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Amtsanmaßung und Sachbeschädigung: Frau malt in Oberfranken Zebrastreifen auf die Straße

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In Oberfranken muss sich eine Frau jetzt wegen Amtsanmaßung und Sachbeschädigung verantworten. Sie hat im Landkreis Hof einen Zebrastreifen auf die Straße gemalt. 

Bierdeckel: Bayreuths längst vergessene Brauereien

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Florian Meisel hat ein ganz besonderes Hobby. Der Bischofsgrüner sammelt Bierdeckel. Für das Bayreuther Tagblatt hat er eine Auswahl aus dem Landkreis Bayreuth zusammengestellt. Darunter finden sich auch viele Brauerei, die es inzwischen gar nicht mehr gibt. Die bt-Leser haben auch kürzlich über das beste Bockbier Bayreuths abgestimmt.

Wer erinnert sich noch an die Brauerei Engelbrecht oder den Schillingskeller in Bayreuth? In der Bildergalerie unter dem Text, kann man durch lange vergessene Brauereien stöbern.  

36.000 Bierdeckel

Bereits sein Vater habe Bierdeckel gesammelt und vor knapp 20 Jahren sei auch er diesem Hobby verfallen, so Florian Meisel. Inzwischen ist die Sammlung des Familienvaters bereits auf rund 36.000 Bierdeckel aus dem gesamten deutschsprachigen Raum angewachsen. Darunter finden sich knapp 5.000 verschiedene Brauereien.

Durch Tauschbörsen oder Anzeigen findet man immer neue Schätze. Die Arbeit, die dahinter steckt, ist allerdings sehr zeitintensiv.

(Florian Meisel)

Die Bierdeckel werden dann von Meisel alphabetisch geordnet und in Kisten verpackt. Denn eine licht- und staubgeschütze Lagerung sei wichtig.

Bierdeckel aus den 20er Jahren

Interessant an den Bierdeckeln ist auch das Alter. In Meisels Sammlung finden sich viele Bierdeckel aus den 20er und 30er Jahren.

Um das Alter der Bierdeckel zu bestimmen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben dem Impressum gibt auch die Dicke der Bierdeckel oftmals Aufschluss über das Alter.

(Florian Meisel)

Zeitreise durch längst vergessene Brauereien

15. Deutsche Meisterschaft der GNBF im Bodybuilding
Foto: Mathias Beckmann
15. Deutsche Meisterschaft der GNBF im Bodybuilding
Foto: Mathias Beckmann
15. Deutsche Meisterschaft der GNBF im Bodybuilding
Foto: Mathias Beckmann
15. Deutsche Meisterschaft der GNBF im Bodybuilding
Foto: Mathias Beckmann
15. Deutsche Meisterschaft der GNBF im Bodybuilding
Foto: Mathias Beckmann

Sie besitzen ebenfalls noch alte Bierdeckel? Dann melden Sie sich bei Florian Meisel unter der Telefonnummer 09276-926198.

Roboter-Assistent: Hightech-Investition am Klinikum Kulmbach

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Das OP-System „Da Vinci“ hat sich das Klinikum Kulmbach rund 1,5 Millionen Euro kosten lassen. Die in USA entwickelte Technologie ermöglicht besonders schonende Eingriffe und kann mehr als eine menschliche Hand.

Ein hochkarätiges System

Dr . Jordan Todorov, Leitender Arzt der Klinik für Urologie am Klinikum Kulmbach, hat Grund zur Freude: Seit einigen Wochen kann er bei laparoskopischen Eingriffen, zum Beispiel bei Prostata-Operationen, mit einem Roboter-assistierten OP-System mit dem Namen „Da Vinci“ arbeiten. Rund 1,5 Millionen Euro hat das Klinikum Kulmbach in dieses hochkarätige System investiert. Seit Ende Juli ist es in Betrieb.

Nach den ersten 20 Operationen kann Dr. Todorov eine ausgesprochen positive Bilanz ziehen: „Alle Patienten haben die Operation als ausgesprochen schonend empfunden. Alle konnten noch am Tag der OP wieder mobilisiert werden, und bisher hatte auch niemand Probleme mit einem funktionalen Ausfall oder Komplikationen.“ Für den Chef der Urologie ist jetzt schon klar, diese Investition hat sich gelohnt. Sie wird sich noch mehr lohnen, wenn weitere Kliniken des Hauses mit dem „Da Vinci“ arbeiten. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Das neue System Da Vinci. Foto: Klinikum Kulmbach.

