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Ostern während der Ausgangsbeschränkungen in Bayreuth: Vieles wird nicht stattfinden

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Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern gelten über das Osterwochenende hinaus. Öffentliche Veranstaltungen sind verboten, die Regierung empfiehlt das Haus möglichst selten zu verlassen. Das beeinflusst natürlich auch das Osterfest am kommenden Wochenende. Viele Bräuche können wegen des Coronavirus nicht stattfinden. Hier gibt es die Ausgangsbeschränkungen in Bayern in einer kurzen Übersicht. 

Kirche an Ostern in Bayreuth

Gottesdienste dürfen wegen Covid-19 nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Deshalb bieten Bayreuther Kirchen an, Andachten online zu verfolgen.Christian Karl Steger von der Bayreuther Schosskirche erklärt: “Jeden Sonntag strahlen wir über Facebook und unsere Homepage eine Andacht mit Predigt aus unserer Kirche aus, die wir tags zuvor aufgenommen haben, zum einen für die Erwachsenen, dann noch zumeist eine Kinderandacht. Das ist dann die ganze Woche über abrufbar. ”

Die Andacht für Ostersonntag werde bereits am Karsamstag aufgenommen. Während der Aufnahme zwischen 16 und 18 Uhr ist die Schlosskirche deshalb geschlossen, erläutert Steger.

Bayreuther Stadtkirchengemeinde an Ostern

“Alle Gemeindeglieder haben einen Ostergruß per Post erhalten, indem wir über die Angebote der Gemeinde informieren. Außerdem war darin eine Anleitung für einen Ostergottesdienst daheim, der mit dem online-Angebot der Kirchengemeinde verschränkt ist”, erklärt Pfarrer Carsten Brall von der Stadtkirchengemeinde Bayreuth.

Auf der Homepage www.stadtkirche-bayreuth.de oder auf der Dekanatswebsite www.dekanat-bayreuthbadberneck.de sowie auf Facebook gibt es Links zu Gottesdiensten für Kinder und Erwachsene, teilt Ball weiter mit.

Kirchen normal geöffnet

Brall und Steger erläutern, dass die Kirchen über Ostern weiterhin geöffnet haben und für eine persönliche Andacht genutzt werden kann. Steger sieht, dass dies aktuell häufig angenommen wird, um Kerzen aufzustellen oder zu beten. Brall erklärt, dass die Stadtkirche am Ostersonntag ausnahmsweise bereits um 6 Uhr geöffnet wird.

Diese Bräuche gibt es wegen des Coronavirus in Bayreuth nicht

Osterbrunnen gibt es in diesem Jahr nicht. Dem Verein der Altbayreuther ist das Schmücken der Brunnen wegen der aktuellen Situation nicht gestattet, erklärt Pfarrer Carsten Brall.

Auch das Ratschen der Kinder ab Karfreitag wird in diesem Jahr nicht stattfinden, erläutert Pfarrer Steger. Auch das übliche Ostereiersuchen nach der Kindermesse wird es wegen Covid-19 nicht geben.

Sonntag läuten in Bayreuth die Glocken

“Zusammen mit den evangelischen Gemeinden lassen wir sonntags um elf die Glocken läuten, um den Menschen zu zeigen, dass zum einen wir noch da sind, zum anderen, dass sie zuhause beten mögen”, sagt Steger.

Tägliches Gebet auf YouTube – Lainecker Pfarrerin will Gemeinde trotzt Corona erreichen

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Gottesdienst sind wegen der Corona-Krise momentan verboten. Susanne Memminger ist Pfarrerin in Laineck und hat sich etwas einfallen lassen, um die Gemeinde trotzdem erreichen zu können. 

Ein Mann hat sich in Bamberg in eine Kirche einsperren lassen, um dort zu klauen.

Randale in Kirche

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Am Samstag Nachmittag randalierten Unbekannte in der Herz Jesu Kirche! Sie warfen Kirchenkerzen umher, versuchten einen Teppich anzuzünden und verunreinigten den Fußboden.

Dabei hinterließen Sie eindeutige Spuren und wurden vermutlich auch von einer Kamera der Kirche gefilmt. Die Polizei geht darum davon aus, dass sie die Täter ermitteln und fassen kann.

Dennoch werden Zeugen gebeten, sich mit der Polizei Pegnitz in Verbindung zu setzen. Die Telefonnummer hierzu lautet: 09241/99060

Kirche und Uni: Hand in Hand

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Schon seit längerem arbeiten die Universität und die Hochschule für Evangelische Kirchenmusik zusammen: Studierende der Uni wirkten in Ensembles und Chören der kirchlichen Musikhochschule mit. Deren Studierende werden dafür zu Konzerten an der Universität eingeladen. Nun wird die Kooperation sogar offiziell.

