Beiträge

Bayreuths Wasserversorgung verzögert Bau der Seilbahn auf dem Ochsenkopf

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Bis mit dem Bau der Seilbahn auf dem Ochsenkopf begonnen werden kann, wird es noch länger dauern. Am Donnerstagmorgen (2.7.2020) hat Landrat Florian Wiedemann darüber informiert.

Tourismusoffensive für Bayreuther Landkreis: Fränkische Schweiz und Fichtelgebirge bekommen Geld

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Der Landkreis Bayreuth unterstützt die Tourismuszentralen Fränkische Schweiz und Fichtelgebirge. Es gibt Geld für Marketing und Werbung.

Touristen strömen in den Landkreis Bayreuth: Besucherströme nach Corona-Lockerungen in Oberfranken

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Wandern, Radfahren und Camping sind besonders gefragt – im Frankenwald hat sich ein neuer Trend durchgesetzt.

#SehnsuchtBischofsgrün: HeilklimaOrt weckt Lust auf das Gesunde und Sichere im Hier!

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In Zeiten von Reisebeschränkungen wächst die Sehnsucht nach Ferne. Dafür hat die Gemeinde Bischofsgrün eine neue Kampagne ins Leben gerufen.

Fichtelgebirgskrimi Siebenstern: Der Trailer ist da!

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Das Warten hat bald ein Ende. Ab 13. Februar startet der Fichtelgebirgskrimi Siebenstern in den Kinos. Einen ersten Trailer gibt es hier.

Vierschanzentournee, Olympia und mehr: Bayreuths vergessene Skisprung-Asse

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Skispringen ist diese Tage die dominierende Sportart im Fernsehen. Heißen die Stars unter den Deutschen Skispringern heute Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe, hießen sie vor etwas mehr als 50 Jahren Günther Göllner und Henrik Ohlmeyer – und kamen aus dem Fichtelgebirge.

Egal ob Göllner, der Warmensteinacher, und Ohlmeyer, der Bischofsgrüner: Bei allen vier Springen der Vierschanzentournee 1965/66 landete mindestens einer der beiden auf den ersten zehn Plätzen. In Oberstdorf wurde Göllner Zehnter, in Garmisch wurde er Fünfter und Ohlmeyer Siebter, in Insbruck belegte Göllner Rang drei und in Bischofshofen Ohlmeyer Platz neun.

Der Bayreuther Hobbyhistoriker Stephan Müller hat recherchiert und herausgefunden, wie die beiden Fichtelgebirgler zu solchen Ausnahmesportlern wurden und warum einer von beiden seine Karriere bereits mit 25 Jahren wieder beenden musste.

Der Erste Sprung am Ochsenkopf

In seiner Jugend war Günther Göllner ein starker alpiner Skifahrer. Er wurde österreichischer Jugendmeister in der alpinen Kombination. Im Jahr 1959 kam der gelernte Büchsenmacher aus beruflichen Gründen nach Bayreuth. Dort lernte er sehr schnell den Skispringer Werner Ross vom 1. FC Bayreuth kennen. Für den FC startete er fortan. Ross überredete Göllner zu Skisprungversuchen auf der Bischofsgrüner Ochsenkopfschanze. Unglaublich aber wahr: Nur zwei Jahre später wurde der damals 20-Jährige ins Nationalteam berufen und nahm 1962 er zum ersten Mal an der Vierschanzentournee teil.

Günther Göllner. Foto: Sportamt Bayreuth

Im Gegensatz zu Günther Göllner begann Henrik Ohlmeyer schon als Fünfjähriger auf selbst gebauten Schanzen mit dem Skispringen. Seinen ersten Sprung von der Ochsenkopfschanze traute er sich 1956 im Alter von zehn Jahren.

Einen Meter am Weltrekord vorbei

Ohlmeyer schrieb mit zwei Weltmeisterschaftsteilnahmen, zehn Teilnahmen bei Skiflugwochen und acht Vierschanzentourneen deutsche Sportgeschichte: Mit 19 Jahren gewann er die Internationale Skiflugwoche, die heutige Skiflug-Weltmeisterschaft, auf dem Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf mit einem Sprung um 143 Meter. Gerade ein Meter fehlte ihm damals zum Weltrekord. Auf zehn Teilnahmen an der Skiflugwoche konnte auch sein Nationalmannschaftskollege Günther Göllner am Ende seiner Karriere zurückblicken.

