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Universität Bayreuth erzielt hervorragende Ergebnisse im internationalen Vergleich

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In internationalen Rankings hat die Universität Bayreuth sehr gute Ergebnisse erzielt. Besonders für internationale Studenten sind diese Rankings ausschlaggebend.

Bayreuther Klimawald für Umweltpreis nominiert

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Der Klimawald Bayreuth wurde für den Wettbewerb “Blauer Kompass 2020” des Umweltbundesamtes nominiert. Seit dem 31. März 2020 können alle Sympathisanten nun unter diesem Link online für den Bayreuther Klimawald abstimmen. Das Voting läuft bis zum 20. April 2020.

Der Klimawald Bayreuth ist für den Wettbewerb “Blauer Kompass 2020” nominiert

Als der Klimawald im April 2019 gepflanzt wurde, war das Bayreuther Tagblatt mit dabei. Studenten des Masterstudiengangs Global Change Ecology (GCE) haben das Projekt initiiert. Umgesetzt haben die Studenten den Klimawald dann mit der Stadtförsterei, AELF Bayreuth, Ökologisch-Botanischem Garten sowie einigen Freiwilligen.

Das Projekt soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über 270 Helfer waren beim Anpflanzen der Bäume dabei. Im Sommer hatte der Klimawald dann mit ausbleibenden Regenfällen zu kämpfen. Nun ist das Projekt für den “Blauen Kompass” nominiert.

In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße findet die Pflanzaktion zum Klimawald statt.

In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße fand die Pflanzaktion zum Klimawald statt. Foto: Carolin Richter

Das ist der Blaue Kompass

Mit dem ‚Blauen Kompass‘ zeichnet das Umweltbundesamt Projekte zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels aus. Diese Projekte finden innovative Antworten auf die zunehmend häufigen und intensiven Klimafolgen in Deutschland. Von insgesamt 160 eingegangenen Bewerbungen hat es der Klimawald Bayreuth unter die fünfzehn nominierten Projekte geschafft.

Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt einen Preisträgerfilm und wird am 26. Juni 2020 im Bundesumweltministerium in Berlin ausgezeichnet. Zusätzlich zur öffentlichen Abstimmung für den Publikumspreis gibt es drei zusätzliche Jury-Preise.

940.000 Euro für die Uni Bayreuth

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Zum Jahresbeginn ist an der Uni Bayreuth viel los. Hier gibt’s alle Infos zu den erfreulichen Neuigkeiten zu Jahresbeginn.

Uni Bayreuth ist eine der nachhaltigsten auf der gesamten Welt

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Die Universität Bayreuth zählt in puncto Nachhaltigkeit zur Spitzengruppe der Hochschulen weltweit. Im „UI GreenMetric World University Ranking 2019“ liegt sie im globalen Vergleich auf Platz 26 und in Deutschland auf dem dritten Platz. Das berichtet die Uni Bayreuth in einer Mitteilung.

Uni Bayreuth: Platz 26 von 780 Hochschulen

Insgesamt haben 780 Hochschulen aus 85 Ländern an diesem Ranking teilgenommen. Es handelt sich um das erste und bisher einzige weltweite Hochschulranking, das ausschließlich mit Kriterien der Nachhaltigkeit arbeitet. Es wird seit 2010 jährlich von der Universitas Indonesia in Jakarta herausgegeben.

Jede Hochschule, die in diesem Jahr am „UI GreenMetric World University Ranking“ teilgenommen hat, erhielt eine Wertung in insgesamt sechs Kategorien der Nachhaltigkeit: Im Bereich „Umgebung und Infrastruktur“ liegt die Universität Bayreuth bundesweit auf Platz 1, heißt es in einer Mitteilung der Universität Bayreuth.

Dabei fallen beispielsweise der hohe Anteil von „Open Air-Flächen“ am gesamten Campusgelände sowie die Anzahl und Größe der Grünflächen ins Gewicht. Den ersten Platz in Deutschland erzielt sie auch im Bereich „Abfälle“. Darin spiegelt sich der Erfolg zahlreicher Initiativen auf dem Campus wider, die sich dafür einsetzen, Papier- und Plastikabfälle signifikant zu verringern und das Recycling von Wertstoffen weiter auszubauen. Beispiel hierfür ist das im Oktober 2019 gestartete, in Deutschland einzigartige Mehrwegsystem für Kaffee- und Getränkebecher.