Arbeiten an der Konsole

Wer als Operateur mit dem neuen System arbeiten will, muss sich gründlich schulen lassen und sich auf eine ganz neue Arbeitstechnik einstellen. „Der Operateur“, berichtet Dr. Todorov, „steht nicht am Tisch, sondern sitzt an einer Konsole im Operationssaal und hat keinen direkten Kontakt zum Patienten. Von der Konsole aus steuert der Chirurg das Gerät.

Es ist so konstruiert, dass Patienten aus der Ferne operiert werden können. „Der Begriff Roboter ist nicht korrekt“, klärt der Mediziner auf. „Der Da Vinci macht keine einzige Bewegung allein. Die Arbeit muss der Operateur natürlich noch selbst machen.“ 

Tun, was Hände nicht können

Der Assistent, nicht der eigentliche Operateur, ist derjenige, der ganz nah am Patienten ist. Dabei hat er aber maximale Unterstützung und ist in der Lage, mit einer Präzision zu arbeiten, die Hände allein nicht möglich machen könnten. „Die Instrumente sind in alle Richtungen beweglich. Dadurch hat man einen Zugang von allen Seiten zu den Organen. Das erleichtert die minimal invasiven Operationen immens und macht auch schwierigste Zugänge und Eingriffe wesentlich einfacher und sicherer“, schildert Dr. Todorov seine Erfahrungen mit dem „Da Vinci“.

Dr. Jordan Todorov an der „Workstation“ des Da-Vinci-Systems. Der Operateur steht nicht mehr direkt am Patienten, sondern steuert jede Bewegung von der Konsole aus. Der Vorteil: Die Geräte des Da Vinci sind wesentlich beweglicher als menschliche Hände, das Gerät gleicht zum Beispiel ein kurzes Zittern von Händen selbstständig aus und nicht zuletzt macht es die feine, stark vergrößerter Sicht auf das Operationsfeld möglich, auch kleinste Nerven und Gefäße zu erkennen. Foto: Klinikum Kulmbach.

Besonders schonende Operationen

Das immense Bewegungspotenzial des Geräts sei beeindruckend, sagt Dr. Todorov. Der „Da Vinci“ sei zudem in der Lage, auch jede Bewegung des Chirurgen zu „filtern“. So könne jedes kurze Zittern der Hand ausgeglichen werden. Die Sicht des Operateurs schildert der Arzt als hervorragend. Er sieht sein Operationsfeld in 3D mit extrem hoher Auflösung.

„Ich erkenne feinste Strukturen, kleinste Gefäße und Nerven sehr leicht. Das macht es mir natürlich möglich, ganz besonders schonend zu operieren.“ Mit der offenen OP-Methode seien so feine Präparationen gar nicht möglich. Gerade bei Prostata-Operationen sei das ein entscheidender Vorteil. Die Rate der Patienten, die nach einer Prostata-OP inkontinent werden oder ihre Potenz verlieren könne wesentlich gesenkt werden.

Höhere Präzision

Ein weiterer Vorteil bei laparoskopischen Eingriffen: Im Gegensatz zu offenen Operationen werden kaum Blutkonserven gebraucht. „Bislang brauchte keiner unserer Patienten Blut. Bei einer offenen OP gehört das schon fast als Routine dazu.“ Seit zehn Jahren bereits werden am Klinikum Kulmbach Prostata-Operationen minimal invasiv durchgeführt, wo immer das möglich ist. Die Zahl der Patienten ist steigend.

Von Januar bis Ende April gab es, wie Dr. Todorov informiert, bereits 50 solcher Eingriffe am Kulmbacher Klinikum. Eingriffe an der Prostata seien sehr komplex, berichtet der Leitende Arzt. Abhängig davon, ob Lymphknoten betroffen sind, kann ein Eingriff durchaus auch vier Stunden dauern. Der „Da Vinci“ mache die Operation nicht schneller, aber deutlich präziser.

Der Assistent, nicht der eigentliche Operateur, ist derjenige, der ganz nah am Patienten ist. Foto: Klinikum Kulmbach.

