Beiträge

Neue Baustellen in Bayreuth im Überblick

Wo im Stadtgebiet Bayreuth derzeit gebaut wird, wie lange die Arbeiten dauern und wie man sie umfahren kann? Alle Infos dazu hier.

Bayreuth: Zwei weitere Brücken müssen erneuert werden

Der Neubau der Hochbrücke in Bayreuth ist seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Jetzt müssen zwei weitere Brücken erneuert werden.

Die umstrittensten Bauprojekte Bayreuths

Bauprojekte gab es 2019 in Bayreuth mehr als genug. Das Bayreuther Tagblatt blickt zurück auf drei umstrittene Projekte des Jahres.

Friedrichsforum – von 55 auf knapp 80 Millionen Euro

Foto: Redaktion

Das Friedrichsforum zählt zu den größten Baustellen Bayreuths. Seit September 2016 wird die ehemalige Stadthalle saniert und erweitert. Inzwischen wurde auch bekannt, dass die Kosten erheblich steigen sollen. Statt von ursprünglich 55 Millionen ist inzwischen von knapp 80 Millionen Euro die Rede. Ein Thema das nicht nur im Stadtrat für Diskussionen sorgte. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen gewagt: So sieht es auf der Baustelle in Bayreuth aus.

Mehr dazu:

Eichelberg – 100 Bauplätze im Naherholungsgebiet

Foto: Redaktion

Seit April erhitzt ein geplantes Neubaugebiet am Eichelberg die Gemüter. Geht es nach der Stadt Bayreuth, sollen dort 100 neue Wohneinheiten entstehen. Doch das Projekt ist umstritten. Die Bürgerinitiative Eichelberg will das Bauvorhaben stoppen.

Auch interessant:

Graserschule – Hausschwamm und endlose Diskussionen

Die Graserschule in Bayreuth ist von einem Hausschwamm befallen.

Die Graserschule in Bayreuth ist von einem Hausschwamm befallen. Foto: Christoph Wiedemann

Nachdem an der Graserschule der „echte Hausschwamm“ festgestellt wurde, sollte auch das Sanierungskonzept dementsprechend angepasst werden. Doch der Bauausschuss stoppte das Vorhaben. Das wollten einige Fraktionen so nicht hinnehmen und stellten Nachprüfungsanträge. Also ging es im Stadtrat erneut um die Sanierung der Graserschule – inklusive hitziger Debatten. Das Ende vom Lied: Die Graserschule wird doch saniert.

Mehr dazu:

Bayreuth: OB-Kandidaten sehen Handlungsbedarf bei Wohnraum

Bayreuth braucht dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Das ist eine zentrale Forderung der SPD. Allerdings soll das nicht auf Kosten der Umwelt geschehen. Welche Lösungen sind denkbar und was kann die Stadt für von Obdachlosigkeit bedrohte Familien tun? Wir haben die Oberbürgermeister-Kandidaten Gert-Dieter Meier (DU), Andreas Zippel (SPD) und Thomas Ebersberger (CSU) nach ihren Plänen gefragt.

Als Vorschläge im Raum stehen zu Beispiel, ein Management für alle Leerstände aufzubauen, den Flächennutzungs-Plan zu ändern oder eine regelmäßige Wohnbaukonferenz zur Abstimmung einzuführen.

Gefragt: Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen

1.000 bezahlbare Wohnungen möchte die SPD in der kommenden Legislaturperiode in Bayreuth schaffen. Vor allem im Bereich mit vier bis fünf Zimmern bestehe hier Bedarf – das bestätigte auch Sozialamtsleiter Werner Köstner vor wenigen Wochen im Sozialausschuss. Ebenso im Fokus sind laut SPD-Stadtverband Wohnungen mit ein bis zwei Zimmern.

Zippels Vorschlag: Bestehende Gebäude aufstocken

Um bezahlbaren Wohnraum zu generieren, gehe es nicht nur um neue Wohnblocks, so Andreas Zippel, OB-Kandidat der SPD:

Foto: SPD

Die Mietbelastung in Bayreuth ist gegenwärtig hoch und muss bezahlbarer werden. Wir können zum Beispiel zusätzliche Etagen auf bestehende Gebäude aufstocken oder über dem Einzelhandel Wohnungen errichten.