Nachhaltigkeit an der Universität Bayreuth

Auch in den Kategorien „Wasser“, „Transport“ sowie „Studium und Forschung“ („Education“) schneidet die Universität Bayreuth sehr gut ab. Sie erzielt im bundesweiten Vergleich jeweils den dritten Platz. Entscheidende Faktoren sind beispielsweise der effiziente und sparsame Umgang mit Wasser, die Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs, beispielsweise mit einer neu errichteten Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt, sowie der Ausbau der Elektromobilität mit E-Tankstellen.

Hinzu kommen die gute Anbindung des Campus an den öffentlichen Nahverkehr und nicht zuletzt die starke Präsenz des Themas „Nachhaltigkeit“ in Studium und Forschung, in Publikationen und studentischen Aktivitäten. In der Kategorie „Energie und Klimawandel“ wiederum kann der Bayreuther Campus mit geringen Treibhausgas-Emissionen und einem niedrigen Kohlenstoff-Fußabdruck pro Kopf punkten, heißt es in der Mitteilung.

Uni Bayreuth: Green Campus

Vor mehr als drei Jahren wurde von der Hochschulleitung der Universität Bayreuth die Initiative „GreenCampus“ ins Leben gerufen. Sie bündelt alle Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit auf dem Campus und unterstützt potenzielle neue Akteure bei der Umsetzung. Das Team umfasst aktuell sechs studentische Mitarbeiter*innen und zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und wird von Prof.

Britta Planer-Friedrich (Umweltgeochemie) und Prof. Dr. Maximilian Röglinger (Wertorientiertes Prozessmanagement) geleitet. Derzeit erarbeitet GreenCampus in enger Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung eine ganzheitliche, sozial ausgewogene und ökologisch ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie für die Universität Bayreuth, die alle Interessensgruppen der Universität einbezieht.

Uni Bayreuth unter den besten jungen Universitäten weltweit

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Die Universität Bayreuth liegt im “Nature Index 2019 Young Universities” in der Spitzengruppe. Dieses nun veröffentlichte, globale Ranking bewertet Unis und Forschungseinrichtungen nach ihrem Anteil an den Publikationen in der naturwissenschaftlichen Spitzenforschung.

Betrachtet werden dabei Einrichtungen, die weniger als 50 Jahre existieren. In der Rangliste der 175 besten Universitäten der Welt kommt die Bayreuther Uni dabei auf Rang 21. Innerhalb Deutschlands liegt die Wagnerstadt somit auf Platz zwei.

Teil der Champions League

Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll die herausragenden Leistungen und internationale Sichtbarkeit der Universität Bayreuth auf zentralen Feldern der naturwissenschaftlichen Forschung. Indem wir Forschungskompetenzen in interdisziplinär ausgerichteten Profilfeldern vernetzen und weltweit mit hochkarätigen Forschungspartnern zusammenarbeiten, sind wir als junge Universität in der internationalen ‚Champions League‘ präsent

(Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth)

Über 500 Einrichtungen weltweit

Der „Nature Index 2019 Young Universities“ listet weltweit 500 Einrichtungen (darunter auch Universitäten) die 2018 die größten Anteile an Veröffentlichungen in 82 führenden naturwissenschaftlichen Zeitschriften hatten. 2019 wurde erstmals ein neues Ranking-Verfahren angewendet. Dabei steht die Zahl der Spitzenpublikationen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Veröffentlichungen, soweit diese über eine bestimmte Datenbank erfasst ist. Infolge dieser Gewichtung treten die Forschungsleistungen kleinerer Universitäten stärker hervor als in den früheren ‚absoluten‘ Rankings des „Nature Index“.

Die Uni Bayreuth feiert am Donnerstag ihren akademischen Jahrestag. Mit dabei: Sascha Lobo.

Vor 50 Jahren: Warum Bayreuth Universitätsstadt wurde

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Genau heute vor 50 Jahren, am 21. Oktober 1969, wird Willy Brandt zum Bundeskanzler gewählt. Sein Wahlkampf führte Brandt kurz vor dem Gang an die Wahlurnen auch nach Bayreuth. An diesem Tag forderte Oberbürgermeister Hans-Walter Wild eine eigene Universität für Bayreuth.

Und so wurde auch die Uni Bayreuth im September 50 Jahre alt. Hobbyhistoriker Stephan Müller blickt zurück auf den Tag, an dem in Bayreuth zum ersten Mal von einer eigenen Uni die Rede war.


