A9: Sperrung der Anschlussstelle Trockau

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Im Zuge der bereits laufenden Fahrbahnerneuerung und Bauwerksinstandsetzung auf der A9 zwischen dem Parkplatz Sophienberg und der Tank- und Rastanlage Fränkische Schweiz ist die Sperrung der Anschlussstelle Trockau in Fahrtrichtung München erforderlich.

Baustelle bis Oktober

Die Sperrung beginnt am Montag, 9. September, um 6 Uhr und dauert voraussichtlich bis Mittwoch, 2. Oktober, um 18 Uhr.

In diesem Zeitraum werden die Asphaltschichten, die Bankette sowie die Fahrzeugrückhaltesysteme in der Anschlussstelle Trockau und auf der Hauptfahrbahn im Bereich der Anschlussstelle Trockau erneuert.

Umleitung ausgeschildert

Die Autobahndirektion Nordbayern bittet alle Verkehrsteilnehmer, auf andere Anschlussstellen auszuweichen und die Umleitungsempfehlungen vor Ort zu beachten.

Sechs Azubis: Das ist der Nachwuchs im Landratsamt

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Zum 1. September haben im Landratsamt sechs Auszubildende ihren Dienst begonnen. Landrat Hermann Hübner hat sie zusammen mit der Ausbildungsbeauftragten Christina Melzner (links) begrüßt.

Den Beruf des Verwaltungsfachangestellten lernen: Shannon Bärnreuther (2. v. l.), Melissa Saalfrank (3. v. l.) und Sarah Schiener (4. v. l.). Die Ausbildung zum Straßenwärter haben aufgenommen: Hannes Legath (6. v. l.) und Tim Beck (8. v. l.). Verwaltungssekretäranwärter ist Maximilian Krüger (7. v. l.).

(v.r.n.l.) Bayerns Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, überreichte am Dienstag in München den Bescheid der Sonderförderung an Jana-Lisa Kirsch (Landratsamt Bayreuth) und Thiemo Jahn (Stadt Bayreuth)

Sonderförderung für Region Bayreuth: Info-Portal in Planung

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Bayreuth ist eine von acht Regionen, die am Dienstag den Bescheid für eine Sonderförderung erhalten hat. Überreicht wurde dieser vom Bayerischen Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, in München.

In über 60 regionalen Initiativen – darunter auch die Region Bayreuth – werden mit der Förderrichtlinie Landesentwicklung erfolgreiche Projekte in ganz Bayern unterstützt. Zusätzlich dazu soll die Sonderförderung für „Regionale Zukunftsprojekte“ vorbildliche Projekte in der Region auszeichnen und sichern, dass diese auch künftig weiterentwickelt werden können.

Kultur-Entwicklungsplan ausgezeichnet

Die Region Bayreuth wurde aktuell mit ihrem Projekt „Kulturentwicklungsplan für Stadt und Landkreis Bayreuth (KEP)“ ausgezeichnet. So erhalten Stadt- und Landkreis eine zusätzliche Sonderförderung in Höhe von bis zu 148.500 Euro, mit der das neue Informationsportal der Region entwickelt und umgesetzt werden kann.

Staatssekretär Roland Weigert

Foto: csu-landtag.de

Die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern ist unser oberstes Ziel. Die Regionen sollen mit maßgeschneiderten Lösungen fit für die Zukunft gemacht werden. Mit den Sonderförderungen unterstützen wir sie dabei, innovative Zukunftsprojekte oder Zukunftsstrategien umzusetzen.

(Roland Weigert, Bayerischer Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie)

Der Bescheid zur Sonderförderung wurde an Jana-Lisa Kirsch vom Landratsamt Bayreuth und Thiemo Jahn von der Stadt Bayreuth überreicht.

Lidl: Tumulte wegen Thermomix-Alternative

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Im Frankreich hat der Verkaufsstart des Küchengeräts “Monsieur Cuisine Connect” in Lidl-Filialen zu großem Chaos geführt.

Tumultartige Szenen

Zur Ladeneröffnung stürmten die Kunden den Markt und stürzten sich, ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen, auf die Thermomix-Alternative. Dabei rissen sich die Kunden um Kartons, stapelten sie aufeinander und rangelten um ihre Einkaufswägen. Binnen kürzester Zeit war das neue Produkt komplett ausverkauft.

