroheizung, die hohe Energiekosten verursacht, lange Zeit in Kauf genommen. Dann aber begann das Haus den Hang, an dem es gebaut ist, hinab zu rutschen. Mehr als 20 Zentimeter hat es sich schon bewegt. Ende 2017 schlug die Stadtratsfraktion Junges Bayreuth Alarm.

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Ein Entwurf sah daraufhin ein massives Haus mit 116 Quadratmetern Fläche, zwei Spielräumen, Toiletten und einem Büro vor. Um es am Hang zu stabilisieren, sollte ein Teil des Gebäudes unterkellert werden. Immerhin 300.000 Euro wollte der Stadtrat sich das kosten lassen. Soweit so gut.

Im März dieses Jahres hat der Bauausschuss die Neubaupläne dann kurzerhand auf Eis gelegt. Der Grund: Für ein Häuschen in dem man keineswegs wohnen sondern nur spielen soll, rief Baureferentin Urte Kelm plötzlich fast 600.000 Euro auf. Die Preissteigerung erklärte sie mit einer Baugrunduntersuchung, die schlechteste Bodenverhältnisse zutage gebracht hätte – nicht nur am Hang, sondern überall auf dem Gelände. Die Verwaltung wurde beauftragt, sich etwas einfallen zu lassen.

Im Bauausschuss blieb die Diskussion darüber nun auf Antrag von CSU-Sprecher Stefan Specht aus. Sie soll stattdessen am 29. Mai im Stadtrat weitergeführt werden.

Jugendfußball: Bayreuth bleibt Leistungszentrum

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Die SpVgg Bayreuth beherbergt auch in der nächsten Saison eines von 18 Nachwuchsleistungszentren des Bayerischen Fußball-Verbands. Das ergab die jährliche Leistungsüberprüfung.

Der Erhalt des Status zeigt, dass wir im Verein einen guten Job machen, und unterstreicht, welchen Aufwand und welche Mühe bei uns in die Nachwuchsarbeit gesteckt wird.

(Marc Reinhardt, Leiter des Nachwuchszentrums)

“Mich freut besonders, dass es in der kommenden Saison kaum Veränderungen im Trainerteam geben wird”, so der A-Lizenz-Inhaber, der mit den gezeigten sportlichen Leistungen “im Großen und Ganzen zufrieden” ist. “Im Saisonendspurt liegt jetzt vor allem der Fokus auf dem Klassenerhalt der U17.” Der Standort Bayreuth hat den NLZ-Status seit 2011 inne.

Wir sind mit der Arbeit unserer Partnervereine sehr zufrieden. Unsere Talente werden an allen Standorten professionell gefördert und bestmöglich auf eine mögliche Karriere im Profifußball vorbereitet. Deshalb haben wir auch einstimmig beschlossen, die bestehenden Partnerschaften um ein weiteres Jahr zu verlängern.

(Florian Weißmann, Verbands-Jugendleiter)

Die aktuell 18 Nachwuchsleistungszentren bilden eine Schnittstelle zwischen den bayernweit 64 DFB-Stützpunkten und den Nachwuchsleistungszentren der Profivereine. Ziel ist eine flächendeckende, hochqualifizierte Eliteförderung von jungen Fußballtalenten in ganz Bayern, ohne dass die Jugendlichen ihr soziales Umfeld verlassen und lange Fahrtstrecken auf sich nehmen müssen. Darüber hinaus bieten die Nachwuchsleistungszentren auch Talenten, die den letzten Schritt in den Profifußball nicht geschafft haben, eine attraktive sportliche Perspektive im bayerischen Amateur-Spitzenfußball.

Sechs Prozent werden Profi

Das Internationale Fußball-Institut in Ismaning hat 2017 gemeinsam mit dem BFV den “bayerischen Weg” der besonderen Nachwuchsförderung im Freistaat untersucht. Ergebnis der Studie: Wer eines der Nachwuchsleistungszentren besucht, hat nachweislich deutlich größere Chancen, später einmal den Sprung in ein Bundesliga-Leistungszentrum zu schaffen und auch im Profifußball Tritt zu fassen. Sechs Prozent der Spieler (untersucht wurden über 6000 Profile) schafften den Sprung in einen Verein der ersten bis vierten Liga, wo hingegen die Quote bei den reinen DFB-Stützpunkt-Absolventen bei 2,5 Prozent liegt.

Arbeit trifft Urlaub: Stadt bietet Ferienjobs in Italien

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Für die im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Bayreuth und La Spezia angebotenen Ferienjobs in der italienischen Partnerstadt sind noch Plätze frei.

