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Leserservice: “Ihren Ärger wollen wir haben”

Das Leben könnte so schön sein ohne Ärger. Damit der nicht überhand nimmt, startet das Bayreuther Tagblatt die Aktion: „Ihren Ärger wollen wir haben“. 

Ein Bayreuther mit Geschlechtskrankheiten als Hobby

Max Tetzner (29) ist Fitnesstrainer und hat ein eher ungewöhnliches Hobby. Er befasst sich ehrenamtlich mit Geschlechtskrankheiten, denn er ist auch bei der Aids-Beratungsstelle in Bayreuth tätig. Wie er dazu kam und wie die Arbeit dort aussieht, verrät er hier.

Ein ungewöhnliches Hobby

Der 29-Jährige ist in Bayreuth aufgewachsen und ist dann für einige Zeit nach Hamburg gezogen. Als es ihn wieder zurück in die Heimat zog, suchte er Anschluss. Während andere zur Feuerwehr, in der Fußballverein oder zum THW gehen, hat er sich ein ungewöhnliches Ehrenamt ausgesucht. Aber warum auch nicht? Er wolle einfach nur helfen und kenne aus Hamburg auch viele HIV-Positive, erklärt Tetzner. Deswegen wusste er, dass dies eine gute Möglichkeit sei, um Anschluss zu finden.

Tetzner hatte von Anfang an keine Berührungsängste. Bei anderen Mitarbeitern in der Aids-Beratungsstelle hätten sich diese auch schnell in Luft aufgelöst, sobald diese sich mit dem Thema etwas mehr beschäftigt hatten, erzählt er. “Wir haben jetzt nicht unbedingt das Bedürfnis uns die Geschlechtskrankheiten auch wirklich anzuschauen”, sagt er und lacht. Aber das gehöre eben dazu. Bei einem Blutschnelltest müsse man sich dann eben Handschuhe anziehen und dann könne auch nichts passieren.

HIV-Therapie stoppt die Übertragung

2018 haben 97 HIV positive Personen die Aids-Beratungsstelle in Bayreuth aufgesucht. Dadurch, dass alles anonym ist, kann niemand sagen, woher die Menschen kommen und ob auch “nur” 97 Menschen in und um Bayreuth diese Krankheit haben. “In ganz Deutschland sind etwa 88.000 Menschen HIV positiv”, sagt Tetzner. Das sei jeder tausendste Deutsche.

“Wer heute in erfolgreicher HIV-Therapie ist, kann das Virus nicht mehr weitergeben. Also weder durch Küssen, ungeschützten Geschlechtsverkehr oder alle anderen möglichen Übertragungswege”, sagt der 29-Jährige. Denn das Virus werde durch die Therapie im Körper so verdünnt, dass es nicht mehr übertragen werden könne. Allerdings sei es nach wie vor nicht heilbar.

Beratungsstelle in Bayreuth

“Allgemein lässt sich sagen, dass wir uns um den größten Teil der sexuell übertragbaren Krankheiten kümmern”, sagt Max Tetzner. In der Beratungsstelle werden auch sämtliche Schnelltests für Geschlechtskrankheiten angeboten. In Bayreuth arbeiten zwei Menschen hauptamtlich in der Beratungsstelle und acht ehrenamtlich. “Die ehrenamtliche Arbeit hat sich verändert. Es ist jetzt nicht mehr so, dass man sich einmal im Monat fest trifft”, sagt Tetzner.

Es seien eher private Unterstützer, die die Beratungsstelle mit ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützen. Also nicht unbedingt vor Ort sitzen und warten, dass jemand kommt der beraten werden will. Es gehe zum Beispiel um öffentliche Auftritte bei Veranstaltungen wie den Welt-Aids-Tag oder um das Verteilen von Kondomen auf Partys. “Oder man begleitet und unterstützt Klienten die sich frisch infiziert haben auf ihren Wegen zum Facharzt”, erklärt Tetzner. So würde die ehrenamtliche Arbeit heute aussehen.

Silbermedaille in Bayreuth für 40 Jahre Einsatz im Naturschutz

Professor Siegfried Klautke ist am Donnerstagnachmittag (30.01.2020) für sein 40-jähriges Engagement im Naturschutz geehrt worden. Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe überreichte ihm die Ehrenmedaille in Silber. 

Von der Biologie zum Naturschutz

Siegfried Klautke (84) ist über sein Studiengebiet an den Naturschutz gekommen. Erst hat er Biologie auf Lehramt studiert, später hat er in diesem Bereich promoviert und eine Professur erlangt. “Ich habe in meinem Promotionsstudium versucht, die ganze Breite zu erfassen, nicht nur die Biologie: also Chemie, Physik, Geographie, einfach alles was dazu gehört”, sagt Klautke. Dies habe er getan, um Umweltfragen zu erkennen  und bearbeiten zu können. 