(Andreas Zippel, OB-Kandidat der SPD)

Wohnraum in die Höhe aufzustocken – mit dieser Art der Nachverdichtung kann sich auch Thomas Ebersberger (CSU) identifizieren. Allerdings müsse der Ausbau in einem gesunden Verhältnis zu Flächen in der Natur geschehen.

Es sei aktuell eine riesige Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum insbesondere für Menschen mit Behinderung in Bayreuth zu finden, so der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Roland Keil. Als Betreiber von sozialen Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung gehört dieses Szenario zu Keils Alltag. “Fest steht: Wenn ausgebaut oder neu gebaut wird, muss das auf jeden Fall immer barrierefrei sein”, ergänzt Zippel.

Stadt soll Markt lenken

Gert-Dieter Meier (DU) sieht es folgendermaßen: “Um den drohenden Wohnungskollaps zu verhindern, braucht es endlich eine vorausschauende, kommunale Wohnungsmarktpolitik, bei der die Stadt die Fäden in der Hand hält.” Wie das gelingen soll? Die Stadt soll einerseits Hand in Hand mit den ansässigen Wohnungsbaugesellschaften im Bereich der Innenstadt verdichten, aber auch wieder gezielt Grundstücke erwerben und freigeben – jedoch nur unter der Maßgabe, dass genügend bezahlbare Wohnungen und Neubaugebiete entstehen. Durch sogenannte Verbilligungsrichtlinien könnte die Stadt den Markt lenken, so Meier: “Das soll ein Anreiz sein für Investoren und Menschen, die planen, in Bayreuth zu leben und zu arbeiten.” 

Meiers Vorschlag: eine jährliche Wohnbaukonferenz

Außerdem schlägt Gert-Dieter Meier vor, eine jährliche kommunale Wohnbau-Konferenz einzuberufen –  damit nicht aneinander vorbeigeplant werde, sagt er. Bei diesen Konferenzen sollen Einzelhandel, Kammern, Architekten und Stadtplaner, das Studentenwerk, der Verein Haus und Grund sowie der Mieterverein einbezogen werden. 

Gert-Dieter Meier. Foto: privat

Ich würde mich freuen, wenn wir dabei auch besonders nachhaltige Projekte auf den Weg bringen könnten.

Die Schaffung von deutlich mehr Wohnraum ist mir, gerade weil Bayreuth erfreulicherweise weiter wächst, eine echte Herzenssache. Das braucht einen Kraftakt. Aber den scheue ich nicht.

(Gert-Dieter Meier, Die Unabhängigen)

Ist Obdachlosigkeit durch Leerstands-Management zu verhindern?

Mehrere Großfamilien in Bayreuth bangen gerade darum, ob sie der Obdachlosigkeit im Winter entfliehen können. Grund sind anstehende Sanierungen an den jetzigen Wohnungen. Der Stadtrat hat bisher keine konkrete Lösung für das Problem. Zippels Kritik: Bayreuth betreibe aktuell kein Leerstands-Management. Dabei sei eine statistische Übersicht zu leerstehenden Gebäude immens wichtig, um zu wissen, mit welchen Flächen man in Zukunft rechnen könne. Auf Anfrage des Bayreuther Tagblatts erklärte ein Sprecher der Stadt allerdings, dass in verschiedenen Bereichen bereits Flächen erfasst würden.

Stadt Bayreuth: Diese Leerstände werden bisher erfasst

Die städtische Wirtschaftsförderung führe eine Datenbank zu gewerblich genutzten Flächen in der Innenstadt und ausgewählten Stadtteilen wie St. Georgen. Mithilfe von Online-Immobilienportalen und Begehungen vor Ort würden die Daten fortlaufend aktualisiert, wie ein Sprecher der Stadt erklärt. Außerdem würden freie Büroflächen, Gewerbe- und Ladenräume sowie Hallen in der gesamten Stadt erfasst.