Ganz besonders wichtig sei die Teamarbeit, wenn man mit einem solchen System operiert, macht Dr. Todorov deutlich. „Alle müssen eingespielt sein. Jeder muss ganz genau wissen, wer was tut.“ Die gründliche Schulung für den Einsatz dieses Systems sei unerlässlich.

Eine große Hilfe

Der „Da Vinci” ist nicht nur in der Urologie eine große Hilfe. Auch in der Gynäkologie leiste das System wertvolle Arbeit. Deswegen steigen, wie Dr. Todorov informiert, nun auch die Gynäkologen am Klinikum in diese OP-Technologie ein und lassen sich schulen. Auch andere chirurgische Fachrichtungen werden sich dieser Methode später bedienen. Die Schulung am „Da Vinci“ ist aufwendig.

Vier Monate lang wurde Dr. Todorov über verschiedene Module täglich zwei Stunden lang intensiv trainiert. Zweimal war er zu Schulungen in Straßburg. Dann hat er die Zulassung erhalten, mit dem „Da Vinci“ zu arbeiten. Das System ist in den USA entwickelt worden, weiß Dr. Todorov. Grundlage für die Entwicklung war der Anspruch, eine Operation durchführen zu können, ohne dass der Operateur direkten Kontakt zum Patienten hat. 

Mobiles Arbeiten

Die Annahme, dadurch auch in Krisengebieten beste medizinische Versorgung zum Beispiel für Angehörige des Militärs bieten zu können, habe sich allerdings nicht erfüllt. „Da bräuchte man einen extrem schnellen und absolut sicheren Internetzugang“, erklärt der Kulmbacher Urologe. Aber auch wenn der ursprüngliche Gedanke verworfen werden musste, habe sich das System dennoch als Konzept durchgesetzt und in der Chirurgie bereits große Erfolge erzielt.

Dr. Jordan Todorov. Foto Klinikum Kulmbach.

Der „Da Vinci“, sagt Dr. Todorov, sei nicht an einen festen Ort gebunden. „Das Gerät wird aufgestellt und angeschlossen, dann kann es losgehen. So könne das System problemlos in jedem der OP-Säle des Klinikums genutzt werden. Die Nachfrage von Patienten für urologische Eingriffe mit dem „Da Vinci“ ist sehr groß. Deswegen bereitet sich mit Oberarzt Rosen Dimitrov nun bereits ein zweiter Facharzt für Urologie am Klinikum Kulmbach auf die Arbeit mit dem neuen OP-System vor.

Bedeutender Schritt

Schon im November wird Oberarzt Dimitrov seine Zertifizierung erhalten. Landrat Klaus Peter Söllner sieht als Vorsitzender des Zweckverbandes Klinikum Kulmbach die Investition als einen bedeutenden Schritt in Sachen Medizintechnik. „Das System arbeitet bereits zur vollsten Zufriedenheit der Urologen. Jetzt folgen die Gynäkologen und es werden weitere Fachabteilungen folgen. Das ist für uns eine tolle Geschichte und hebt uns in der Medizintechnik auf einen ganz neuen Stand.“

Als unerlässlichen und wichtigen Schritt für das Klinikum Kulmbach sieht auch Oberbürgermeister Henry Schramm den Kauf des „Da Vinci“ an. „Es gilt, die modernste Technik für bestmöglichste Behandlungsergebnisse für unsere Patienten bereitzustellen. Mit Dr. Todorov haben wir einen ausgewiesenen Spezialisten, der mit diesem neuen Gerät nun seine Patienten noch genauer operieren kann.

Es freut mich auch, dass schon bald weitere Kliniken dieses System einsetzen werden. Für Schramm ist nach den hervorragenden ersten Erfahrungen klar: „Diese Investition war absolut richtig und bringt unser Haus weiter voran. Stillstand bedeutet auch in einem Krankenhaus Rückschritt. Wir tun alles, um beste Rahmenbedingungen für unsere Patienten zu schaffen.“

“Jetzt soll Leben in die Bude kommen”: So sieht die neue Jugendstätte aus

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Offene, lichtdurchflutete Räume, modern und farbenfroh – das ist die neue Jugendstätte des Kreisjugendrings Bayreuth in Haidenaab. Im Video über dem Text gibt’s einen kleinen Einblick in die neuen Räumlichkeiten. 