Am beeindruckendsten ist aber vielleicht, dass die beiden Fichtelgebirgler bei der Vierschanzentournee 1965/66 in der Weltelite mitmischten. In diesem Jahr feierte Ohlmeyer mit dem fünften Rang in der Gesamtwertung seinen größten Erfolg bei der Vierschanzentournee und überholte dabei im letzten Springen in Bischofshofen noch Günther Göllner, der sich nach den sensationellen Plätzen zehn (Oberstdorf), fünf (Garmisch-Partenkirchen) und drei (Innsbruck) sogar Hoffnung auf eine Medaille in der Gesamtwertung machen konnte. Doch ausgerechnet nach seinem größten sportlichen Erfolg in Innsbruck patzte Göllner in Bischofshofen. Er landete abgeschlagen auf dem 51. Rang und rutschte in der Gesamtwertung aus den Top Ten.

Beide verpassen den Bus zu Olympia

Beide Fichtelgebirgler gehörten also aufgrund ihrer Leistungen bei den Olympischen Spielen 1968 im französischen Nobel-Skiort Grenoble, wie übrigens auch der Bayreuther Skilangläufer Walter Demel, durchaus zum erweiterten Favoritenkreis. Im Gegensatz zu Demel reisten Göllner und Ohlmeyer mit dem Auto an, denn die Busse, in denen die anderen deutschen Olympioniken saßen, haben die beiden verpasst.

Henrik Ohlmeyer. Foto: Wikimedia

In Grenoble angekommen, konnte Göllner seine Leistungen bestätigen. In dem Bertelsmann-Buch “Die Olympischen Spiele 1968” ist nachzulesen, das der deutsche Meister Günther Göllner auf der Normalschanze für eine Überraschung sorgte: “Mit einem der schönsten Sprünge seiner Laufbahn kam er auf 77 Meter und lag damit nach dem ersten Durchgang hinter dem Tschechen Jiri Raska, dem Österreicher Baldur Preiml, dem Finnen Topi Mattila und dem tollkühnen Anatolij Sheljanow aus der Sowjetunion auf dem fünften Platz.”

Im zweiten Durchgang fiel der Büchsenmacher aus Bayreuth auf den zehnten Rang zurück, den er sich am Ende mit dem Franzosen Gilbert Poirot teilen musste. Göllner fehlten gerade einmal eineinhalb Meter zur Bronze-Medaille.

Ohlmeyer startet unter Schmerzen

Henrik Ohlmeyer, der sich 1966 und 1967 zwei Meniskusoperationen unterziehen musste, hatte auch in Grenoble immer noch große Knieprobleme und konnte nicht am Wettbewerb auf der geliebten Großschanze teilnehmen. Auf der Normalschanze landete er unter Schmerzen auf dem 33. Platz.

Auf den olympischen Geist angesprochen erinnerten sich später beide an die strenge Trennung der Athleten aus der früheren DDR und der Bundesrepublik.

“Wir haben trotzdem einen guten Kontakt zu den DDR-Sportlern gehabt – wenn kein Funktionär in der Nähe war.”

(Günther Göllner)

Wegen der chronischen Kniebeschwerden musste Ohlmeyer 1971 das Skispringen im Alter von nur 25 Jahren aufgeben. Göllner beendete seine sportliche Karriere noch einmal mit einem neunten Rang bei der Vierschanzentournee 1971/72 in Oberstdorf und mit Platz 27 auf der Großschanze bei den Olympischen Spielen in Sapporo 1972.

Pokale stehen heute auf dem Dachboden

Seine vielen Pokale sind alle in Kartons auf dem Dachboden verstaut. Ohlmeyer hat nach seinem Karriereende schnell neue Ziele im Berufsleben gefunden. Viele Jahre arbeitete er als Werkzeugmacher an einer Fräsmaschine in der Technischen Zentrale der Uni Bayreuth und baute für alle wissenschaftlichen Institute Versuchsvorrichtungen. Sein Können wurde von Wissenschaftlern gerne in Anspruch genommen: So stellte er Halter für die Diamantpresse des Bayerischen Geoinstituts her und erfuhr auch auf diesem Gebiet eine besondere Ehrung. Vom damaligen Oberbürgermeister Dieter Mronz wurde er mit dem Emil-Warburg-Preis der Stadt Bayreuth ausgezeichnet.