Die Wirtschaftsförderung bietet zudem eine Sanierungs-Erstberatung an – ein Projekt, bei dem das  Regionalmanagement Bayreuth mit Hof und Wunsiedel kooperiert. Dabei soll eine Datenbank aufgebaut werden, die leerstehende Gebäude erfasst – jene, die von Eigentümern selbst gemeldet werden. Für leerstehenden Wohnraum öffentlich geförderter Wohnungen bestehe eine gesetzliche Meldepflicht. Er müsse also direkt dem Sozialamt der Stadt mitgeteilt werden. “Für sonstigen privaten Wohnraum gibt es keine Meldepflicht”, ergänzt ein Sprecher der Stadt.

Ebersbergers Vorschlag: den Flächen-Nutzungsplan ändern

Thomas Ebersberger, OB-Kandidat der CSU favorisiert einen anderen Ansatz: Leerstände in Bayreuth sind seiner Ansicht nach vorrangig auf Gewerbeflächen vorhanden und weniger im Bereich der Wohnungen. Daher schlägt er vor:

Thomas Ebersberger. Foto: Stadt Bayreuth

Wir benötigen Wohnraum für alle Generationen.

Man muss mehr Anreize zum Bauen schaffen, indem man neues Bauland ausweist. Dazu ist es nötig, den aktuellen Flächennutzungs-Plan zu ändern.

(Thomas Ebersberger, OB-Kandidat der CSU)

“Bei Studenten-Appartements wurde in der Vergangenheit zwar schon einiges getan – dafür allerdings etwas zu wenig bei den Drei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen”, fügt Ebersberger hinzu. Hier müsse man ansetzen.

Gewerbeflächen in Wohnraum umwandeln

Roland Keil, der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, wittert darin hingegen eine Chance: Für eine schnelle Lösung zugunsten der Familien, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, könne man zum Beispiel sichten, welche leerstehenden Büroflächen in Wohnraum umfunktioniert werden könnten.

Paukenschlag: Bauausschuss stoppt Sanierung der Graserschule

Am Dienstag hat sich der Bauausschuss mit der Sanierung der Graserschule beschäftigt. Wie die Stadt mitteilte, ist das Ausmaß der Sanierung deutlich größer als zunächst gedacht. Der Bauauschuss lehnte das geplante Sanierungskonzept allerdings ab. Wie es jetzt mit der Graserschule weitergeht ist unklar.

Das Dachgeschoss der Graserschule ist, intensiv von „echtem Hausschwamm“ geschädigt. Zusätzlich zur bereits vorher geplanten Generalsanierung des historischen Schulgebäudes, müsse deswegen auch ein Großteil der Dachkonstruktion sowie das Obergeschoss fachgerecht saniert werden.

Dringender Handlungsbedarf

Nach dem Befund eines Holzgutachters bestehe dringender Handlungsbedarf. Daher sollen alle befallenen Bauteile der tragenden Holzbalken ausgebaut und ersetzt werden. Im Zuge der Dacherneuerung solle auch das Dach gedämmt werden. Auch das Mauerwerk müsse mit einem speziellen Schwamm-Sperrmittel behandelt werden.

Laut Baureferentin Kelm solle das Bauvorhaben in drei Abschnitten erfolgen. Während der Bauarbeiten sollen die bestimmten Bauabschnitte gesperrt und für den Schulbetrieb geräumt werden, so Baureferentin Urte Kelm.

Es besteht keine Notwendigkeit das Gesundheitsamt in dieser Sache einzuschalten.

(Urte Kelm, Baureferentin Stadt Bayreuth)

Zusätzliche Kosten

Durch die ungeplanten Sanierungsarbeiten würden die Kosten um rund 1,7 Millionen Euro auf insgesamt 13,3 Millionen Euro steigen.

Wir bekommen scheibchenweise die Kostensteigerungen präsentiert. Das ist ein Fass ohne Boden.

(Helmut Parzen, CSU-Fraktion)

Ausschuss stoppt Sanierung

Stefan Schlags verteidigte jedoch die Sanierung. Die Kostensteigerung sei zwar ärgerlich, aber man könne doch bei diesem Projekt darauf hoffen, dass diese vom Schulbau gefördert werden, so der Grünen-Stadtrat. Mit 8 zu 7 Stimmen stimmte der Bauauschuss allerdings gegen das Sanierungskonzept und stoppte damit die geplante Sanierung. Wie es mit der Graserschule weitergeht, ist unklar.

