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Gegen den Kohleausstieg: Unangemeldeter Protest vor Bayreuther SPD Bundestagsabgeordneten Büro

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Am Mittwoch (1.7.2020) protestieren junge Aktivisten vor dem Büro der SPD Bundestagsabgeordneten Anette Kramme in der Friedrich-Puchta-Straße in Bayreuth.

Wie soll es mit der Hotelfachschule in Pegnitz weitergehen? SPD und CSU wollen Schließung verhindern

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Die Hotelfachschule in Pegnitz steht auf der Kippe. Eine Schließung droht, aufgrund der schlechten Anmeldezahlen und eines finanziellen Defizits. Die Fraktionen von SPD und CSU wollen die drohende Schließung aber vorerst verhindern. 

Der Bayreuther Stadtrat Jörg Grieshammer (SPD): “Laineck steht für mich an erster Stelle”

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Jörg Grieshammer ist seit 2001 für die SPD im Bayreuther Stadtrat. Er hat mit dem bt über das Coronavirus, wie er zur SPD kam und Inhalte gesprochen, die ihm wichtig sind. 

Beate Kuhn im Bayreuther Stadtrat: „Deutschland hat die Corona-Pandemie bis jetzt mit am besten überstanden“

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Das bt hat mit der langjährigen dritten Bürgermeisterin Bayreuths, Dr. Beate Kuhn (SPD), über das Coronavirus, ihren Weg zur SPD und vieles mehr gesprochen.

Thomas Bauske (SPD): „Bayreuths Vereine erleben gerade schlimme Zeiten – da müssen wir helfen“

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„In den letzten sechs Jahren hat es mich sehr geärgert, dass viele Bauprojekte unglaublich lange gedauert haben und dadurch auch teurer wurden. Das wollen wir in Zukunft ändern.”

Der Bayreuther Stadtrat Norbert Aas (Die Grünen): „Grüne Themen sind Alltag und existenziell!“

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Mit dem Bayreuther Tagblatt spricht Norbert Aas (Die Grünen) über Grüne Themen, die Rolle seiner Partei in der Opposition in Bayreuth und mehr.

Siegfried Zerrenner im Bayreuther Stadtrat: “Ostern war schrecklich für uns”

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Bereits im März wurde der neue Stadtrat in Bayreuth gewählt. Das erste Zusammentreffen wird am 13. Mai stattfinden. Siegfried Zerrenner (SPD) gehört zu den Stadträten, die wiedergewählt wurden. 

Dr. Oliver Ponsel ist neu für die SPD im Stadtrat: “Der Gesundheitsstandort Bayreuth liegt mir am Herzen”

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Vor kurzem ist der neue Stadtrat in Bayreuth gewählt worden. Es gibt unter den altbekannten Stadträten auch ein paar neue. Dr. Oliver Ponsel gehört zu den neuen Gesichtern.

SPD Bundesvorsitzender wirbt in Bayreuth für bessere Mischung aus Jung und Alt

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Norbert Walter-Borjans (67) ist der Bundesvorsitzende der SPD. Im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt erzählt er, warum er das Amt bekleidet, was er von den Jusos hält und ob es noch eine klassische Volkspartei gibt. Was er von Andreas Zippel hält und noch mehr, gibt’s im Video über dem Text.

Vom Finanzminister zum Bundesvorsitzenden

Vom Finanzminister zum Bundesvorsitzenden: Norbert Walter-Borjans war nicht immer Co-Vorsitzender der SPD. Er war sieben Jahre lang Finanzminister in Nordrhein-Westfalen und wollte sich danach aus der aktiven Politik zurückziehen und sie unter anderem als Autor begleiten. Das war 2017. Drei Jahre später ist der 67-Jährige immer noch im Geschäft und das auch noch in einem ziemlich großen Amt. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles und der Ankündigung einer Nachfolge-Kür mit 23 Regionalkonferenzen kamen sowohl junge als auch alte Menschen auf ihn zu, um ihn zur Kandidatur zu bewegen. “Das hat mich nachdenklich gemacht”, sagt der Bundesvorsitzende. Genauso wie ihre Signale, dass er nicht nur den Erfahrungsschatz der Älteren einbringen, sondern auch den jungen Menschen ein Stück politischer Hoffnung geben könne. Das habe ihn schließlich dazu bewogen, sich dem Wettbewerb um den Bundesvorsitz zu stellen.