Text: Stephan Müller


Stephan Müller (53) ist Stadtrat, Hobbyhistoriker, freiberuflicher Journalist und Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte Bayreuths. Für das Bayreuther Tagblatt hat er sein Archiv geöffnet. Die besten Anekdoten gibt es hier beim bt. Darunter Geschichten wie diese die bisher in keinem Buch veröffentlicht wurden.


Mehr von Stephan Müller:

Wirtsgogl-G’schichtla: Wie das Holzfraala das Weihnachtsfest rettete

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Adrian Roßner, Foto: Privat

Adrian Roßner ist einer der jüngsten Heimatforscher Deutschlands und kommt aus der Region: In seiner bt-Serie „Wirtsgogl-Gschichtla“ gibt er regelmäßig Einblicke in seinen Fundus an kuriosen Geschichten, unglaublichen Erzählungen und Besonderheiten aus unserer Region.

In Teil 14 der Serie erzählt Adrian Roßner vom kleinen Franz, der im dunklen Wald dem Holzfraala begegnet und so mit seiner Familie unerwartet ein wunderschönes Weihnachtsfest feiern kann.

Hier die aktuellste Geschichte des Wirtsgogl als Text und als Podcast zum Anhören.

 

Wirtsgogl G’schichtla #14 als Podcast zum Anhören


Schlaflos

Es war eine kalte, stürmische Nacht im Dezember – nur mühsam bahnte sich das bleiche Mondlicht seinen Weg durch die dicht mit Schnee und Reif bedeckten Äste der Bäume, ehe es am kahlen Boden glitzernde Muster in die weiße Pracht malte. Der kleine Franz kuschelte sich noch ein wenig fester in seine schon seit einiger Zeit viel zu kurze Decke, als der Wind von neuem gegen die alten Scheiben drückte und ihnen ein gruseliges Knarzen entlockte.

Schon seit drei Nächten hatte Franz nur sehr schlecht schlafen können, was sicher auch an der Aufregung lag, die ihn bereits den ganzen Tag über wild herum hüpfen lassen hatte: Morgen nämlich würde er zusammen mit seinem Vater den Weihnachtsbaum im nahen Wald suchen, abschlagen und nach Hause bringen. Seiner Mutter würde er anschließend helfen, ihn schön mit Äpfeln und Papiersternen zu schmücken, wobei immer ihm die Ehre zuteilwurde, den größten und schönsten aller Sterne auf die Spitze zu stecken.

Sorgen vergessen

Gerade als er sich ausmalte, wie lange er und sein Vater wohl in diesem Jahr brauchen würden, um eine passende Tanne zu finden, übermannte Franz schließlich trotzdem der Schlaf. Er drehte sich ein letztes Mal um, schnaufte tief durch und glitt hinüber in die Welt der Träume, in der er alle Sorgen vergessen konnte, von denen ihm seine Eltern in den letzten Tagen erzählt hatten.

Franz‘ Familie war vor einigen Jahren obdachlos geworden, als ein Blitzschlag das ansehnliche Haus am Marktplatz, in dem sie einst gewohnt hatten, komplett hatte niederbrennen lassen. Gott sei Dank ist dabei niemandem etwas passiert, doch stand die kleine Familie von einen Tag auf den andern vor dem Nichts. Sie mussten einen Großteil ihrer Felder verkaufen und auch die Kühe im Stall gehörten ihnen längst nicht mehr. Von dem wenigen Geld, das sie für die Tiere bekommen hatten, konnten sie sich schließlich eine kleine Hütte oben am Waldrand kaufen, die früher einem Hirten gehört haben soll. Gerade die Winter waren hier oben immer besonders schlimm; denn dann würde der alte Hohlweg ins Dorf hinunter komplett zuschneien und Franz‘ Vater wäre den ganzen Tag damit beschäftigt, sich im Wald nach Feuerholz umzusehen – für Spielen bliebe keine Zeit.