Die Ferienjobs für Schüler und Studierende dauern vom 1. bis 31. August. Voraussetzungen dafür sind die Volljährigkeit und ausreichende Kenntnisse der Landessprache Italienisch. Die Ferienjobs werden in den Museen oder im Tourismusbereich der Stadt La Spezia angeboten. Die Unterbringung in der Partnerstadt ist kostenlos, außerdem gibt es eine Vergütung.

Bewerbungen, also Anschreiben und Lebenslauf, müssen in deutscher und italienischer Sprache an das Amt für Kinder, Jugend und Familie, Rathaus II, Dr.-Franz-Straße 6, 95445 Bayreuth, gerichtet werden. Die Mitarbeiter des Jugendamtes der Stadt stehen für weitere Auskünfte unter Telefon 0921/251251 zur Verfügung.

Ü-16-Party: Micaela Schäfer ruft das Jugendamt auf den Plan

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Die Party kann steigen. Erotik-Model und Dschungelcamp-Teilnehmerin Micaela Schäfer darf in Regensburg auftreten. Eine Selbstverständlichkeit ist das keineswegs. Eltern hatten das zuvor zu verhindern versucht.

Denn Schäfer wird auf der sogenannten Schools Out-Party 2.0 auftreten, einer Party also für Jugendliche. Erst will sie Platten auflegen, dann Autogramme schreiben. Und Schäfer, eigenen Angaben zufolge Deutschlands bekanntester Nackt-Promi, hat bereits im Vorfeld in einem Video angekündigt, womit noch zu rechnen ist: dass sie die Hüllen fallen lässt.

Die Ankündigung rief einige Eltern auf den Plan. Das Regensburger Amt für Jugendschutz wurde eingeschaltet. Tagelang wurde überlegt, wie mit den Beschwerden umzugehen sei. Ob gar die Altersbeschränkung für die Party auf 18 Jahre angehoben werden müsste.

Das Jugendamt hat heute sein Go gegeben.

(Pierre van Hooven, Radiomoderator und Partyveranstalter)

Heute dann die Entscheidung. “Das Jugendamt hat heute sein Go gegeben”, sagt Pierre van Hooven. Er ist Radiomoderator und Party-Veranstalter in Regensburg. Auf Nachfrage des bt sagt er: Voraussetzung für die  Genehmigung des Jugendamts ist aber: van Hooven musste schriftlich versichern, dass sich Micaela Schäfer bei der Veranstaltung nicht komplett nackig macht. Volker Sgolik, der Leiter des Regensburger Jugendamts, bestätigt das.

Micaela ist ziemlich unberechenbar. Solange sie den String anlässt, sind die Voraussetzungen aber erfüllt.

(Pierre van Hooven, Veranstalter)

Gar nicht so einfach, das völlige Blankziehen Schäfers zu verhindern, weiß van Hooven, der den Nackt-Promi schon von einigen anderen Veranstaltungen zu kennen angibt. “Micaela ist ziemlich unberechenbar. Solange sie den String anlässt, sind die Voraussetzungen aber erfüllt.”

Erinnerungsfoto aus alten Tagen: Pierre van Hooven und Micaela Schäfer.Foto: red

Van Hooven sagt, dass er seit 2013 Partys in Regensburg veranstalte und, dass er einen solchen Bohei noch nie erlebt habe. Als bekämen 16-Jährige heutzutage auf ihren Handys nicht längst viel mehr als nur nackte Brüste zu sehen, sagt der Veranstalter. Allerdings: Der Club in dem Schäfer die Hüllen fallen zu lassen angekündigt hat, ist direkt gegenüber des Regensburger Doms. Vielleicht stehe die Party im streng katholischen Regensburg auch deshalb unter besonderer Beobachtung, sagt van Hooven.

Immerhin: Der Streit zwischen Veranstalter, Eltern und dem Jugendamt entpuppt sich als ideale Werbung für die Veranstaltung. Mittlerweile sei der Fernsehsender RTL auf die Party aufmerksam geworden und wolle ein Kamera-Team schicken, sagt van Hooven. Auch mit einem ordentlichen Ansturm an der Tür rechnet der Veranstalter.

Die meist besuchte 16+ Party der Stadt war von uns!

(Pierre van Hooven auf Facebook)

600 Gäste passen in den Club Helga, in dem Micaela Schäfer am 22. März auftreten wird. Über 1.000 sollen schon einmal zu einer Veranstaltung van Hoovens gekommen sein, der damit wirbt, die größte Ü-16-Party veranstaltet zu haben, die Regensburg je gesehen hat.