Norbert Walter-Borjans (Mitte) umgeben von Bayreuther SPDlern. Foto: Katharina Adler

In Stadt und Landkreis Bayreuth kandidieren aktuell ein 28-Jähriger als Oberbürgermeister und ein 27-Jähriger als Landrat für die SPD. Die Rolle der Jugendorganisationen der Parteien findet Walter-Borjans wichtig, da “sie immer so ein bisschen Stachel sind.” Sie hätten die Aufgabe aus einer bestimmten Perspektive, manchmal auch provokativ, Thesen aufzustellen, sagt er. Außerdem findet der 67-Jährige die Mischung aus Jung und Alt bedeutsam.

Zippel und Fischer: Die Hoffnungsträger der SPD im Video-Interview

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Beide sind erst 27 Jahre alt. Für die älteste Partei Deutschlands sind sie nach Jahren des Niedergangs die Hoffnungsträger. Der eine, Andreas Zippel, soll für die SPD bei der Kommunalwahl 2020 den Chef-Sessel im Rathaus erobern. Den Sessel, den die in Bayreuth immer noch mitgliederstärkste Partei durch Leute wie Hans Rollwagen, Hans Walter Wild oder Dieter Mronz bis 2006 durchgängig inne hatte. Der andere, Jan-Michael Fischer, soll als Roter Landrat im schwarzen Landkreis werden. Ein Video-Interview finden Sie über dem Text.

Jan-Michael Fischer. Foto: SPD

Jan-Michael Fischer kommt aus Speichersdorf und studiert Jura, Politikwissenschaft und interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Jena. Noch in diesem Herbst will er sein Studium abschließen. Nebenbei geht er einer Arbeit nach: Bei den Jenaer Stadtwerken ist er dafür zuständig, dass die Elektro-Mobilität in Jena geplant und koordiniert wird. Kein Wunder also, dass er im Landkreis Bayreuth vor allem Nachholbedarf in Sachen Mobilität sieht.

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Ich wollte das machen und habe gesagt, dass ich mir das vorstellen könnte (…) Dass ich nach dreijähriger Mitgliedschaft die Möglichkeit bekomme, für so ein Amt zu kandidieren, ist immer noch eine Wucht, die ich auf eine gewisse Art und Weise erst noch realisieren muss.

(Jan-Michael-Fischer darüber, dass die SPD ihn ins Rennen schickt)

Andreas Zippel hingegen stammt gebürtig aus Nürnberg, ist Wirtschaftsjurist, arbeitet und lehrt an der Uni Bayreuth und ist dort unter anderem am Aufbau neuer Studiengänge beteiligt. Für seine Vorlesungen über das Verfassungsrecht wurde er vergangenes Jahr mit dem Lehrpreis der Uni Bayreuth ausgezeichnet. Zippel promoviert außerdem an der Uni Bremen bei einem der renommiertesten Arbeitsrechtlern des Landes. In seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich mit der Frage, welche digitalen Hilfen im Personalmanagement zulässig sind. Nach Zippels Meinung sind die derzeit in Stadt und Landkreis tätigen Politiker zu wenig tätig und verfügen über kein Konzept, wie sich die Region in den nächsten Jahren entwickeln soll.

Die SPD hat sich vermutlich überlegt, dass es gut wäre ein paar neue Ideen reinzubringen und ein bisschen Schwung.