Erst herrschte Stille. Dann ging ein leises Raunen durch die Menge. Was hat er da eben zu Willy Brandt gesagt? Jetzt übertreibt er aber! Weit über 4.000 Bayreuther waren an diesem Freitag, dem 19. September 1969, zum Luitpoldplatz gekommen um den Kanzlerkandidaten der SPD zu hören. Die Spannung war förmlich mit Händen zu greifen. Nur noch neun Tage waren es bis zum Gang an die Wahlurne. Würde Kurt Georg Kiesinger von der CDU Bundeskanzler bleiben oder wird “sein” Außenminister, der SPD-Politiker Willy Brandt, neuer Chef der Bundesregierung? Je näher die Bundestagswahl rückte, desto mehr nahmen die Differenzen zwischen den Partnern der großen Koalition zu. Größer konnte die Polarisierung, die bundesweit zu einer Wahlbeteiligung von 86,78 Prozent führen sollte, kaum sein.

Im Cabrio fährt Willy Brandt über die Maxstraße. Archivfoto: Stiftung Bernd Mayer

Wahlkampf in Bayreuth

In seinem Wahlkampf kam Willy Brandt auch nach Bayreuth. Eine große Bühne für Hans-Walter Wild! Der Bayreuther Oberbürgermeister begrüßte „seinen Freund” Willy Brandt, lobte dessen Arbeit in der Bundesregierung, kam aber dann sehr schnell auf die lokalen Probleme zu sprechen.

Das Gebiet Nordostbayern erlebt nach den Jahren des Wiederaufbaues und der Anpassung an die schicksalhafte Grenzziehung zur DDR und CSSR hin eine Phase wirtschaftlicher Stagnation mit starken Abwanderungstendenzen.

(Hans-Walter Wild, Oberbürgermeister)

Mit großer Besorgnis wies er auf die negativen Prognosen hin und stellte fest, dass es sofortiger, neuer Impulse zu einer wirksamen Strukturverbesserung bedürfe:

Wir fordern, dass geprüft wird, inwieweit bei der Errichtung neuer Landes-Universitäten auch die Stadt Bayreuth als Standort einer Grenzland-Universität in Frage kommt.

(Hans-Walter Wild, Oberbürgermeister)

Mit einer gezielt gesetzten Pause ließ er seinen Satz wirken. Ja, er hatte soeben für seine 64.000-Einwohner-Stadt eine Universität gefordert.

Bei Willy Brandts Wahlkampfveranstaltung am Bayreuther Luitpoldplatz fordert Oberbürgermeister Hans-Walter Wild am 19. September 1969 die Errichtung einer “Grenzlanduniversität” in Bayreuth. Archivfoto: Stiftung Bernd Mayer

Ein Beamter ist gefragt

Nun begann die Arbeit von Hans Eschlwöch, der als Rechtsdirektor jahrzehntelang eine Schlüsselfigur im Bayreuther Rathaus war. Wild hatte Eschlwöch stets als seinen Lehrmeister und als Praktiker bezeichnet, der nicht ständig über bürokratische Zwirnsfäden stolpert. Nun forderte der Oberbürgermeister seinen „ersten Beamten” auf, seine Forderung auch auf dem Verwaltungswege in die richtigen Bahnen zu lenken – frei nach dem Motto: „Jetzt hab ich es gesagt, jetzt wird es auch gemacht.”

Der Auftrag verursachte bei Hans Eschlwöch zunächst einmal Stirnrunzeln. Wie war die Sachlage? Die Entscheidung für eine neue Landes-Universität lag in München. Bei der Bundestagswahl am 28. September 1969 wurde Willy Brandt tatsächlich zum Bundeskanzler gewählt. Die Laune des jüngst abgewählten bisherigen Finanzministers Franz-Josef Strauß war ziemlich schlecht. Wie würde wohl der CSU-Vorsitzende und Chef der Bonner CSU-Landesgruppe in München auf das Vorhaben des Bayreuther SPD-Oberbürgermeisters reagieren?