Düsterer Wald. Symbolfoto: Pixabay

Aufbruch in der Dämmerung

In seinem Traum jedoch kannte Franz diesen Kummer nicht: Hier tollte er zusammen mit seinem Freund Lukas, dem alten Wachhund der Familie, über Wiesen und Äcker, warf mit Steinen nach den Krähen, die die Saat fressen wollten und kam abends ausgelaugt, aber glücklich in das große steinerne Haus am Marktplatz, wo seine Eltern schon mit dem Essen auf ihn warteten. Gerade, als er in einen der saftigen Klöße beißen wollte, spürte er etwas warmes, flüssiges im Gesicht und roch einen ekelhaften Gestank nach ranzigem Fleisch – Lukas hatte ihn geweckt und zeigte mit wedelndem Schwanz in Richtung der alten Brettertür, an der sein Vater bereits mit dem Anziehen der Winterklamotten beschäftigt war. Schnell schlüpfte Franz aus dem ohnehin nicht sonderlich warmen Bett, zog sich an und machte sich zusammen mit seinem Vater und Lukas auf in den noch immer im morgendlichen Dämmerlicht liegenden Wald.

Auf der Suche nach dem schönsten Baum

„Weißt du, als ich so alt war, wie du jetzt, bin ich schon mit meinem Vater hier oben gewesen und habe zusammen mit ihm nach Weihnachtsbäumen Ausschau gehalten. Damals wohnten wir noch am Marktplatz und…“ immer, wenn Franz‘ Vater von ihrem alten Leben erzählte, stiegen ihm die Tränen in die Augen und so nahm Franz den Alten auch diesmal bei der Hand, drückte sie fest und sagte aufmunternd: „Mach dir keine Gedanken! Wir zwei werden in diesem Jahr einen Baum finden, der schöner ist, als alle anderen im Dorf!“ Mit noch nassen Augen wandte sich sein Vater an Franz: „Du bist ein guter Junge – ich wünsche dir nur, dass du es einmal besser haben wirst. Verdient hättest du’s auf jeden Fall.“

So stapften die beiden zusammen mit einem träge daneben her trottenden Lukas weiter, hielten hier und da an, um vorsichtig den Schnee von den Ästen einiger Bäume zu schütteln, nur um sie letztlich dennoch stehen zu lassen, da sie ihnen nicht gefielen. Nach einer Stunde Suche machten sie kurz Rast und aßen schnell die beiden dicken Brote auf, die ihnen die Mutter belegt hatte, wobei Franz den letzten Rest wieder einpackte: Mutter meinte es immer zu gut mit ihm.

Spuren im Schnee. Symbolfoto: Pixabay

Immer tiefer in den Wald hinein

Schließlich machten sich die beiden wieder auf den Weg, nur um kurze Zeit später erneut stehen zu bleiben, als Franz Vater einen wunderschönen Tannenbaum etwas abseits des Pfades entdeckt zu haben glaubte. „Franz, ich weiß nicht, wie tief der Schnee da hinten ist. Deswegen möchte ich, dass du derweil hier bleibst – und rühr dich ja nicht von der Stelle – ich bin gleich wieder da! Lukas, du passt gut auf ihn auf, ja?“ Sprach’s und war hinter einer Reihe dürrer Fichten verschwunden. Lukas indes schien irgendetwas gewittert zu haben und streckte seine feuchte Schnauze in die kalte Winterluft, wobei sein Atem kleine Wölkchen zauberte. Mit einem Mal stellte er sich komplett steif hin, sträubte das Fell, bleckte die Lefzen und begann ganz leise zu knurren. „Lukas, was hast denn?“ wollte Franz noch wissen, doch da hatte sich der Hund schon in Bewegung gesetzt und rannte unheimlich schnell für sein Alter in den Wald. „Lukas! Bleib doch da!“ rief Franz ihm noch hinterher, doch sah er schließlich keine andere Möglichkeit, als ihm nachzulaufen – immer tiefer hinein in das dichte Unterholz.