(Andreas Zippel auf die Frage, warum die SPD ihn nominiert hat)

Andreas Zippel. Foto: Thorsten Gütling

Wie Fischer glaubt auch Zippel, dass Stadt und Landkreis vertrauensvoller miteinander umgehen und mehr miteinander kooperieren sollten. Gemeinsam wollen sie antreten, um aus Stadt und Landkreis eine starke Einheit zu machen.

Es gibt Überschneidungen in unterschiedlichsten Bereichen. Das fängt bei der Mobilität an, das geht übers Klinikum und weitere gemeinsame Projekte weiter, wo es wirklich gut ist, wenn sich Landrat und Oberbürgermeister auch wirklich gut verstehen.

(Jan-Michael Fischer)

Auch wenn sich die Nachrichten über historische Tiefpunkte bei der SPD beinahe wöchentlich wiederholen und die SPD in Bayern aktuellen Umfragen zufolge auf nicht einmal mehr zehn Prozent kommt, finden Zippel und Fischer: die Sozialdemokratie ist wichtiger denn je. Sicherlich bekomme man “wenig Rückenwind rein von dem Namen SPD”, sagt Zippel. Aber:

Man braucht sich nur mal in einen Park setzen, da sieht man Rentner die Flaschenpfand sammeln um die eigene Rente aufzubessern. Das ist ein Zustand der nicht tragbar ist.

(Jan-Michael Fischer)

Andreas Zippel (li.) und Jan-Michael Fischer (re.) im bt-Interview. Die Fragen stellt Thorsten Gütling. Foto: Carolin Richter

Das Alter? Kein Problem!

Dass ihnen ihr mit 27 Jahren noch recht junges Alter bei der Wahl zum Verhängnis wird, glauben die beiden nicht.

Dieses Alter ist eigentlich überhaupt kein Problem. Denn man bringt neue Ideen mit, man bringt Schwung mit, man bringt ganz andere Perspektiven mit.

(Andreas Zippel)

Was sie anders tun wollen als ihre Vorgänger? Man habe wahnsinnig großes Potenzial in Bayreuth, das aber kaum genutzt werde, findet Zippel. Man arbeite weder an einem Plan, wie in Bayreuth die Mobilitätswende zu schaffen sei, noch daran, wie man die Wohnungsnot lindern könnte ohne die Natur zu zerstören. Folglich sagt Zippel, es fehle ihm vor allem an Konzepten, die erarbeitet und dann auch durchgezogen werden müssten.

Schlecht getan hat sie nicht viel, weil sie wenig getan hat.

(Andreas Zippel über Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe)

So sieht das auch Fischer, der unter anderem ein Mobilitätskonzept für den Landkreis vermisst um junge Menschen von einem Leben dort zu überzeugen. Eines, das dafür sorgen könnte, dass die Jungen in der Region bleiben und damit auch die Nachwuchssorgen in Vereinen und Feuerwehren lösen.

Der Ort für ein Interview über mehr Kooperation zwischen Stadt und Landkreis: Der in Bindlach ansässige Flugplatz der Stadt Bayreuth. Foto: Carolin Richter

Politik von der Fraktionsbank

Und wenn es nun nicht klappt mit dem Sturm auf die Chef-Sessel am 15. März des nächsten Jahres? Dann wollen sich Zippel und Fischer in Stadt- und Kreistag Gehör verschaffen. Wollen ihre Ideen davon, wie die Zukunft der Region aussehen soll, möglichst von den vorderen Bänken der Gremien vorantreiben.

Wenn ich mir zutraue eine Stadt zu führen, dann möchte ich mir auch zutrauen in einem Stadtrat eine Stadt zu gestalten.

(Andreas Zippel)

Die Inhalte, die ich jetzt im Rahmen des Wahlkampfes einbringe, möchte ich dann auch umsetzten, ungeachtet der Tatsache, ob ich Landrat werde oder nicht. Das sollte die Devise jedes Kandidaten sein.

(Jan-Michael Fischer)