Mitbegründer des Lindenhofs

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe gratuliert Professor Siegfried Klautke für seinen Einsatz im Naturschutz. 40 Jahre war er im Naturschutzbeirat. In dieser Zeit hat er unter anderem den Lindenhof, ein Umweltschutz Informationszentrum, mit gegründet. Merk-Erbe stellt besonders heraus, dass der Geehrte 100 Sitzungen in diesen 40 Jahren mitgemacht habe, wobei wahrscheinlich nicht alle Sitzungen von Harmonie geprägt gewesen wären. Für den Naturschutz habe er unter anderem Lärmpegelmessungen durchgeführt und Bäume begutachtet, sagt Klautke.

Klautke findet es gut, dass Greta Thunberg die Missstände anspricht. Jedoch klage sie nur an, ohne eine Lösung parat zu haben. Zudem mache sie nur die vorherigen Generationen verantwortlich, ohne zu differenzieren, dass das Umweltbewusstsein damals ein anderes war. “Da war alles was neu war gut und ein Fortschritt”, sagt Klautke.

Die Stadt Bayreuth hat die nächsten Schritte für das zukünftige Klimaschutzkonzept vorgestellt.

Rathaus II blockiert Neues Wohnviertel – sind Container die Lösung?

Die Bürgerinitiative “Zukunftsquartier Kreuz” will nicht bis 2024 auf das neue Wohnviertel warten. Deshalb bringt ein Sprecher Container ins Spiel.

Bayreuther AfD wählt Tobias Peterka zum Direktkandidaten für Bundestagswahl 2021

Die Parteien stellen ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Bayreuth (237) auf. 

Neues Wohngebiet: Bürgerinitiative „Zukunftsquartier Kreuz“ will nicht bis 2024 warten

Nach jüngsten Informationen der Bürgerinitiative, soll der Umzug des Rathauses II noch mindestens bis Mitte 2024 dauern. „So lange wollen wir nicht warten.”

Wagner-Festspiele: Opernregisseur Harry Kupfer mit 84 Jahren verstorben

Opernregisseur Harry Kupfer ist am Montag im Alter von 84 Jahren gestorben. Er hatte einst große Erfolge am Grünen Hügel in Bayreuth gefeiert.

Bayreuth: Zwei Frauen klauen Parfum im Wert von über 900 Euro

In einem Bayreuther Geschäft haben zwei Frauen am Samstagnachmittag die Sicherheitscodes von mehreren Parfum-Flaschen entfernt. Der Ladendetektiv fasste sie.

In Bayreuth erfasste ein Autofahrer einen Mann in der Scheffelstraße. Er entschuldigte sich, aber verschwand.

Ladendetektiv bemerkt es

Die beiden Frauen im Alter von 56 und 50 Jahren waren am Samstag gegen 17:25 Uhr in einem Geschäft in der Bayreuther Maximilianstraße unterwegs. Sie entfernten dort drei Sicherheitscodes und steckten die Parfum-Flaschen im Wert von insgesamt 219,97 Euro dann in ihre eigene Tasche. Der Ladendetektiv stellte die beiden, bevor sie das Geschäft verlassen konnten.

Diebstahl: Zweimal in einer Woche zugeschlagen

Außerdem konnte den Frauen ein weiterer Diebstahl am Donnerstag, den 19. Dezember nachgewiesen werden. Damals hatten sie Parfum im Wert von 691,94 Euro entwendet. Gegen die beiden läuft nun ein  Ermittlungsverfahren wegen Ladendiebstahls.

90 Jahre Stadtbad Bayreuth: Ein Stammgast blickt zurück

Das Bayreuther Stadtbad ist am 14. Dezember 90 Jahre alt geworden. An dessen Anfangstage erinnert sich der gebürtige Kulmbacher Hans Dörnhöfer. Noch immer besucht der 92-Jährige das Bad regelmäßig.

Mit 92 Jahren im Stadtbad Bayreuth

Hans Dörnhöfer aus Kulmbach, oder ganz einfach der Hans, wie ihn die meisten rufen, ist ein fröhlicher Mensch. Und eine „Wasserratz“, wie er sich selbst nennt. Einer, der beim Sport früher ganz gern die Grenzen ausgelotet hat: Beim Skifahren beispielsweise, als es ihn am Ochsenkopf vor vielen Jahren „gewaltig reingehauen“ hat. Und beim Schwimmen: Im Main bei Kulmbach wäre er fast mit dem Kopf voran gegen einen Baumstumpf gekracht. „Da habe ich mir gedacht, ich muss ein bisschen vorsichtiger machen.“ Seiner Leidenschaft fürs Wasser hat das keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Noch heute, mit 92 Jahren, geht Hans Dörnhöfer dreimal die Woche schwimmen – in sein Stadtbad.