Am 25. November 1969 übergibt Oberbürgermeister Hans Walter Wild dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Alfons Goppel und seinem Kultusminister Dr. Ludwig Huber die “Universitätsgedenkschrift” des Stadtrates Bayreuth. Archivfoto: Stiftung Bernd Mayer

Bayreuther bleiben gelassen

In seiner Glosse „Lektion über die Bayreuther“ schrieb Erich Rappl, langjähriger Chefredakteur des Bayreuther Tagblatts, im Jahr 1970:

Neuerdings träumt man davon, der Wagnerstadt einen weiteren zusätzlichen Glanz zu verschaffen: Bayreuth soll Universitätsstadt werden. Dass die Initiative dazu von Neubürgern, insbesondere von dem aus Würzburg stammenden, eminent rührigen Oberbürgermeister Hans Walter Wild ausgeht, liegt auf der Hand. Die Altbürger sehen auch dieser Entwicklung mit Gelassenheit entgegen. Doch werden sie, wenn es eines Tages so weit sein sollte, der Universität ganz ohne Zweifel wohlwollend Beifall klatschen. Und sie werden die neue, zusätzliche Würde ihrem Selbstbewusstsein ebenso einverleiben, wie sie das Ehrendiplom der Festspielstadt annektierten – und wenn sie gelegentlich darüber murren, protzeln, stöhnen und meckern. Denn das Stöhnen, Meckern und Klagen ist in Bayreuth ein Ausdruck allgemeinen Wohlbehagens, des Einverständnisses mit sich selber.

(Erich Rappl, Chefredakteur des Bayreuther Tagblatts)

Archivfoto: Stiftung Bernd Mayer

Ein Fackelzug geht durch die Stadt

Die Entscheidung für die Errichtung der Universität Bayreuth fiel am 14. Dezember 1971. Der Bayerische Landtag ab grünes Licht für die Universität Bayreuth, die im Endausbau über 9.000 Studierende aufnehmen sollte. Die Nachricht verbreitet sich in Windeseile. Aus Freude darüber formierte sich ein spontaner Fackelzug durch die Innenstadt. Erich Rappl beschrieb die Szenerie wie folgt:

Der gut und gerne tausend Meter lange Lichterbandwurm legte für eine halbe Stunde den Verkehr in der Innenstadt lahm. Doch gab’s diesmal kein Protestgehupe. Die Fahrer, deren Autos vor den Ampeln Schlange standen und die vielen, die sich das wandernde Lichterfest vom Gehsteig aus ansahen, wussten, worum es ging. Und wenn sie auch nicht jubelten oder applaudierten – was nun einmal nicht Bayreuther Art ist – so bezeugte doch mancherlei Grüßen und Winken eine Mitfreude, ganz besonders mit dem rechten Flügelmann an der Spitze des Zugs, der über zwei Jahre lange mit beispielloser Zähigkeit und äußerstem persönlichem Einsatz um den Erfolg dieses Tages gekämpft hatte: Hans Walter Wild.

(Erich Rappl, Chefredakteur des Bayreuther Tagblatts)

In seiner Autobiographie “Denk ich an damals” erinnert sich Hans Walter Wild an diese Entscheidung:

Es war die wahrscheinlich bedeutendste stadtgeschichtliche Entscheidung im 20. Jahrhundert, die nur mit der Verlegung des markgräflichen Hofes nach Bayreuth und der Gründung der Richard-Wagner-Festspiele vergleichbar ist.

(Hans Walter Wild, Oberbürgermeister)


Text: Stephan Müller



Stephan Müller (53) ist Stadtrat, Hobbyhistoriker, freiberuflicher Journalist und Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte Bayreuths. Für das Bayreuther Tagblatt hat er sein Archiv geöffnet. Die besten Anekdoten gibt es immer wieder hier beim bt.

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Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible

Uni: Stefan Leible zum Hochschulmanager des Jahres nominiert

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Uni-Präsident Stefan Leible gehört zu den sechs Finalisten für die Auszeichnung zum “Hochschulmanager des Jahres”. Mehr dazu gibt’s hier!

Außergewöhnliche Führungsleistungen

Seit 2013 vergibt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHW) zusammen mit der Wochenzeitung DIE ZEIT die Auszeichnung für den besten Hochschulmanager. Dabei nominiert eine Jury die Persönlichkeiten, die die Entwicklung ihrer Hochschule mit außergewöhnlichen Führungsleistungen geprägt haben. Das Komitee vergibt den Preis am 23. Oktober 2019 im Rahmen der Berliner ZEIT-Konferenz “Hochschule & Bildung”.