“Schick und modern – ein wahres Vorzeigeobjekt”

Rund 3,2 Millionen Euro investierte der Landkreis Bayreuth in das neue, moderne Selbstversorgerhaus. Die Jugendstätte bietet Platz für Jugend- und Inklusionsgruppen, aber auch Schulklassen. Insgesamt gibt es 34 Betten in elf Zimmern. Alle ausgestattet mit eigenem Bad. Zusätzlich gibt es einen großen Mehrzweckraum mit Kicker, einen Speisesaal und zwei weitere Räume für pädagogische Arbeiten.

Die Jugendstätte Haidenaab ist ein Leuchtturm für die Jugendarbeit in unserer Region. Wir sind froh und dankbar eine solche schicke Herberge bekommen zu haben und betreiben zu dürfen.

(Christian Porsch, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bayreuth)

Fünf Jahre von der Planung bis zur Eröffnung

Fünf Jahre lang dauerten die Planungen und Bauarbeiten an. Am Samstag, 5. Oktober, fand dann die offizielle Eröffnung statt. Vor allem der Inklusionsgedanke steht bei den neuen Räumen im Vordergrund.

Gerade in Sachen Barrierefreiheit sind wir als Selbstversorgerhaus bayernweit einmalig.

(Christian Porsch, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bayreuth)

Ein Haus für alle

Neben der Blindenschrift und sogenannten Induktionsschleifen, die Hörgeschädigte unterstützen, gibt es auch zwei komplett barrierefreie Zimmer.

Es wird Zeit, dass jetzt Leben in die Bude kommt. Hier soll getobt, gefeiert und gelernt werden.

(Christian Porsch, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bayreuth)

Sechs Azubis: Das ist der Nachwuchs im Landratsamt

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Zum 1. September haben im Landratsamt sechs Auszubildende ihren Dienst begonnen. Landrat Hermann Hübner hat sie zusammen mit der Ausbildungsbeauftragten Christina Melzner (links) begrüßt.

Den Beruf des Verwaltungsfachangestellten lernen: Shannon Bärnreuther (2. v. l.), Melissa Saalfrank (3. v. l.) und Sarah Schiener (4. v. l.). Die Ausbildung zum Straßenwärter haben aufgenommen: Hannes Legath (6. v. l.) und Tim Beck (8. v. l.). Verwaltungssekretäranwärter ist Maximilian Krüger (7. v. l.).

Pünktlich zur Hitzewelle: Felsenbad Pottenstein öffnet wieder

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Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Pünktlich zum Start in das bisher heißeste Sommerwochenende dieses Jahr, öffnet auch das Felsenbad Pottenstein wieder seine Tore.

Verzweifelte Personalsuche

2018 hatte Dieter Bauer das Pottensteiner Felsenbad gepachtet, kurze Zeit später sagte das Personal aufgrund gesundheitlicher Gründe kurzfristig ab. Aus Mangel an weiteren Bewerbungen musste das Naturbad dann seine Tore schließen. Ein großer Verlust für die Tourismusregion Fränkische Schweiz.

Nach langen, erfolglosen Bemühungen in der ersten Jahreshälfte 2019, entschied sich der Stadtrat von Pottenstein Anfang Juni dazu, Bürgermeister Stefan Frühbeißer freie Hand bei der Suche nach geeignetem Personal zu lassen. Gesucht wurden mindestens zwei Badeaufsichten, die sowohl volljährig sind, als auch das silberne Rettungsschwimmerabzeichen besitzen.

Das lange Warten hat ein Ende

Wie Stefan Frühbeißer, Bürgermeister der Stadt Pottenstein, nun mitteilt, habe die lange Suche nach geeignetem Personal nun ein glückliches Ende genommen.

Durch die mediale Aufmerksamkeit in den letzten Wochen gingen einige vielsprechende Bewerbungen beim Pächter Dieter Bauer ein. Wir benötigen mindestens zwei Aufsichtspersonen um den Betrieb laufen lassen zu können. Das ist ab dem Wochenende nun endlich machbar.

(Stefan Frühbeißer, Bürgermeister Pottenstein)

Bereits am Donnerstag soll das Felsenbad eröffnen. Dann noch mit der Unterstützung der örtlichen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und den Mitarbeitern des Pottensteiner Hallenbades. Geöffnet wird Donnerstag von 13 bis 18 Uhr und Freitag von 12 bis 19 Uhr.