1934 das erste Mal im Stadtbad

Dass das Bad am Samstag 90 Jahre alt werden soll, kann er kaum glauben. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich 1934 das erste Mal im Stadtbad war“, erzählt Dörnhöfer. An einem sonnigen Sonntagmorgen habe ihn sein Vater aufs Motorrad, „eine Viertakt-Wanderer“, gesetzt und ab ging es von Kulmbach nach Bayreuth. „Damals führte eine Holztreppe ins Wasser, ich konnte aber noch nicht schwimmen“, erinnert er sich. Klar habe ihm das Bad gefallen, ein regelmäßiger Stammgast wurde er allerdings erst, als er der Liebe wegen öfters nach Bayreuth kam. „Seit 1960 bin ich mit meiner Frau fleißig ins Stadtbad“. Es sollten jedoch noch vier Jahrzehnte vergehen, bis der Kulmbacher Elektromeister mit eigener Firma endgültig Bayreuther wurde.

“Das Bad tut mir gut”

Seit 2003 wohnt Dörnhöfer nun im Hussengut. „Seitdem bin ich zwei-, dreimal die Woche im Stadtbad, da habe ich viele Bekannte, die ich treffe. Wir sind eine tolle Truppe.“ Im Lauf der Jahrzehnte habe sich das Stadtbad stark verändert, sagt Hans Dörnhöfer. Ein großer Einschnitt war die Sanierung Anfang der 1990er Jahre, aber auch die neuen Textilsaunen und die LED-Beleuchtung gefallen ihm. „Die ganze Atmosphäre ist schön. Da ist Jung und Alt da. Kann schon mal sein, das ein Kleiner neben mir ins Wasser hüpft. Das macht mir aber gar nichts – im Gegenteil.“

Mit seinen 92 Jahren brauche Hans Dörnhöfer das Stadtbad heute mehr denn je. „Das tut mir gut, dass ich immer am Montag, Mittwoch und Freitag schwimmen kann. Es hilft mir, dass ich beweglich bleibe.“ Ob er dem Stadtbad noch untreu werden könnte? „Da wird nix geplant, es passt alles so wie es ist!“

Weniger gut sieht es derzeit für das Altstadtbad aus. Eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Kommt es zu einem Neubau?

Enkeltrick-Betrug in Bayreuth: Täter am Pegnitzer Bahnhof verhaftet

Zwei junge Männer haben eine 73-Jährige im Bayreuther Stadtteil Birken um mehrere tausend Euro betrogen, weil sie sich als Enkel in Geldnot ausgaben. Auf der Flucht konnten sie von den Beamten in Pegnitz gestellt werden.

Birken: 73-Jährige gibt mehrere tausend Euro an Fremden

Die 73-Jährige aus dem Bayreuther Stadtteil Birken ließ sich am Donnerstag dazu hinreißen, einem jungen Mann 16.000 Euro zu übergeben. Kurze Zeit später überkamen sie starke Zweifel. Deswegen alarmierte sie die Polizei, die sofort eine Fahndung einleitete.

Festnahme in Pegnitz

Ein aufmerksamer Taxifahrer meldete sich daraufhin und konnte sich anhand der Personenbeschreibung an den jungen Mann erinnern, der gesucht wurde, da er in seinem Taxi mitgefahren war. Durch die Hinweise des Taxi-Fahrers, konnte die Polizei die beiden Männer im Alter von 17 und 19 Jahren in einem Zug am Bahnhof in Pegnitz festnehmen. Wie die Kripo Bayreuth ermittelte, hatten die beiden Männer zudem von einer Seniorin aus dem nördlichen Bayreuther Landkreis mehrere tausend Euro ergattert. Gegen die Täter wurde ein Haftbefehl eingeleitet. Sie sind in unterschiedlichen JVAs untergebracht.

Schema des Enkeltrick-Betruges

Die Masche des Enkeltrick-Betruges gleicht sich meist: Es beginnt mit einem Anruf. Ein naher Verwandter benötigt möglichst schnell einen hohen Geldbetrag, um zum Beispiel einen Immobilienkauf abzuschließen. Das Geld soll dann durch einen angeblichen Anwalt, Notar oder Mitarbeiter abgeholt werden.