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Ehemalige Röhrenseekaserne in Bayreuth. Archivfoto: Oliver Riess/luftbilder-deutschland.com

Wohnungen statt Parkplatz am Röhrensee in Bayreuth: 350 Wohnungen entstehen

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So geht es weiter an der ehemaligen Röhrenseekaserne in Bayreuth: Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim wird auf dem Areal der ehemaligen Röhrenseekaserne an der Ludwig-Thoma-Straße in Bayreuth in den nächsten Jahren Wohnungen für Familien mit niedrigerem Einkommen realisieren. Das teilt die Stadt Bayreuth mit. Jetzt steht der Siegerentwurf des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs fest. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, die selber als Sachpreisrichterin gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadt Jurymitglied war, begrüßt den Willen des Freistaats Bayern zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Röhrenseekaserne in Bayreuth: 350 neue Wohnungen

Für Bayreuth bedeutet das Projekt rund 350 neue Wohnungen in drei Wohnblöcken auf einem bisher überwiegend als Parkplatz genutzten Gelände. Die Oberbürgermeisterin verweist auf die steigenden Einwohnerzahlen Bayreuths und die unverändert hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit niedrigerem Einkommen.

„Die Initiative der BayernHeim und damit des Freistaats Bayern ist hier in Bayreuth sehr willkommen. Die Flächen auf dem ehemaligen Kasernengelände eignen sich hervorragend. Sie liegen innenstadtnah, sind nicht weit vom Naherholungsgebiet Röhrensee entfernt und fügen sich sehr gut in das Konzept der städtebaulichen Nachverdichtung, wie es die Stadt seit geraumer Zeit verfolgt“, sagt Merk-Erbe.

Kita und Parkhaus in Bayreuth

Die Stadt werde das Projekt auch in der weiteren Umsetzung nach Kräften unterstützen. Die preisgekrönte Konzeption umfasst neben Wohnungen unterschiedlicher Größe auch den Bau einer Kindertagesstätte, eines Quartierszentrums sowie ober- und unterirdische Parkflächen für rund 500 Fahrzeuge, heißt es von der Stadt Bayreuth.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden von Montag, 2. März bis Freitag, 13. März, in einer Ausstellung im Staatlichen Bauamt in Bayreuth der Öffentlichkeit präsentiert. Die Entscheidung über das Projekt wurde bereits im vergangenen Jahr in mehreren Sitzungen des Stadt- und Baurats in Bayreuth getroffen.

Parken in Bayreuth: Schotter soll weichen, Parkdeck wieder öffnen

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Wenn es regnet wird der Parkplatz Am Sendelbach zu einer einzigen großen Pfütze. Seit vier Jahren soll er daher saniert werden, soll der Schotter weichen und durch Pflastersteine ersetzt werden. Nach Jahren des Vertröstens spricht Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Bayer jetzt von einem Baubeginn im Frühjahr 2020.

Bauantrag liegt vor

Als Grund für die Verzögerung nennt er Unklarheiten bei der künftigen Verkehrsführung. Neben dem Parkplatz soll demnach ein kleiner Kreisel für den Lieferverkehr an das Rotmain-Center gebaut werden. Auch, dass vom Wittelsbacherring in die Straße Am Sendelbach erst testweise nicht mehr abgebogen werden durfte und jetzt dauerhaft nicht mehr darf, habe die Planungen verzögert. Jetzt liege der Stadt ein entsprechender Bauantrag der Stadtwerke vor, sagt Bayer. Werde der noch in diesem Jahr genehmigt, könnten die Bauarbeiten im nächsten Frühjahr starten.

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Schranke statt Ticket-Automat

Geplant ist dann, den Teil für Dauerparker noch deutlicher vom Teil für Kurzzeitparker zu trennen. Ein- und ausfahren sollen Parker künftig über eine Schranke. Außerdem könnten weitere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufgestellt werden, sagt Bayer.

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Spielplatz muss wandern

Und noch eine Neuerung: Der Spielplatz direkt neben dem Parkplatz soll umziehen. Er soll ein wenig kleiner werden und näher an die Kulmbacher Straße rücken.

Streitfall Tiefgarage

Und wenige Meter weiter tut sich in Sachen Parkplätze dagegen nichts. Seit nunmehr eineinhalb Jahren ist in der Tiefgarage Unteres Tor das zweite Untergeschoss gesperrt. Über 100 Parkplätze, allen voran für Dauerparker, fehlen damit. Der Grund laut Stadtwerke-Chef Bayer: Eine Fachfirma habe bei der Sanierung der Tiefgarage einen sogenannten “kathodischen Korrosionsschutz” einbauen sollen. Dabei handelt es sich um ein System, das die Bauteile vor Rost schützt indem es sie leicht unter Strom setzt. Nur funktioniere dieses System nicht.Der Versuch, die Firma außergerichtlich zum Nachbessern zu bewegen, sei bislang aber ohne Erfolg geblieben, so Bayer.

Dabei wird das Parkdeck dringend benötigt. Die Wartezeit für einen Dauerparkplatz am Sendelbach liege derzeit bei rund zwei Jahren. Immerhin: Mit rund 330.000 Parkern verzeichneten die Stadtwerke im vergangenen Jahr nur 10.000 weniger als im Vorjahr. Obwohl der Parkplatz an der Stadthalle sanierungsbedingt fehlt.