Das Gesicht überwuchert von dichtem Moos

Nach kurzer Zeit fand er seinen alten Freund bedächtig an einem kleinen Dachsbau stehen und neugierig die Nase hineinstecken. Als er Franz sah, wuffte er kurz und setzte sich neben das seltsame Loch in den kalten Schnee. „Ach Lukas, du Blinzdiegel! Wegen diesem dämlichen Dachs habe ich jetzt Schnee in den Schuhen – und frieren tut’s mich auch.“ Mit einem Mal blickte er erschrocken auf: „Wo ist denn jetzt überhaupt der Weg?“ Ängstlich schaute Franz sich um, konnte jedoch nicht einmal mehr erkennen, aus welcher Richtung er selbst gekommen war. „Hallo?“ rief er leise in den Wald, „Hallo? Vater? Bist du da?“ Keine Antwort. „Hallo?!“ diesmal etwas lauter – mit einmal Mal kam es kleinlich zurück: „Hallo.“ Erschrocken blickte Franz sich um, konnte jedoch niemanden entdecken. Da kam’s wieder, diesmal ganz nahe: „Hallo! Hier unten!“ Vor dem Loch stand plötzlich eine kleine, hutzelige Gestalt, die Franz irgendwie an einen Baumstamm erinnerte: Ihre Haut war braun und voller Falten, die Haare grün und sogar ein wenig schleimig, und das Gesicht überwuchert von dichtem Moos.

„Hab keine Angst! Ich werde dir nichts tun. Aber halt bitte dieses Ungeheuer weg!“ Lukas hatte die seltsame Gestalt zwischenzeitlich prüfend abgeschnuppert und sich ängstlich zu Franz verkrochen. „Keine Angst, der tut dir nichts. Aber sag: Wer bist du denn?“ „Ich bin das Holzfraala und wohne hier im Wald. Und du bist doch der kleine Franz, oder? Ich habe deinen Vater schon oft beim Holzsammeln gesehen. Er ist immer schön vorsichtig, wenn er meine Freunde, die Bäume, anfasst und nimmt nur die dürren Äste mit, niemals die noch grünen. Einmal hat er sogar drei Kreuze in denen Stumpf geschlagen, damit ich mich darunter vor dem Wilden Jäger verstecken kann! Aber was machst du denn heute hier?“ „Wir wollten eigentlich einen Christbaum suchen, aber ich habe mich verlaufen.“ Einzelne Tränen kullerten Franz über die Wangen.

Brotzeit für das Holzfraala

„Nanana, das ist doch halb so schlimm. Ich werde dich wieder zum Weg zurückbringen, aber sag mal: Hast du etwas zu essen? Ich hab‘ so schrecklichen Hunger!“ Schnell zog Franz die Reste seiner Brotzeit aus der Tasche und gab sie dem pummeligen Frauchen. „Danke dir! Hast was gut bei mir – so, und jetzt komm mit.“ Behände führte die kleine Gestalt Franz und Lukas durch den dichten Wald, hielt hier und da kurz an, schnupperte in die Luft und setzte seinen Weg fort. Mit einem Mal standen sie wieder auf dem kleinen Trampelpfad – Franz erkannte sogar noch seine eigenen Fußspuren und rief überglücklich nach seinem Vater. Das Holzfraala aber zog ihn noch einmal zu sich herunter, drehte seinen Kopf ein wenig auf die Seite und flüsterte: „Schau mal da hinten. Siehst du den Baum? Den schenk ich dir als Dankeschön für die Brotzeit! Nehmt ihn ruhig mit.“ Und mit einem Mal war es verschwunden. Gerade noch rechtzeitig, denn ansonsten hätte Franz Vater es womöglich noch gesehen, der gerade aus dem Wald herauskam und seinen Sohn überglücklich in die Arme schloss.

Eine alte Fichte als Geschenk

„Franz, Gott sei Dank! Ich dachte schon, du hättest dich verlaufen!“ Schnell stapften die beiden nach Hause, doch nachdem Franz seinem Vater die Geschichte erzählt hatte, die ihm widerfahren war, runzelte der nur kurz die Stirn und machte sich daran, den vom Holzfraala gezeigten Baum zu fällen. Es war eine klapprige, alte Fichte, aber die beiden waren so froh, dass sie sich wiedergefunden hatten, dass ihnen das vollkommen egal war.