Innovation

Leible leitet seit 2013 die Uni in Bayreuth. Selbst ist er Professor für Zivilrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung.

Als Präsident legt Leible Wert auf ein Zusammenspiel von Forschung und Lehre und die Ansiedlung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Uni und regionalen Unternehmen ist für ihn zentral.

Prof. Dr. Stefan Leible. Foto: Katharina Ahnefeld.

Die Jury schätzt den 55-jährigen Hochschulleiter als „Antreiber“ ein, der die Zukunft im Blick hat. Damit habe er die Universität auf einen guten Weg gebracht. Seine Vizepräsidenten und der Hochschulratsvorsitzende beschreiben ihn als „mitnehmend“, zielstrebig und offen, wie die Uni mitteilt.

Es tut sich etwas

In Leibles Amtszeit hat sich an der Bayreuther Hochschule viel getan. Neben der Eröffnung der neuen Fakultät für Lebenswissenschaften in Kulmbach und des Instituts für Fränkische Landesgeschichte in Thurnau wurde auch das Bayerische Polymerinstitut gegründet. Daneben sind auch weitere Projekte wie der Medizincampus Oberfranken entstanden.

Mehr Studenten, große Projekte: Die Uni wächst weiter

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Universitätspräsident Stefan Leible hat Grund zur Freude. Bei der Jahrespressekonferenz der Uni Bayreuth verkündete der Präsident, dass die Bayreuther Universität national und international höchst attraktiv sei. Insgesamt 13.660 Studierende und knapp 1.500 Forschende würden ihm dabei recht geben. Rückenwind komme dabei von der Hightech Agenda der Staatsregierung.

Damit macht die Staatsregierung deutlich, dass Spitzenforschung und innovative Wissenschaft nicht nur in den Metropolen stattfinden.

(Universitätspräsident Stefan Leible)

Bayreuther Projekte gesichert

Leible unterstütze das Milliardenprogramm des Ministerpräsidenten. Dieses würde dafür sorgen, dass die Unis in Bayern weiterhin Spitzenforschung betreiben können, so auch Bayreuth. Die Nachricht, dass Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Bayreuther Projekte, wie z.B. das Zentrum für Batterietechnik BayBatt verlässlich finanzieren wolle, habe daher natürlich für Freude an der Uni gesorgt.

Neben dem Batteriezentrum sei nun auch die Fakultät für Lebenswissenschaften in Kulmbach und das Institut für Entrepreneurship und Innovation gesichert.

Foto: Redaktion.

Zahlen zum Wintersemester 2019/2020

  • Im neuen Semester werden voraussichtlich 13.660 Menschen an der Uni Bayreuth studieren.
  • Insgesamt promovieren hier 1.216 Nachwuchswissenschaftler.
  • An der Uni Bayreuth arbeiten derzeit 184 Professoren und 54 Professorinnen.
  • Unterstützt werden sie von 1.259 wissenschaftlichen und 965 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Das gibt es nur in Bayreuth: Neuer Studiengang Sportökologie

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Ob Mountainbiking, Kanufahren oder Bergwandern – viele populäre Outdoor-Sportarten haben Folgen für Natur und Umwelt. Mit diesen Wechselwirkungen befasst sich jetzt Prof. Dr. Manuel Steinbauer an der Universität Bayreuth. Er hat er die deutschlandweit erste und einzige Professur für Sportökologie inne.

Zukunftsweisende Verbindungen zwischen unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten zu schaffen, war schon immer ein Markenzeichen der Universität Bayreuth.

(Prof. Dr. Manuel Steinbauer)

Der Prof:

Von 2004 bis 2009 hat Steinbauer an der Universität Bayreuth Geoökologie sowie Global Change Ecology studiert und anschließend bei Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein mit einer Arbeit zur Biodiversität promoviert. Anschließend wechselte er als Postdoc an die Universität Aarhus in Dänemark, 2018 erhielt er eine Professur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Mit der Übernahme der neuen Professur ist er jetzt an seine alte Uni zurückgekehrt. Aufgrund seiner Forschungserfahrungen in der Ökologie und der Klimafolgenforschung wird er zugleich mit einer weiteren Forschungseinrichtung auf dem Bayreuther Campus eng zusammenarbeiten: dem Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER).