Aufgrund der großen Hitze wollen wir das Felsenbad jetzt so schnell wie möglich öffnen. Daher machen unsere Mitarbeiter Überstunden und wir können glücklicherweise auch auf die ehrenamtliche Mithilfe der DLRG- Gruppe Pottenstein zählen.

(Stefan Frühbeißer, Bürgermeister Pottenstein)

Ab dem Wochenende startet dann endgültig der reguläre Badebetrieb mit den Öffnungszeiten von 11 bis 19 Uhr.

20 Jahre “Rund um die Neubürg”: Großes Sommerpicknick

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Der Verein für Regionalentwicklung „Rund um die Neubürg – Fränkische Schweiz e.V.“ feiert Geburtstag. Seit 20 Jahre bemüht sich der Verein um die Zusammenarbeit der einzelnen Kommunen im westlichen Landkreis Bayreuth.

Ein Fest für die ganze Familie

Anlässlich des Jubiläums wurde ein großes Sommerpicknick auf dem namensgebenden Berg, der Neubürg, veranstaltet. Die Besucher konnten sich auf Mythen und Sagen rund um die Neubürg freuen. Außerdem gab es einen Luftballonwettbewerb für Kinder. und Ritter in Rüstungen. Erwachsene konnten außerdem die E-Lastenräder von carry&smile ausprobieren.

Besucher konnten gegen einen kleinen Spendenbeitrag für den Verein “Wir für Kinder” Ballons erwerben und mit ihren Namen und Adressen versehen. Gemeinsam mit Landrat Hermann Hübner ließen die Besucher die Ballons dann in die Luft steigen.

Wer steckt hinter “Rund um die Neubürg”?

Der Verein für Regionalentwicklung „Rund um die Neubürg – Fränkische Schweiz e.V.“ ist ein Zusammenschluss von zehn Städten und Gemeinden im westlichen Landkreis Bayreuth. Zudem sind der Zweckverband Therme Obernsees und der Förderverein Region Neubürg e.V. Mitglied.

Die Entwicklungsgesellschaft wurde 1999 mit dem Ziel das Umfeld der Therme Obernsees zu stärken gegründet. 2013 folgte die Umfirmierung in einen Verein. Seit 2016 ist die Region ILE-Region (Integrierte Ländliche Entwicklung) und wird mit Mitteln des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken gefördert. Zu den Projekten zählt unter anderen die Mitfahrbank

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Mitfahrbänke: Anhalten und Gutes tun

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In den ländlichen Regionen Deutschlands fahren fast 90 Prozent der Haushalte mindestens ein Auto. Daher stellt der Weg zum Einkaufen für viele kein Problem dar. Doch was ist mit den älteren Menschen, die nicht mehr mobil sind? Der Verein für Regionalentwicklung “Rund um die Neubürg” wirkt diesem Problem nun entgegen. Insgesamt 16 Mitfahrbänke wird es im westlichen Landkreis bald geben. Damit soll der öffentliche Nahverkehr im ländlichen Raum ergänzt werden.

Bänke im oberfränkischen Design

Das Demografie-Kompetenzzentrum in Trägerschaft von Oberfranken Offensiv hat die Mitfahrbänke ins Leben gerufen. Das Demografie-Kompetenzzentrum veranstaltete bereits 2018 eine Informationsveranstaltung für die oberfränkischen Kommunen, um so herauszufinden, ob ein Bedarf bei den Gemeinden herrscht. Nach einer durchweg positiven Resonanz wurden dann Bänke in den Oberfrankenfarben rot, blau und grün designt. Hergestellt werden die Mitfahrbänke in der Werkstatt für Behinderte in Himmelkron. Die Anschaffungskosten für eine Bank inklusive Beschilderung liegen bei 1.000 Euro.

Hergestellt von der Werkstatt für Behinderte in Himmelkron. Foto: Susanne Jagodzik

Die Mitfahrbänke sind eine oberfränkische Anfertigung mit sozialem Aspekt.

(Sabine Nuber, Projektmanagerin des Demografie-Kompetenzzentrums)

In Körbeldorf bei Pegnitz steht bereits seit dem letzten Jahr eine solche Mitfahrbank. Zu jeder Bank gibt es ein Schild, das anzeigt in welche Richtung man möchte. Auch Schnabelwaid hat eine Mitfahrbank geordert.