Geschmückter Christbaum. Symbolfoto: Pixabay

Am Abend schmückte Franz zusammen mit seiner Mutter den Baum und sank erleichtert und glücklich in das kalte Bett. Wie groß jedoch war die Überraschung, als anstelle des alten Gestrüpps am nächsten Tag ein wunderschöner, voller Christbaum in der Mitte der Stube stand, dessen dicke Äste sich vor lauter Schmuck und Gaben aus dem Wald nur so bogen. Schnell weckte Franz seine Eltern, die das Wunder ebenso verblüfft bestaunten, wie ihr Sohn. Unter dem Baum zog Lukas letztlich ein einzelnes Paket hervor, auf dem in krakeliger Handschrift geschrieben stand: „Frohe Weihnachten wünscht das Holzfraala“. Und darin lag eine neue, flauschige Decke für Franz.


Text: Adrian Roßner


Mehr vom Wirtsgogl

Kinostart des Fichtelgebirgskrimis verzögert sich

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Fans des Fichtelgebirgskrimis Siebenstern müssen sich weiterhin auf den Start der Serie gedulden. Der geplante Kinostart im November muss verschoben werden. Darum soll es in dem Krimi aus dem Fichtelgebirge gehen: Siebenstern: Das Fichtelgebirge bekommt eine eigene Serie

Fichtelbergkrimi: Verspätung wegen FSK-Prüfung

Die Dreharbeiten waren bereits im August beendet. Dann begann für Regisseur Michael von Hohenberg allerdings erst die Hauptarbeit. Die Serie musste geschnitten und eine passende Filmmusik gefunden werden. Ende Oktober waren die Macher der Polizeiserie optimistisch ihren Zeitplan einhalten zu können. Doch wie auf der Facebookseite “Der Fichtelgebirgskrimi – Siebenstern” nun mitgeteilt wurde, scheitert der geplante Kinostart im November. Schuld daran ist die FSK-Prüfung.

Auch interessant:

Sobald die Altersfreigabe erfolgt ist, soll Ende Januar die Premiere statt finden. Einige Wochen später soll die Serie dann auch auf Streaming-Diensten wie Amazon verfügbar sein.

Ein Reiseführer der anderen Art: Die Poesie des Fichtelgebirges

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Der Tourismus im Fichtelgebirge boomt. Auch Einheimische zeigen sich begeistert von ihrer Heimat. Grund genug für Heike Greiner ein Buch über das Fichtelgebirge zu verfassen. 

Zelt freiraumfürmacher in Frankfurt

Aktion mitten in Frankfurt: Womit das Fichtelgebirge punktet

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Am Samstag waren mitten auf dem Frankfurter Roßmarkt ein Wald-Panorama, zwei durchsichtige Würfel unterschiedlicher Größe samt Menschen darin sowie ein großes Zelt zu sehen. Die Aktion #freiraumfürmacher wollte den Hessen zeigen, was man fürs gleiche Geld an Wohnraum in Frankfurt und im Fichtelgebirge bekommen kann. Wovon man im Fichtelgebirge noch profitiert, erfahren Sie im Folgenden.

Gute Work-Life-Balance

Mit der Kampagne #freiraumfürmacher soll deutschlandweit darauf aufmerksam gemacht werden, welche Möglichkeiten es für Unternehmer, Arbeitnehmer und Familien im Fichtelgebirge – und somit auch im Nord-Osten des Bayreuther Landkreises – gibt. Bereits im Vorjahr war das Team in Berlin oder München vor Ort, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Würfel in Frankfurt

So viel Wohnraum gibt’s für ein und das gleiche Geld. Foto: freiraumfürmacher

Wir haben wirklich bezahlbaren Wohnraum, wir haben Arbeitsplätze bei renommierten Unternehmen, darunter vielen Hidden Champions. Die kurzen Wege zur Arbeit, keine Staus und die ausgesprochen positive Work-Life-Balance machen das Leben und Arbeiten im Fichtelgebirge zu einem kleinen Traum. Nur weiß das leider kaum jemand.

(Katharina Hupfer, Willkommensagentur Fichtelgebirge)

Wovon Unternehmer im Fichtelgebirge profitieren

Doch das solle sich künftig ändern. Auch Unternehmer können von den Gegebenheiten im Fichtelgebirge profitieren:

Bei uns hat man vor allem Platz. Ein neues Bürogebäude, eine Produktionshalle, eine Teststrecke – wer gründen oder expandieren will, ist hier genau richtig.