Der Brunnen vor dem Bayreuther Rathaus

Bayreuth: Der Platz vor dem Rathaus soll Wohlfühlatmosphäre schaffen

Der Vorplatz des Bayreuther Rathauses soll grüner werden. Im Bauausschuss wurde am Dienstag das neue Konzept vorgestellt. Alle Infos dazu gibt es hier.

“Landschaft zum Anfassen”

Bereits im Juli hat die Stadt Bayreuth einem Architekturbüro in Berlin den Auftrag zur Neugestaltung des Rathaus-Vorplatzes gegeben. Dabei sollen nun “großzügige grüne Inseln” den Platz vor dem Rathaus zu einer “Landschaft zum Anfassen” machen. Insbesondere die Bepflanzung und Wasseranlagen mit Illuminationen sollen dann eine angenehme Atmosphäre erzeugen. Das neue Konzept soll auch den Kugelbrunnen wieder mehr in Szene setzen, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

Ein Plan, der nicht allen Fraktionen zusagte. Vor allem Thomas Bauske von der SPD sah die geplanten zusätzlichen Wasserfontänen kritisch. Hier könne man Geld einsparen, so Bauske.

Frage nach Fahrrad-Abstellmöglichkeiten

Diskutiert wurde auch über einen weiteren Fahrrad-Stellbereich, der im aktuellen Plan nicht bedacht war. Nach dem Entwurf vom Berliner Architekturbüro sollen die Arkaden weiterhin als überdachter Fahrrad-Abstellplatz genutzt werden. Mehrere Fraktionen forderten jedoch zusätzliche Abstellmöglichkeiten.

Barrierefrei

Zusätzlich soll eine Art Tor den Eingang des Rathauses gestalterisch betonen. Der jetzige Rathausvorbau könne demnach entfallen. Daneben sollen Mastleuchten, ähnlich denen in der Maximilianstraße, gleichmäßig auf dem Platz verteilt werden. Insgesamt soll der neue Rathausvorplatz barrierefrei werden und so uneingeschränkt von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Die Kosten dafür betragen rund 1,9 Millionen Euro.

Straßenarbeiten in Bayreuth: Sperrungen und Umleitungen im Dezember

Um weiterhin pünktlich zur Arbeit, zum Arzt oder zur nächsten Weihnachtsfeier zu kommen, gibt es hier eine Übersicht zu aktuellen Baustellen und Umleitungen in Bayreuth. Das Straßenverkehrsamt Bayreuth weist auf folgende Straßensperrungen hin:

Neue Baustellen ab 5. Dezember 2019:

  • Weiherstraße: Wegen Bauarbeiten im Kreuzungsbereich Weiherstraße/Dieselstraße kann ab Donnerstag, 5. Dezember, bis voraussichtlich Mittwoch, 11. Dezember, nicht mehr aus Richtung Ottostraße in die Weiherstraße eingefahren werden. Während dieser Zeit kann von der Ottostraße nur noch über die südliche Zufahrt in die Weiherstraße gefahren werden.
  • Steilweg: Der Steilweg wird ab Montag, 9. Dezember, bis Freitag, 13. Dezember, im Bereich des Gebäudes mit der Hausnummer 9 wegen Bauarbeiten vollständig gesperrt. Anliegerverkehr ist aus beiden Richtungen jeweils bis zur Baustelle möglich.
  • Cranachstraße: Sie wird von Montag, 9. Dezember, bis Freitag, 13. Dezember, auf Höhe der Gebäude mit der Hausnummer 2 bis 8 wegen Bauarbeiten vollständig gesperrt. Anliegerverkehr ist aus Richtung Menzelplatz bis zur Baustelle möglich.