Ein Twitter-Video dokumentiert den Wahnsinn. Die Nutzerin urteilt: „Das ist Krieg! (C’est la guerre)“.

Der Monsieur Cuisine Connect ist eine Alternative zum hier abgebildeten Thermomix, der in Bayreuth auf der Bau-und Wohnmesse zu sehen war. Foto: Thorsten Gütling

Hohe Nachfrage

Das Gerät kann unter anderem Kochen, Dampfgaren und vieles mehr. Die Nachfrage nach dem neuen Thermomix-Konkurrenten ist derart hoch, dass sich, laut Medienberichten, auch in anderen Filialen ähnliche Szenen abspielten. 

Beesexual: Wie Pornos die Bienen retten können

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Am 8. Mai hat die erste Lesung zum Volksbegehren Artenvielfalt im Landtag begonnen. Doch während die bayerischen Politiker über den Gesetzesentwurf diskutieren, werden in Nordamerika ganz andere Geschütze aufgefahren.

Bienen-Pornos für den Artenschutz

Um auf das Aussterben der Bienen aufmerksam zu machen, hat sich eine kanadische Firma eine besondere Kampagne einfallen lassen. “Beesexual” heißt das Projekt. Es wurde von der Pornofilm-Plattform Pornhub ins Leben gerufen. Für jeden Klick auf die Bienenpornos spendet die Plattform für den Tierschutz.

Gemeinsam mit den Organisationen “Operation Honey Bee” und “Center for Honeybee Research” ruft die Pornoplattform zum “Masturbieren für den guten Zweck” auf. Noch bis Mitte Mai läuft die Spendenaktion. Danach bleiben die Videos allerdings auf der Plattform unter der Kategorie “Beeporn” erhalten.

Wir machen es uns bei Pornhub zur Aufgabe, sicherzustellen, dass
jeder Mensch großartigen Sex hat, sogar Mutter Natur. Wir haben kurze Videos von der Bienenfuttersuche zu dem gemacht, was sie wirklich
sind: Naturporno, aber jetzt mit den Stimmen einiger deiner Lieblingspornostars.

(Pornhub)

Zusätzlich bietet Pornhub eine extra Website auf der nicht nur die Videos zu finden sind, sondern auch Tipps und Tricks, wie man sein eigenes Zuhause bienenfreundlich gestalten kann.


Bayerischer Landtag nimmt Volksbegehren an

In Bayern wurde derweil mit gesitteten Mitteln gekämpft. Mit 18,4 Prozent ist das Volksbegehren “Rettet die Bienen” das Erfolgreichste in der Geschichte Bayerns. Neben der Annahme des Gesetzestextes des Volksbegehrens durch den Landtag haben CSU und freie Wähler ein ergänzendes Begleitgesetz entworfen. Es heißt “Gesamtgesellschaftliche Artenschutzgesetz – Versöhnungsgesetz”. Nun wollen die Parteien das Volksbegehren zugunsten der Landwirte abmildern. Damit wird nach Aussagen der ÖDP Bayern zum “Vorreiter in Sachen Artenschutz”.

Agnes Becker, stellvertretende bayerische Landesvorsitzende ÖDP:

Letzte gelbe Telefonzelle abgebaut

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Früher prägten gelbe Telefonzelle das Stadtbild deutscher Großstädte. Heute hat die Deutsche Telekom am Königssee das letzte verbliebene gelbe Telefonhäuschen abgebaut.

Spektakulärer Abtransport

Die Deutsche Telekom inszenierte den Abtransport des letzten gelben Telefonäuschens spektakulär in einem Video. Dabei wird die Telefonzelle erst auf einen Lkw verladen und später per Boot über den Königssee transportiert, da der ursprüngliche Standort nicht auf dem Landweg erreicht werden kann.

Vor Jahren gab es noch mehr als 100.000 solcher Telefonhäuschen in Deutschland. Rund die Hälfte davon hatten die charakteristische gelbe Farbe.Vor dem Aufkommen der Mobiltelefone prägten die Häuschen das Bild deutscher Städte. Seit Ende der 90er-Jahre liefen jedoch Handys den Telefonhäuschen den Rang ab. In Folge wurden die öffentlichen Telefone nach und nach abgebaut, immer dann, wenn der Umsatz des jeweiligen Telefons unter 50 Euro pro Monat sinke. Dabei werden Kosten wie Reparatur, Reinigung sowie Strom und Anschlusskosten verrechnet. Nun ist also auch das letzte gelbe Häuschen Geschichte.