(Katharina Hupfer, Willkommensagentur Fichtelgebirge)

Fichtelgebirgsnews. Foto: freiraumfürmacher

In Frankfurt wurden außerdem die Fichtelgebirgsnews, d.h. spezielle Abreißzettel, verteilt sowie Reverse Graffitis kreiert. Diese Schriftzüge und Bilder sind entstanden, indem Frankfurter Straßen und Wände mit Bürsten und Reinigungsmitteln gesäubert wurden.

Seiten

Felsen-Quell-Tour Weißenstadt

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Wandern im Fichtelgebirge

Felsen-Quell-Tour Weißenstadt

Die Felsen-Quell-Tour verbindet die schönsten Pfade rund um Weißenstadt. Auf der Route erwarten Sie außergewöhnliche Felsformationen, beeindruckende Orte der Stille, die Egerquelle und das Biotop der Eger. 

Die Route

Weißenstadt Felsenkeller, über Schönlind hoch zum Rudolfstein, Geotop Die drei Brüder, über das Weißenhaider Eck zur Egerquelle, Voitsumra, über Egerlebenspfad zurück nach Weißenstadt

Tour-Infos

  • Start: Bayreuther Straße
  • Schwierigkeitsstufe leicht
  • Dauer: 4,8 Stunden
  • Länge: 15,8 Kilometer
  • Höhenmeterdifferenz: 336 Meter
  • Maximale Höhe: 849 Meter
  • Minimale Höhe: 612 Meter

Eignung



grün = geeignet, gelb = witterungsabhängig, rot = ungeeignet

Kontakt und Ersteller

Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V.

Gablonzer Straße 11
95686 Fichtelberg

Telefon: 09272 – 969030
Email: info@tz-fichtelgebirge.de
Website: https://www.tz-fichtelgebirge.de/

Unsere Bayreuther Tagblatt Tipps für diesen Ausflug

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Service

  • Rundweg
  • Familienfreundlich
  • Pkw-Parkplätze am Einstieg

Download

PDF zur Tour

Mit dem Handy scannen – Daten unterwegs immer zur Hand


QR-Code Felsen-Quell-Tour Weißenstadt. Foto: TZ Fichtelgebirge

Beschreibung

Hinter der Friedhofskirche geht es ein kurzes Stück auf dem Höhenweg (Markierung „weißes H auf rotem Hintergrund“) links durch die „Hobbit Landschaft“ der historischen Felsenkeller von Weißenstadt und vorbei am Wohngebiet Lederer. Kurz bevor der Weg in den Wald führt, biegen Sie rechts ab und folgen dem Zeichen „blau-weiß-blau“ über einen Waldpfad bis zum Ortsteil Schönlind.

Von hier ab folgen Sie der Markierung „blauer Punkt“, bergauf zum Rudolfstein. Genießen Sie dort die phantastische Aussicht auf Weißenstadt und das Fichtelgebirge und lassen Sie sich durch die Felsformationen beeindrucken.

Weiter geht’s zum Geotop „Die drei Brüder“, eines der 100 schönsten Geotope in Deutschland. Nach ca. 400 m biegen Sie rechts ab und folgen dem Verbindungsweg mit der Markierung „blauer Schrägbalken“ bis zum Weißenhaider Eck.

Von hier an geht es weiter auf dem Egerweg (schwarzes E auf gelb) bis zur Egerquelle, ein wunderbarer Ort der Stille. Von der Quelle an geht es bergab, über Waldpfade bis zum Ortsteil Voitsumra, der durchquert wird. Weiter geht’s entlang des Egerweges, über die Straße und über den Eger-Lebenspfad zum Weißenstädter See. Folgen Sie weiter dem E entlang des Sees, bis zur „Bummeltränke“; hier rechts zur Friedhofskirche und zum Ausgangspunkt.

Unser Bayreuther Tagblatt Gastro-Tipp für diesen Ausflug

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Einkehr-
möglichkeiten

  • Historisches Kellerhaus
  • Landgasthof Birkenhof
  • Steakhouse im Siebenquell GesundZeitResort

Sehens-
würdigkeiten

  • Rudolfstein
  • Geotop die drei Brüder
  • Egerquelle
  • Eger-Lebenspfad

Park-
möglichkeiten

  • Parkplatz hinter der Friedhofskirche
  • Parkplatz am See
  • Parkplatz Egerquelle

Empfohlene
Ausrüstung

Übliche Mittelgebirgs-Wanderausrüstung mit festem Schuhwerk