Diese Baustellen gibt’s schon länger

  • Carl-Kolb-Straße: Die Carl-Kolb-Straße wird ab Montag, 2. Dezember, bis Freitag, 6. Dezember, im Bereich des Gebäudes mit der Hausnummer 30 wegen Bauarbeiten vollständig gesperrt. Anliegerverkehr ist aus beiden Richtungen jeweils bis zur Baustelle möglich.
  • Humboldtstraße: Die Humboldtstraße wird ab Montag, 7. Oktober, bis Freitag, 20. Dezember, im Bereich zwischen Erlanger Straße und Rupprechtstraße wegen Kanalbauarbeiten abschnittsweise vollständig gesperrt. Die Umleitung ist beschildert; sie führt über Erlanger Straße, Oswald-Merz-Straße und Rupprechtstraße bzw. über Rupprechtstraße und Albert-Preu-Straße und Erlanger Straße.
  • Bürgerreuther Straße: Halbseitige Sperrung der Bürgerreuther Straße wegen Straßenbau und Leitungsverlegung. Es wird eine Einbahnstraße in stadtauswärtiger Richtung eingerichtet. Der Einmündungsbereich Wilhelm-von-Diez-Straße zur Bürgerreuther Straße wird vollständig bis zum 20. Dezember gesperrt.
  • Brautgasse: Wegen Aufgrabungs- und Kranarbeiten ist die Brautgasse bis zum 23. Dezember vollständig gesperrt. Auch der Fußgänger- und Lieferverkehr ist nicht möglich.
Die Graserschule in Bayreuth ist von einem Hausschwamm befallen.

Graserschule: Wie die Sanierung nun aussehen soll

Der Bauausschuss wird sich in seiner Sitzung am kommenden Dienstag erneut der Generalsanierung der Graserschule widmen. Denn das Ausmaß der Sanierung ist größer als zuvor geplant, wie die Stadt Bayreuth mitteilt.

Graserschule: Sanierung erweitert

Das Dachgeschoss der Graserschule ist, wie bereits berichtet, intensiv vom sogenannten „echten Hausschwamm“ geschädigt. Zusätzlich zur bereits geplanten Generalsanierung des historischen Schulgebäudes, müssen deswegen auch weite Teile von Dachkonstruktion sowie Obergeschoss fachgerecht saniert werden. Stadtbaureferentin Urte Kelm wird das genaue Konzept im Ausschuss erläutern.

Begrünter Rathaus-Vorplatz

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Neugestaltung des Rathaus-Vorplatzes. Laut bisherigem Konzept des beauftragten Berliner Planungsbüros, sollen großzügige grüne Inseln angelegt werden. Neben dem Kugelbrunnen sollen Bäume, Wasseranlagen und Sitzgelegenheiten mit Lichtakzenten entstehen.

Neues aus dem Friedrichsforum

Auch eine Beratung über den aktuellen Stand der Umbauarbeiten im Friedrichsforum ist angesetzt. Das Nürnberger Unternehmen Drees & Sommer, das das Projekt extern steuert, wird dazu seinen Quartalsbericht präsentieren.

Diskussion um öffentliches WC: Unisex-Toiletten für Bayreuth?

Die Diskussionen um eine neue öffentliche Toilette in Bayreuth geht in die nächste Runde. Jetzt kommt ein neuer Vorschlag ins Spiel: Unisex-Toiletten.

Diskussion vertagt

Ursprünglich sollte das Hochbauamt der Stadt Bayreuth auf Antrag von Stadtrat Harald Rehm (CSU) prüfen, ob die Ecke Richard-Wagner Straße / Rathstraße ein geeigneter Standort für eine öffentliche Toilette wäre.

Dafür würde sprechen, dass sie sich an der Ecke Rathstraße in unmittelbarer Nähe zur Stadtbushaltestelle befinde und Nahe der drei Museen liege, so Stadtbaureferentin Urte Kelm. Ungünstig wäre allerdings, dass sie mindestens 500 Meter entfernt vom neuen Spielplatz im Hofgarten läge, ergänzt Kelm. Ebenso, dass zwei Bäume gefällt werden müssen und drei von fünf Stellplätzen wegfallen, die aktuell das Stadtgartenamt nutzt.

Wir brauchen eine Toilette direkt am Spielplatz. Denn wenn Kinder gehen  müssen, dann schnell und nicht 500 Meter entfernt. Aber es braucht auch zusätzliche Toiletten im Bereich der Museen für Touristen.