Geschichte der Telefonhäuschen

  • Das erste Telefonhäuschen wurde 1881 in Betrieb genommen
  • Seit 1899 gab es Münzfernsprecher
  • Telefonate kosteten anfangs zwei Groschen
  • Ab den 1920er Jahren gab es flächendeckend Telefonzellen in deutschen Städten
  • Ab 1946 war für Telefonzellen die Farbe Gelb vorgeschrieben
  • Seit Mitte der 90er stellte die Telekom grau-magentafarbene Häuschen auf
  • Die letzte gelbe Telefonzelle stand am Wallfahrtsort St. Bartholomä
  • Insgesamt gibt es noch etwa 17.000 Telefonzellen in Deutschland (Stand: Anfang 2019)

Fahrerflucht: Coburger Staatsanwalt ermittelt gegen Hohlmeier

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Wie mehrere Presseagenturen übereinstimmend melden, hat das Europäische Parlament die Immunität der Europa-Abgeordneten Monika Hohlmeier (CSU) aufgehoben. Die gebürtige Münchnerin sitzt für Oberfranken im EU-Parlament und ist die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.

Das hat sich Hohlmeier zu schulden kommen lassen:

Der Leitende Oberstaatsanwalt in Coburg wirft der Politikerin vor, im September 2018 in Lichtenfels beim Einparken ein Autos angefahren und anschließend Fahrerflucht begangen zu haben. An dem Auto des Geschädigten sei ein Schaden von etwa 290 Euro entstanden. Wie die Agenturen weiter melden, geht das EU-Parlamenten davon aus, dass die mutmaßliche Straftat in keinem unmittelbaren Zusammenhang zu Hohlmeiers Arbeit als Abgeordnete steht.

Die entsprechende Notiz aus dem EU-Parlament gibt es hier. 

Immunität aufheben heißt:

Besteht der Verdacht, dass ein Abgeordneter gegen das Gesetz verstoßen hat und will die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermitteln, muss sie das zuvor dem Parlament mitteilen. Das wiederum muss die Immunität des Abgeordneten aufheben. Solange das nicht passiert, ist der Abgeordnete erstmal vor Strafverfolgung geschützt.

Hintergrund dieses Schutzes:

Abgeordnete sollen im Parlament zunächst einmal frei ihre Meinung äußern dürfen – und zwar ohne Angst davor, mundtot gemacht oder verfolgt zu werden. Andernfalls könnte die Regierung unliebsame Gegner einfach weg sperren, wie das in anderen Ländern teilweise passiert. Mit der Immunität sollen Meinungsvielfalt und Demokratie geschützt werden.

Das sagt Monika Hohlmeier dazu:

Angeblich soll ich bereits im vergangenen September ein anderes Auto beim Einparken berührt haben. Als ich davon erfahren habe, habe ich mich sofort mit der Eigentümerin in Verbindung gesetzt und habe ihr gegenüber betont, dass ich den Kontakt nicht bemerkt habe. Da ich aber weder auf Streit noch auf Rechthaberei ausgerichtet bin, habe ich mich entschuldigt und noch im September die Kosten aus dem Angebot der Werkstatt in Höhe von 241,88 Euro privat überwiesen.

Die Geschädigte wollte den Betrag ausbezahlt haben und hat sich gegen eine Ausbesserung des Lackschadens entschieden. Das ist ihr gutes Recht. Wir haben alles freundlich und im gegenseitigen Einverständnis geregelt.

So etwas ist mir in den letzten 30 Jahren noch nie passiert. Dies könnte allerdings nach deutschem Recht als Fahrerflucht gewertet werden. Aus diesem Grund musste die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Aufhebung meiner Immunität beim Europäischen Parlament stellen. Ich habe das Parlament und den zuständigen Ausschuss gebeten, die Aufhebung sofort zu veranlassen, um der Staatsanwalt die Möglichkeit zu geben, das Verfahren ohne Verzögerung sofort bearbeiten zu können.
Nach deutschem Recht MUSS hier die Staatsanwaltschaft aus öffentlichem Interesse von Amts wegen ermitteln. Auch, wenn der Schaden noch so klein ist.