Das Fach:

Forschung und Lehre in der Sportökologie erstrecken sich auf eine Vielzahl natur-, kultur- und wirtschaftswissenschaftlicher Themen: Dazu zählen beispielsweise der Sporttourismus und seine Auswirkungen auf Ökosysteme, die umweltverträgliche Gestaltung von Sportstätten oder die Wechselwirkungen zwischen Sportverhalten, Naturerlebnis und Gesundheitszustand. Bei allen diesen Themen soll für die Bayreuther Sportökologie der Gedanke der Nachhaltigkeit – in ökologischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht – im Vordergrund stehen. Die Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Sowohl die Sport- und Gesundheitswissenschaften als auch die Ökologie gehören heute zu den Forschungsgebieten mit der am schnellsten steigenden Verfügbarkeit großer Datensätze (…) Die Gewinnung und Analyse von Messdaten an den Schnittstellen von Gesundheit, Outdoor-Sport und Umwelt wird ein wichtiger Schwerpunkt der Bayreuther Sportökologie sein.

(Prof. Dr. Manuel Steinbauer)

 

Uneinigkeit im Stadtrat: Braucht Bayreuth ein Zentrum für Gründer?

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Auf dem Universitätsgelände soll ein regionales Gründer- und Innovationszentrum (kurz: RIZ) gebaut werden. Es soll ein Ort entstehen, an dem sich Unternehmen untereinander, vor allem aber auch mit der Wissenschaft austauschen können. Start-Ups, junge Gründer und etablierte Unternehmen der Region sollen dabei unterstützt werden, zu wachsen. Gründer, die ein Jahr lang am Institut für Entrepreneurship waren und weitere Unterstützung brauchen, sollen diese im RIZ für bis zu fünf Jahre finden.

Das Projekt soll rund 16 Millionen Euro kosten. Knapp die Hälfte der Kosten, 7,5 Millionen, könnten laut Aussage der Regierung von Oberfranken über Fördermittel des Freistaats Bayern finanziert werden. Ein bereits gestellter Antrag sichert die Mittel aber nur bis Ende 2019 zu. Für den Fall, dass es zu Verzögerungen beim Förderbescheid kommt, möchte sich die Stadt absichern. Im September will sie einen neuen Förderantrag abgeben, um zu verhindern, dass die Fördermittel verfallen.

Die nächsten Schritte

Dazu muss die Stadt allerdings einen Finanzierungsnachweis vorlegen und versichern, dass sie den Eigenanteil der Kosten für den Bau des RIZ stemmen und das voraussichtlich anfallende Defizit über mindestens 15 Jahre tragen kann. Das Problem hierbei: Wie hoch das jährliche Defizit ausfallen wird, kann noch niemand sagen.

Deshalb soll das mögliche Defizit nun ermittelt und in der Stadtratssitzung am 25. September diskutiert werden.

Den Antrag will die Stadt aber schon am 2. September einreichen. Derzeit ist die Verwaltung außerdem noch dabei, die Kostenprognose zu überarbeiten, eine Fachkanzlei zu beauftragen, um die geeignete Betriebsform zu ermitteln sowie die genauen Ziele des RIZ zu benennen.

Entscheidung in der September-Sitzung

Wie Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe in der Sitzung des Ferienausschusses sagt, sollen die Fraktionen nun genug Zeit haben, die weiteren Schritte zu diskutieren, um im September eine Entscheidung treffen zu können. Ihre persönliche Meinung zu dem Projekt:

Das RIZ gibt erhebliche Impulse für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region.

(Brigitte Merk-Erbe, Oberbürgermeisterin)

Im Ferienausschuss zeigt sich allerdings, dass das Thema die Fraktionen scheidet. Nicht jeder sieht den Nutzen des Zentrums. Vor allem für das Innovationszentrum sieht Stefan Schlags (Grüne) keine sinnvollen Argumente. Er fragt: “Wollen wir uns einen weiteren Verlustbringer wie die Lohengrin-Therme für die nächsten 15 Jahre ans Bein binden?” Er forderte eine Konkretisierung, worin die Leistung des Innovationszentrums und damit der Zusammenarbeit mit der Uni besteht.

Immer wieder wurden in der Vergangenheit aus Reihen der Grünen Stimmen laut, die befürchteten, die Uni könnte sich durch das RIZ aus ihrer Verantwortung stehlen, die jungen Unternehmer ordentlich auf den Markt vorzubereiten – und sich an den Kosten des RIZ noch nicht einmal beteiligen zu müssen.