(Franz-Peter Wild, CSU-Stadtratsfraktion)

Alternative Wahnfriedstraße

Stattdessen hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen, die öffentliche Toilette gegenüber des Franz-Liszt-Museum in der Wahnfriedstraße zu realisieren. Dort befürchte man allerdings, dass Radfahrer durch wartende Besucher beeinträchtigt werden.

Wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen und eine Variante finden, die sich für Leute mit Handicap und ältere Bürger gleichermaßen eignet.

(Halil Tasdelen, SPD-Stadtratsfraktion)

Gegenüber dem Liszt-Museum in der Wahnfriedstraße könnte vielleicht eine öffentliche Toilette entstehen – sobald sich der Bauausschuss einig wird. Foto: Redaktion

Neue Idee: Toiletten nach Pariser Vorbild

Nicht nur der Standort der öffentlichen Toilette ist ein Streitpunkt, sondern auch die Art und Größe der Toilette.  Stadtrat Stefan Schlags (Bündnis 90 / Die Grünen und Unabhängigen) erinnerte an Unisex-Toiletten in Modulbauweise, die es in Paris en masse gäbe. Der Vorteil: Sie wären platzsparend, barrierefrei und könnten somit an mehreren Orten in Bayreuth aufgestellt werden. “Wir müssen erst einmal klären, auf welches Toilettenmodell wir uns festlegen. Danach können wir die Standorte bestimmen”, erklärte er. Somit wurde die Entscheidung vertagt.

Voerst kein neuer Radweg zwischen Cottenbach und Wendelhöfen

Am Dienstag hat sich der Bauausschuss gegen einen neuen Radweg zwischen Wendelhöfen und Cottenbach ausgesprochen. Alle Infos dazu gibt‘s hier!

Der Bauausschuss stimmt dagegen

Der Antrag kam von Stadtrat Klaus Klötzer (CSU). Es ging um eine attraktivere Fuß- und Radweg-Verbindung zwischen Wendelhöfen und Cottenbach, die fernab der Straße verläuft. Letztlich sprach sich der Bauausschuss am Dienstag gegen den Ausbau der Strecke aus.

Der geplante Radweg zwischen Wendelhöfen und Cottenbach umfasst in der Planung drei Teilabschnitte. Foto: Redaktion

Cottenbacher Straße ausreichend

Im Radverkehrskonzept ist die Strecke nach Cottenbach als Hauptroute Nummer 17 ausgewiesen: Sie verläuft hier direkt auf der Cottenbacher Straße. Da der Verkehr, von Wendelhöfen kommend, erst auf 30 km/h und außerorts auf 60 km/h gedrosselt ist und es laut Stadtbaureferentin Urte Kelm mit 1.400 PKW pro Tag nur wenig Verkehr gibt, ist der Ausbau von Feld- und Waldwegen im Abschnitt 2 und 3 fachlich nicht zwingend erforderlich.
Es wäre vielmehr eine freiwillige Maßnahme. Auch Stefan Schlags (Bundnüs 90 / Die Grünen und Unabhängigen) stimme zu, dass die Straße einen guten Belag habe und gut einsehbar sei.

Warum es keine Fördermittel dafür gibt

Ein Manko sei auch, dass keine finanzielle Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken gewährleistet werden kann: Denn Teile der Strecke liegen inmitten eines Landschaftsschutzgebietes oder sind in privatem Besitz. Damit die Radwege förderfähig sind, müssten sie außerdem mit Asphalt auf bis zu 5,5 Meter Breite ausgebaut werden: “Eine Planung am Rande der Wirtschaftlichkeit”, wie es Georg Kämpf (Bayreuther Gemeinschaft) beschrieb. Eine Dringlichkeit sehe er hier nicht gegeben.

Deckenerneuerung für einen Teilabschnitt

Obwohl der ganzheitliche Ausbau der Strecke zwischen Wendelhöfen und Cottenbach für Fußgänger und Radfahrer – auf mehrheitlichen Beschluss des Bauausschusses – vorerst nicht weiter verfolgt werden soll, stimmten die Mitglieder zu, für den Teilabschnitt 2 (siehe Karte) künftig eine Erneuerung der Asphaltdecke mit einzuplanen.