(Monika Hohlmeier)

Reaktion auf Facebook:

Ü-16-Party: Micaela Schäfer ruft das Jugendamt auf den Plan

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Die Party kann steigen. Erotik-Model und Dschungelcamp-Teilnehmerin Micaela Schäfer darf in Regensburg auftreten. Eine Selbstverständlichkeit ist das keineswegs. Eltern hatten das zuvor zu verhindern versucht.

Denn Schäfer wird auf der sogenannten Schools Out-Party 2.0 auftreten, einer Party also für Jugendliche. Erst will sie Platten auflegen, dann Autogramme schreiben. Und Schäfer, eigenen Angaben zufolge Deutschlands bekanntester Nackt-Promi, hat bereits im Vorfeld in einem Video angekündigt, womit noch zu rechnen ist: dass sie die Hüllen fallen lässt.

Die Ankündigung rief einige Eltern auf den Plan. Das Regensburger Amt für Jugendschutz wurde eingeschaltet. Tagelang wurde überlegt, wie mit den Beschwerden umzugehen sei. Ob gar die Altersbeschränkung für die Party auf 18 Jahre angehoben werden müsste.

Das Jugendamt hat heute sein Go gegeben.

(Pierre van Hooven, Radiomoderator und Partyveranstalter)

Heute dann die Entscheidung. “Das Jugendamt hat heute sein Go gegeben”, sagt Pierre van Hooven. Er ist Radiomoderator und Party-Veranstalter in Regensburg. Auf Nachfrage des bt sagt er: Voraussetzung für die  Genehmigung des Jugendamts ist aber: van Hooven musste schriftlich versichern, dass sich Micaela Schäfer bei der Veranstaltung nicht komplett nackig macht. Volker Sgolik, der Leiter des Regensburger Jugendamts, bestätigt das.

Micaela ist ziemlich unberechenbar. Solange sie den String anlässt, sind die Voraussetzungen aber erfüllt.

(Pierre van Hooven, Veranstalter)

Gar nicht so einfach, das völlige Blankziehen Schäfers zu verhindern, weiß van Hooven, der den Nackt-Promi schon von einigen anderen Veranstaltungen zu kennen angibt. “Micaela ist ziemlich unberechenbar. Solange sie den String anlässt, sind die Voraussetzungen aber erfüllt.”

Erinnerungsfoto aus alten Tagen: Pierre van Hooven und Micaela Schäfer.Foto: red

Van Hooven sagt, dass er seit 2013 Partys in Regensburg veranstalte und, dass er einen solchen Bohei noch nie erlebt habe. Als bekämen 16-Jährige heutzutage auf ihren Handys nicht längst viel mehr als nur nackte Brüste zu sehen, sagt der Veranstalter. Allerdings: Der Club in dem Schäfer die Hüllen fallen zu lassen angekündigt hat, ist direkt gegenüber des Regensburger Doms. Vielleicht stehe die Party im streng katholischen Regensburg auch deshalb unter besonderer Beobachtung, sagt van Hooven.

Immerhin: Der Streit zwischen Veranstalter, Eltern und dem Jugendamt entpuppt sich als ideale Werbung für die Veranstaltung. Mittlerweile sei der Fernsehsender RTL auf die Party aufmerksam geworden und wolle ein Kamera-Team schicken, sagt van Hooven. Auch mit einem ordentlichen Ansturm an der Tür rechnet der Veranstalter.

Die meist besuchte 16+ Party der Stadt war von uns!

(Pierre van Hooven auf Facebook)

600 Gäste passen in den Club Helga, in dem Micaela Schäfer am 22. März auftreten wird. Über 1.000 sollen schon einmal zu einer Veranstaltung van Hoovens gekommen sein, der damit wirbt, die größte Ü-16-Party veranstaltet zu haben, die Regensburg je gesehen hat.

Das Arbeits- und Sozialgericht in Bayreuth

Gemeinde vor Gericht: Danke, Chef!