Sintflut überstanden: Jugendherberge Bayreuth öffnet am Wochenende

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Gleich drei Wasserschäden musste die neu gebaute Jugendherberge Bayreuth im Jahr 2017 überstehen. Nach etwas über einem Jahr eröffnet sie dieses Wochenende zum zweiten Mal – zumindest im Teilbetrieb. Eine Geschichte von Zusammenhalt und starken Nerven.

Die Bagger, Handwerker und Bauteile lassen kaum erahnen, dass bereits in wenigen Tagen die ersten Gäste eintreffen werden. Die zweiten ersten Gäste. Denn eigentlich wurde das Hostel bereits im Juni 2017 eröffnet. Nachdem die Stadt Bayreuth viele Jahre eine kleine Jugendherberge am selben Standort betrieb, schrieb sie das Gelände im Jahr 2013 aus, das Deutsches Jugendherbergswerk (DJH) gewann und ließ ab 2015 dort ein modernes Haus mit 180 Betten bauen.

“Die ersten beiden Monate nach Eröffnung 2017 waren schon im Voraus komplett ausgebucht.” erinnert sich Anja Kurt, heute wie damals Leiterin der Herberge. Es sah nach einer gutbesuchten Zukunft aus, sogar in Japan wurde über die Anlage berichtet. Doch dann begann eine Wasserschadentragödie in drei Akten.

“Das Haus lebt mit seinen Gästen” sagt Kurth, als sie von Wasserschaden Nummer 1 berichtet. Eine Muffe war bei Bau nicht fest verschweißt worden. Sehen konnte man das bei der Abnahme nicht. Und erst, als die Wasserleitungen von den Gästen auch normal beansprucht worden, brach das Leck. Unsichtbar, hinter einer Verkleidung. Die Lücke so klein, dass sie nur durch den Einsatz von gefärbtem Wasser gefunden wurde.
“Wir dachten, dass wir nur ein oder zwei Zimmer ausräumen müssen” sagt Kurth. Der Betrieb ging weiter.

Wasserschaden Nummer 2 ließ nur einen Monat auf sich warten. Nach einem Stromausfall arbeiteten Heizungspumpen nicht. Die Konsistenz im Inneren der Rohre änderte sich. Dies im Zusammenspiel mit einem falsch verbauten Eckventil führte zur zweiten Katastrophe: Wasser sickerte durch die Zwischendecke und tropfte in untenliegende Räume. Notdürftig blieb die Jugendherberge weiterhin geöffnet.

Richtig Schluss war dann nach Wasserschaden Nummer 3. In einer Novembernacht platzte ein Kugelhahnventil in einem unbelegten Zimmer. Richtig schön warmes Wasser hat den Raum geflutet, man hätte damit duschen können, erzählt Kurth. “Wir haben es erst gemerkt, als eine Mitarbeiterin mir gesagt hat, dass es hinter der Türe rauscht.” Komplette Schließung der Herberge war das Ergebnis.

Der TÜV Süd prüfte das Ventil. Technisch einwandfrei. Somit sind alle drei Wasserschäden die Folge menschlicher Fehler. Die verantwortliche, örtliche Sanitärfirma – ging bereits nach dem ersten Vorfall insolvent. “In der freien Wirtschaft wäre da für uns wohl Schluss gewesen. Das Haus hätte endgültig schließen müssen” Darum ist Anja Kurth froh, dass die Jugendherberge zum DJH gehört. Personal konnte auf andere Häuser verteilt werden, Gelder für Trockenlegung und Wiederherstellung wurden bereitgestellt. Die gelagerten Lebensmittel zu anderen Häusern gebracht und dort verkauft. Dass solche Dramen an den Nerven zehren ist klar. Läge Anja Kurth das Haus nicht so am Herzen, hätte sie wahrscheinlich nicht weitergemacht, erzählt sie.

Rund ein Drittel der ursprünglichen Baukosten hat die Renovierung bisher gekostet. Jetzt soll es aber weitergehen, wenn auch nicht sofort in vollem Umfang. 16 Zimmer sind bezugsfähig – und bereits vollständig ausgebucht. Auch Buchungen für das übrige Haus liegen bereits vor. “Wir hoffen, dass wir Ende September alles eröffnen können.” Dann darf auch das gesamte Personal wieder seinen Dienst in der Jugendherberge Bayreuth antreten. Laut Kurth sind fast alle Mitarbeiter wieder an Bord.

Und ein Gutes hat die ungeplante Schließung auch: “Wir konnten in aller Ruhe den Außenbereich mit Volleyballfeld fertigstellen.”

In unserer Bildergalerie finden Sie Fotos des Hostels während des Umbaus. Für Buchungen und Fotos des fertigen Hauses (aus dem Jahr 2017) folgen Sie einfach diesem Link.