16 neue Mitfahrbänke

Die Mitfahrbank in den oberfränkischen Farben. Foto: Susanne Jagodzik

Nun hat die Entwicklungsregion Neubürg für den westlichen Landkreis 16 Mitfahrbänke geordert. Die ersten beiden wurden in Aufseß und Plankenfels bereits eingeweiht. Weitere folgen in Mistelgau, Mistelbach, Hinterkleebach, Weiglathal, Muthmannsreuth, Hummeltal, Glashütten, Hollfeld, Spänfleck, Gesees, Zochenreuth und Aufseß.

Auch in Bindlach und Gefrees sind Mitfahrbänke im Oberfrankendesign in Planung.

Die ersten Bänke 2018 hat Oberfranken Offensiv gesponsert. Nun sollen die Kommunen aber eigenständig werden und selbst Bänke bei der Werkstatt für Behinderte ordern.

Der Anstoß durch Oberfranken Offensiv wurde gegeben. Was die Kommunen nun daraus machen, liegt nicht mehr in unserer Hand.

(Sabine Nuber, Projektmanagerin Demografie-Kompetenzzentrum)

Ergänzung zum Nahverkehr

Ziel des Projekts Mitfahrbank ist es, Kurzstrecken zu überbrücken, die abgeschnitten vom öffentlichen Nahverkehr sind. Es diene zur Ergänzung des großen ÖPNV-Angebots, so Sabine Nuber.

Die Beschilderung gibt die Richtung an, in die man fahren möchte. Foto: Susanne Jagodzik

Bei dem Angebot handelt es sich um Kleinstrecken. Weitere Strecken wie nach Bayreuth funktionieren nicht.

Um eine Mitfahrbank zu nutzen, braucht es Vertrauen. Kennt man sich, so ist die Hemmschwelle sowohl für den Fahrer als auch den Mitfahrer deutlich geringer.

(Sabine Nuber, Projektmanagerin Demografie-Kompetenzzentrum)

Genutzt werden die Bänke einerseits von Senioren, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder keine Familie in ihrem Umfeld haben, andererseits aber auch von Jugendlichen, die abends eine Mitfahrgelegenheit suchen.

Oberfranken Offensiv und die Entwicklungsregion Neubürg setzen nun auf die Bereitschaft der Bevölkerung das Projekt anzunehmen.

Im Stadtgebiet kein Bedarf

Die Nachfrage des bt bei den Stadtwerken und der Stadt Bayreuth, ob es solche Mitfahrbänke auch für die Stadt gebe, wurde verneint. Es handle sich hierbei um ein Projekt des Landkreises.

Das Stadtgebiet ist in diesem Bereich gut aufgestellt. Allerdings analysieren wir den Bedarf regelmäßig. Sollte es zu Lücken im Verkehrsnetz kommen, so bessern wir nach.

(Jan Koch, Pressesprecher Stadtwerke Bayreuth)

 

Region: Zweitgrößtes Sport-Camp Bayerns entsteht

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Die Bauarbeiten schreiten voran! In Bischofsgrün entsteht das zweitgrößte Sport-Camp Bayerns. Inzwischen haben die Bauarbeiten am Rohbau begonnen. Zum Jahreswechsel 2020/2021 soll das neue Sportangebot dann eröffnet werden.

Sport für drinnen und draußen

Neben den BLSV-Sportcamps in Inzell, Regen und am Spitzingsee entsteht nun auch in Bischofsgrün ein modernes Sportcamp mit einem breitgefächerten Sportangebot. Es umfasst sowohl Indoor- als auch Outdoor-Aktivitäten. Dazu zählt eine Dreifachsporthalle mit Kletterangeboten, ein Kunstrasenplatz sowie verschiedene Gesundheits- und Wohlfühlangebote, Seminarräume und auch Tennisplatze.

Foto: Susanne Jagodzik

Kosten: 32 Millionen

Ziel sei es, jedem die Möglichkeit zu geben, seinen Sport ausleben zu können. Das Angebot richte sich vorwiegend an Sportvereine, Sportfachverbände und Schulklassen. Aber auch sporttreibende Einzelnutzer seien herzlich willkommen, so Jörg Ammon, BLSV-Präsident auf Anfrage des bt.

Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projekts auf 32 Millionen Euro. 23,4 Millionen werden dabei vom Freistaat Bayern übernommen.