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Kuriose Szenen vor dem Bayreuther Arbeitsgericht. Das Tischtuch zwischen einer Gemeinde und ihrem früheren Verwaltungsleiter ist zerschnitten. Der Richter verlangt dennoch ein wohlwollendes Arbeitszeugnis und ein Zeichen des Bedauerns. Damit tun sich die Gemeinderäte aber spürbar schwer.

Der Bürgermeister war der erste, der im Ahorntal ging. Im dortigen Rathaus haben in den vergangenen Wochen einige Funktionsträger ihre Posten geräumt – oder räumen müssen. So beschloss der Gemeinderat erst, den neuen Verwaltungsleiter nicht über die Probezeit hinaus zu beschäftigen, woraufhin auch die stellvertretenden Bürgermeister Nummer eins und zwei das Handtuch warfen. Über Nacht stand die Gemeinde ohne Führung da, das Landratsamt musste einspringen – ein bisher einmaliger Vorgang im Kreis.

Der Mann will Geld, die Gemeinde fragt wofür

Zumindest eine Personalie, nämlich die des Ex-Verwaltungsleiters, hat jetzt vor dem Bayreuther Arbeitsgericht ein Nachspiel. Denn der Mann hätte für seinen frühen Abgang gerne eine finanzielle Entschädigung. Er ist der Meinung, dass die Probezeit längst um gewesen sei, als man ihn feuerte. Weil sie kurz zuvor verkürzt worden sei. Davon allerdings will man in der Gemeinde nichts wissen. Zwar gebe es ein Papier, auf dem von einer kürzeren Probezeit die Rede sei, nur fehle unter dem die Unterschrift des damaligen Bürgermeisters.

Das Arbeits- und Sozialgericht in Bayreuth. Foto: Thorsten Gütling

Vor dem Arbeitsgericht Bayreuth ist dann auch von “Verwirrungen und Verwicklungen” im Rathaus die Rede, von einem Umgang, der von oben herab statt auf Augenhöhe stattgefunden habe, aber auch davon, dass ein Mitarbeiter dem Ex-Chef schon mal aufgezählt habe, was ihn alles nichts angehe.

Über der neuen Straße baumeln die alten Kabel

Ein erster Schlichtungsversuch ist gescheitert. Die Gemeinde soll zu wenig Geld geboten haben. Geld will die Gemeinde eigentlich auch gar keines zahlen. “Die Forderung entzieht sich all meiner Vernunft und meinem Gerechtigkeitssinn”, sagt der derzeitige stellvertretende Rathauschef, Johannes Knauer. So recht zufrieden will man mit der Arbeit des Ex-Verwaltungschefs nämlich auch nicht gewesen sein. Wer lasse schon eine Straße ausbauen, über der die alte Stromverkabelung danach weiter von den Masten baumle. Solche Planungsfehler könne man unmöglich dem Bürgermeister in die Schuhe schieben, das müsste ein Verwaltungsleiter wissen. “Irgendwann ist das Fass eben voll”, sagt Knauer. Schließlich habe man dem Mann sogar schon Urlaub ausgezahlt, den er aus seiner früheren Tätigkeit in einer anderen Gemeinde mit nach Ahorntal gebracht habe.

Das Arbeits- und Sozialgericht in Bayreuth. Foto: Thorsten Gütling

Von seinen Ansprüchen zurücktreten will der Ex-Verwaltungsleiter aber auch nicht. Über seinen Anwalt lässt er ausrichten, dass es ihm weniger um Geld an sich, sondern vielmehr um ein Zeichen der Wertschätzung und des Dankes gehe. Das wiederum ließe sich doch ändern, findet der Richter.

Ein Abgang, der bedauert werden will

Auf seinen Vorschlag hin, einigt man sich schließlich auf ein wohlwollendes Arbeitszeugnis. In dem soll explizit niedergeschrieben werden, dass die Gemeinde Ahorntal den Weggang des Ex-Verwaltungsleiters bedaure. Und, dass man ihm für seine Arbeit danke.

Unter den Zuhörern im Saal sitzen einige Gemeinderäte, die sich mit dieser Entscheidung spürbar schwer tun. In ihrer nächsten Sitzung wollen sie darüber entscheiden, ob sie sich dazu durchringen können.