Beide Parteien unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, der folgendes beinhaltet:

Studierende der Universität Bayreuth

können an der “Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth” Lehrveranstaltungen zu Historischen, theoretischen und theologischen Kontexten besuchen. Bei stimmlicher bzw. instrumentaler Eignung können die Studierenden an verschiedenen Ensembleveranstaltungen wie z.B.  dem Jazz-Rock-Pop-Chor, dem Kammerchor, oder dem Konzertchor teilnehmen.

Studierende der “Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth”

können an der Universität Bayreuth Module in den Bereichen Pädagogik und Psychologie absolvieren. Die inhaltliche Ausgestaltung richtet sich nach den Studien- und Prüfungsordnungen an der jeweiligen Hochschule.

Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung: v.l. Prof. Dr. Carlos Kölbl, Prof. Dr. Stefan Leible, Prof. i.K. Thomas Albus, Prof. Wolfgang Döberlein / Foto: Uni Bayreuth

Pfarrer Stauch, Pastoralreferent Müller am BKH Bayreuth

“Aufgeben kommt niemals in Frage”

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“An Gott habe ich nie Zweifel gehabt, aber an manchen Menschen schon”, sagt Pfarrer Reinhard Stauch. Der 75-Jährige ist seit 32 Jahren in der Klinikseelsorge des Bezirkskrankenhauses Bayreuth (BKH) sowie an der Hohen Warte tätig. Die Krankenhausseelsorge war sein Wunscheinsatzbereich, da man dabei besonders nah  am Menschen ist.

Die Begegnung als zentrales Element im Alltag

Für Reinhard Stauch steht die Begegnung im Fokus. Deshalb trifft man ihn selten in seinem Büro in der Kirche auf dem Gelände des BKH. Er ist lieber auf den verschiedenen Stationen unterwegs, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie zum Gottesdienst einzuladen. “Die Begegnung unter den Menschen ist sehr wichtig”, sagt Stauch. Auch damit Menschen, die aufgrund psychischer Erkrankungen am Bezirkskrankenhaus sind, wieder ins Leben eintauchen können. So möchte er ihnen ebenso die Begegnung mit Gott ermöglichen und die Menschen in ihrem Alltag begleiten. Der katholische Geistliche fragt oft nach und geht auf die Patienten zu. “Es ist nicht leicht das Vertrauen eines Menschen zu gewinnen. Manchmal kann das Jahre dauern”, erzählt Stauch.

Aufgeben kam nie in Frage

Sein Job erfordert einen langen Atem. Doch an Aufgeben denkt Reinhard Stauch nie: “Ich habe das Gefühl, dass ich bei den Fällen, bei denen ich am meisten gefordert bin, die meiste Kraft habe.” Das Interesse für den Menschen insgesamt sei wichtig und ihn oder sie als Menschen zu achten. Niemand ist vollkommen, auch Phasen der Krankheit gehören zum Leben dazu. Manchmal sei der Bezug zu Gott verschüttet, aber jeder trage ihn in sich. Um sichere Schritte gehen zu können, müssen sich die Menschen wieder oben bei Gott einhängen, erklärt Stauch.

Menschen in allen Lebensphasen begleiten

Der 75-Jährige kennt viele Menschen auf der Station. Deswegen sei es so etwas leichter, einen Zugang zu den Patienten zu finden, da er ein Bekannter für sie ist. “Wenn ich Menschen nach Monaten plötzlich wieder Aufleben sehe, macht mich das unglaublich glücklich”, lächelt Stauch. Er sieht es als wichtig an, Menschen  in dunkleren Momenten zu begleiten. Denn psychische Probleme, wie Depressionen seien nicht angeboren. Sie entstehen durch Überforderung und eine Ellbogenmentalität, wie er sagt, die heutzutage oft an den Tag gelegt wird. “Die Menschen machen sich gegenseitig das Leben schwer”, seufzt Stauch und blickt lange nachdenklich in Richtung Boden.

Weitermachen trotz Ruhestand

Reinhard Stauch sieht seinen Beruf als eine Art “Zustand” an – es erfüllt ihn. Am Freitag, den 19. Oktober 2018 wird Reinhard Stauch in den Ruhestand gehen. Trotzdem ist er künftig noch weiter am BKH und an der Hohen Warte, um Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen zu halten und um ein offenes Ohr für andere zu haben. “Ich gehe hier gerne spazieren. Die Landschaft um Bayreuth ist wirklich vielseitig und schön.” In Zukunft wird er etwas öfter spazieren gehen, sagt Stauch lächelnd. Auch Musik und Gesang seien ein wichtiger Teil seines Lebens. Doch Menschen in allen Lebensphasen zu begleiten, bedeutet dem 75-Jährigen, mehr als alles andere.

bt-Interview mit Pfarrer Reinhard Stauch