Joachim Herrmann, Innenminister Bayern
Foto: Kurt Fuchs © CSU-Fraktion

Dieses Geld ist bestens angelegt. Jeder Euro zahlt sich aus, nicht nur finanziell, sondern auch in unbezahlbaren gesellschaftlichen Werten.

(Joachim Herrmann, Bayerns Innen- und Sportminister)

Idealer Standort Bischofsgrün

Das Fichtelgebirge habe dabei viele Kriterien erfüllt, die für den BLSV wichtig seien. Neben idealen Voraussetzungen für Outdoorsport zu nahezu allen Jahreszeiten, sei hier auch die Möglichkeit gegeben, den nordbayerischen Raum an das BLSV-Netz anzubinden, so Jörg Ammon, BLSV-Präsident.

Jörg Ammon, Präsident BLSV. Foto: BLSV

Die wunderbare Natur, das angrenzende Freibad, die Nähe zu zwei benachbarten Sportvereinen sowie viele weitere Synergien haben zur Entscheidung für den Luftkurort Bischofsgrün beigetragen.

(Jörg Ammon, BLSV-Präsident)

Hier entsteht das Sportcamp:

Nach Brand im Jugendtreff: Freunde brauchen Hilfe

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Am vergangenen Samstag ist es auf einem Gartengelände zwischen der Therme Obernsees und dem Eisweiher zu einem Brand gekommen. Dabei wurden zwei Bauwägen, die für die Obernseeser Jugendlichen als Treffpunkt genutzt wurden, in Mitleidenschaft gezogen. Nun versuchen die Jungs die Bauwägen wieder aufzubauen.

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Der Schock sitzt auch Tage nach dem Brand noch tief. Wie Moritz Wolf und Linus Wölfel der bt-Redaktion berichteten, feierten die Jungs am Abend vor dem Brand noch in den Bauwägen.

Freitag war unser Stammtisch. Da unsere Schuhe nass waren, stellten wir sie zum Trocknen vor den Ofen. Wir bemerkten zwar einen beißenden Geruch, dachten aber, dass das von den Schuhen kam, die zu nah am Ofen standen. Wir dachten uns nichts weiter dabei…

(Moritz Wolf)

Glück im Unglück! Gegen 0:30 Uhr verließen die Jungs das Gelände, achteten aber darauf den Ofen und die Stromzufuhr abzuschalten.

Der Bauwagen in Obernsees – Treffpunkt für Jugendliche; Foto: Lukas Häfner

Erst am nächsten Tag, gegen 13 Uhr, wurde dann von einem vorbeifahrenden Autofahrer eine Rauchentwicklung an den Bauwägen bemerkt. Auslöser war wohl ein Defekt im Sicherungskasten.

Foto: Lukas Häfner

Die Flammen in dem hinteren Bauwagen breiteten sich schnell aus und griffen auch teilweise auf den zweiten Bauwagen über. Glücklicherweise konnte der zweite Bauwagen aber teilweise gerettet werden. Von dem Inventar allerdings ist nur noch Schutt und Asche übrig.

Foto: Susanne Jagodzik

Spendenaufruf zum Wiederaufbau

Aufgeben kommt für die Obernseeser Jungs allerdings nicht in Frage. Die Jugendlichen richteten ein Spendenkonto ein, um so Geld für einen neuen Bauwagen zu sammeln.

Zum Spendenkonto der Jungs geht es hier entlang!

Die Anteilnahme ist sehr groß. Wir haben schon jetzt über 2.000 Euro gesammelt.

(Moritz Wolf)

Das ist allerdings nur ein erster Schritt. Den Schaden schätzen Moritz Wolf und Linus Wölfel auf rund 4.000 Euro.

Von der Innenausstattung des Bauwagen ist auch nichts mehr übrig. Neben einigen Sofas und Sitzgelegenheiten standen darin auch eine Musikanlage und ein Lüftungssystem.

(Linus Wölfel)

Aufräumarbeiten in vollem Gang

Bereits gestern begannen die Jugendlichen das Gelände aufzuräumen. Bis zum Herbst hoffen die Jungs das Gelände wieder nach altem Standard aufbauen zu können. Auf ihren “Stammtisch” wollen die neun Obernseeser allerdings nicht verzichten. Bis alles wieder in neuem Glanz erstrahlt, wollen sich die Jungs einfach in den Überresten des zweiten Bauwagens treffen.

Die aktuelle Situation sehen Sie im Video: