Die bt-Leser haben abgestimmt: Hier gibt’s Bayreuths bestes Frühstück

Wo kriegt man das beste Frühstück in Bayreuth? Auf Facebook haben Leserinnen und Leser vom Bayreuther Tagblatt abgestimmt. Das Siegercafé befindet sich im Zentrum der Stadt. Das bt hat es unter die Lupe genommen.

Die bt-Leser haben abgestimmt: Das ist der schönste Biergarten im Raum Bayreuth

Sommer ist Biergartenzeit! Die bt-Leser haben abgestimmt: Das ist der schönste Biergarten in der Region Bayreuth und Kulmbach.

Die bt-Leser haben abgestimmt: Das ist der schönste Biergarten in Bayreuth

Die bt-Leser haben abgestimmt: Der schönste Biergarten von Bayreuth ist der Storchenkeller der Sudpfanne.

Die bt-Leser haben abgestimmt: Hier gibt’s das beste Eis in Bayreuth

Die bt-Leser haben einen klaren Sieger gekürt: Hier gibt es das beste Eis in Bayreuth.

Die bt-Leser haben abgestimmt: Die besten Bratwürste Bayreuths

Ende September haben die bt-Leser abgestimmt: Bei der Metzgerei Rauch in der Bayreuther Munckerstraße soll es die besten Bratwürste der Stadt geben. Die Inhaber Georg und Ulrike Rauch haben die Metzgerei schon seit fast 100 Jahren. Dem bt erklären die beiden, worauf sie bei der Herstellung ihrer Bratwürste besonderen Wert legen.

In einer anderen Umfrage kürten die bt-Leser Bayreuths besten Leberkäse.

Abstimmung auf Bayreuther Tagblatt / facebook

Was die Rauch-Bratwürste besonders macht

“Wir machen unsere Bratwürste jeden Tag frisch. Das ist das Wichtigste”, sagt Ulrike Rauch. Die feinen Bratwürste gebe es nämlich täglich im Laden zu kaufen. Ihr Mann Georg bestätigt: “Das Fleisch kommt morgens um sechs Uhr mit dem Lkw aus Hof oder Bamberg. Nur zehn Minuten später, verarbeiten wir es schon.” Pro Stunde könne die Maschine 500 Paar Bratwürste herstellen: Das Fleisch werde zerkleinert, in den Wurstdarm gefüllt und abgedreht. “Bratwürste sollten immer gleich verzehrt werden und nicht älter als einen Tag sein”, ergänzt Ulrike Rauch.

Traditionell fränkisch: die feinen Bratwürste der Metzgerei Rauch. Foto: Carolin Richter

Besondere Schmankerl

Am Wochenende gibt’s in der Metzgerei Rauch besondere Sorten: Chilibratwürste, Bärlauchbratwürste, grobe Bratwürste, Putenbratwürste oder auch eine Sorte mit Knoblauch. “Am Freitag habe ich immer drei bis vier besondere Bratwurstsorten hier”, so die 63-Jährige. Am meisten möge sie aber die feinen Bratwürste, eben traditionell fränkisch im Paar.

Sie müssen auf dem Grill oder in der Pfanne langsam aufgehen und sich entfalten, erklärt sie. “Man sollte darauf achten, dass die Wurst nicht zu schnell braun wird, damit sie innen auch gut durch ist. Außerdem brauchen die Würste kein zusätzliches Fett, das macht nur den Geschmack kaputt”, ergänzt ihr Mann.

Der Duft der Bratwürste muss einen schon von Weitem anlocken.

(Metzgermeister Georg Rauch)

(v.l.) Die Metzgerei-Inhaber: Ulrike und Georg Rauch. Foto: Redaktion

Auch beim Fleisch für die Bratwürste lautet die Devise: Weniger Fett ist mehr.

Wir verwenden ausschließlich mageres Schweinefleisch für unsere Bratwürste. Etwas anderes hat darin nichts verloren.

(Metzger-Meister Georg Rauch)

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Alle Gewürze selbst gemischt

Von Fertigmischungen hält Georg Rauch nichts. “Unsere Gewürze mischen wir alle noch selbst. Denn dann weiß ich genau, was drin ist”, erklärt er. Das sei zwar zusätzliche Arbeit, zahle sich aber aus. Außerdem achte er darauf, dass nichts enthalten ist, was Allergien hervorruft, wie zum Beispiel Sellerie oder Milchzucker. Georg Rauh optimiere wo er kann, dem Zufall überlasse er nichts.

Wir haben einen Grill in der Werkstatt und nehmen die Würste täglich unter die Lupe. Wir basteln immer weiter an der Qualität der Bratwurst, da habe ich viel Ehrgeiz.

(Metzger-Meister Georg Rauch)

Deswegen möchte er von den Kunden auch immer wissen, ob es geschmeckt hat. Nur so könne man besser werden. Die Bratwürste gibt es nicht nur in der Munckerstraße, sondern auch bei städtischen Festen oder auch am Bratwursthäuschen in der Richard Wagner Straße.

Metzger seit dem 14. Lebensjahr

Georg Rauch kommt ursprünglich aus Karlshuld im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Sein Großvater war derjenige, der die Metzgerei in Bayreuth eröffnet hat – am 1. Oktober 2020 ist das genau 100 Jahre her. “Nächstes Jahr wollen wir das Jubiläum groß feiern”, sagt Frau Ulrike und lächelt. Als Rauchs Vater, der die Metzgerei übernahm, 1968 starb, war Georg an der Reihe. “Ich war damals noch sehr jung und plötzlich auf mich alleine gestellt, die Metzgerei zu führen”, sagt der heute 75-Jährige. Das habe ihn aber nur noch mehr angespornt. “Schon seit ich vierzehn bin, arbeite ich als Metzger”, sagt er.

Wie eine Familie

Das Team der Metzgerei Rauch besteht aus gut 20 Mitarbeitern, die schon lange dort sind. “Es ist eigentlich wie eine Familie”, sagt Ulrike Rauch. Und, was ihr besonders wichtig ist: “Wir können hier auch mal einen Spaß machen und über alles reden, weil wir uns lange kennen”, so Rauch. Auch Kunden kämen deswegen gerne in den Laden: Um zu reden und zu lachen. “Den Kontakt zum Menschen hat man ja sonst kaum noch. Selbst in der Bank stehen nur noch Automaten”, fügt sie hinzu.

Die Metzgerei Rauch in der Bayreuther Munckerstraße. Foto: Carolin Richter

Service für Feste

Für Feiern kocht Ulrike Rauch für bis zu 150 Personen – sogar Vegetarisches, wenn es gewünscht wird. Auch wenn ihr Tradition am Herzen liegt, sei sie offen für Neues. Außerdem stellt die Metzgerei Rauch all denen einen Imbisswagen mit Grill kostenlos zur Verfügung, die für eine größere Feier Bratwürste bei ihnen kaufen.

Man muss immer das tun, was andere nicht können.

(Ulrike Rauch)

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Die bt-Leser haben abgestimmt: Das ist das beste Steak aus Bayreuth

Die bt-Leser waren wieder einmal gefragt: Wo gibt es das beste Steak in Bayreuth? Die Meinung war eindeutig: bei “Da Corrado”. bt-Redakteurin Susanne Monz hat mit dem Inhaber über die Besonderheiten seines Lokals gesprochen.

Da Corrado Bayreuth: “Essen wie beim Mama”

Seit 2007 führt Corrado Antoniali das kleine Lokal in der Bayreuther Brautgasse. “Ich koche ausschließlich meine eigenen Rezepte”, erzählt der Italiener. Ursprünglich stammt der 52-Jährige aus der Nähe von Venedig und lebt seit 1986 in Deutschland.

Corrado Antoniali stammt ursprünglich aus Italien. Foto: Privat.

Seine Zutaten bezieht Corrado Antoniali entweder regional oder direkt aus Italien. “Ich bereite alles frisch zu und koche wie beim Mama”, verrät der gebürtige Italiener. Gelernt habe er eigentlich Kellner, das Kochen habe er erst später durch Freunde und Bekannte beigebracht bekommen.” Man braucht einfach die Ideen und die Leidenschaft dahinter!”

Bestes Fleisch mit vielen Gewürzen

Bei “Da Corrado” gibt es zwei Varianten an Fleisch. Das “amerikanische Steak” oder ein “argentinisches Rinderfilet”. Das Geheimnis hinter der Zubereitung verrät der Koch allerdings nicht. “Nur so viel: Das Fleisch braucht viel Zeit, um zu marinieren und ich verwende viele Gewürze”, beschreibt Corrado Antoniali und gewährt zumindest einen kleinen Einblick in seine Kochkunst. Zum Fleisch, das auf dem Grill medium gebraten wird, gibt es noch einen Salat oder selbstgemachte Gnocchi – kein Gemüse und keine klassischen Kartoffeln.

Innen rosa, außen eine Kruste – so sieht das Roastbeef bei “Da Corrado” aus. Foto: Privat.

Familiäre Atmosphäre

Corrado Antoniali setzt in seinem Lokal vor allem auf eine gemütliche Atmosphäre. “Die Gäste sind meine Familie”, erzählt der 52-Jährige. “Ich begrüße jeden, egal wie viel Stress ich gerade habe und frage nach, wie es ihnen schmeckt”.

Das Fleisch wird mit frischen Kräutern mariniert. Foto: Privat.

Denn der gebürtige Italiener steht selbst am Herd und kümmert sich auch um den Rest: “Ich bin das Herz des Lokals. Es macht mich stolz zu sehen, wie meine Rezepte bei den Gästen ankommen”. Doch man müsse auch immer hart kämpfen. Als Ausgleich verbringt Corrado Antoniali dann Zeit mit seiner Familie. “Ab und an braucht man auch diese Auszeit, um wieder Kraft zu tanken!”

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Die bt-Leser haben abgestimmt: Das beste Schnitzel der Region Bayreuth

Im Dezember waren die bt-Leser wieder einmal gefragt. Wo gibt es das beste Schnitzel in der Region Bayreuth? Der eindeutige Gewinner war das Batzenhäusl-Schnitzel. Warum die Schnitzel so besonders sind, verrät Petra Lindthaler.

Vor kurzem haben die bt-Leser die beste Pizza in Bayreuth gekürt.

“Einmal Gastronom – immer Gastronom”

Gut elf Jahre mussten die Gäste von Petra Lindthaler ohne die Batzenhäusl-Schnitzel auskommen. Die 58-Jährige kehrte damals aus gesundheitlichen Gründen der Gastronomie den Rücken und arbeitet seitdem als Tagesmutter. Doch so ganz ohne ging es nicht: Ab 2020 gibt es nun regelmäßig immer am letzten Samstag im Monat im Gemeindezentrum Neunkirchen den Schnitzeltag.

Petra Lindthaler kauft alle Zutaten frisch ein. Foto: Privat.

Mein Lokal war für viele wie ein zweites Wohnzimmer und einfach Kult. Als ich das Batzenhäusl aufgegeben habe, wurde ich von ehemaligen Gästen immer wieder auf meine Schnitzel angesprochen. Da wusste ich, dass ich doch wieder in die Gastronomie einsteigen muss.

(Petra Lindthaler)

“Wir machen alles selbst”

Schnitzel aus der Fritteuse gibt es bei Petra Lindthaler nicht. “Unsere Schnitzel werden alle in der Pfanne mit Butterschmalz herausgebraten.” Das mache auch den Geschmack aus. Eine weitere Besonderheit der Batzenhäusl-Schnitzel liege darin, dass es so eine große Vielfalt gebe, so Lindthaler. Einzige Voraussetzung bei der 58-Jährigen: “Unsere Schnitzel sind alle paniert. Da schrumpft das Fleisch nicht so zusammen.”

“Schnitzelallerlei”

Gemeinsam mit ihren beiden Söhnen und ihrer Schwiegertochter hat Petra Lindthaler eine reine Schnitzelkarte ausgearbeitet. Dort gibt es neben dem klassischen Schnitzel “Wiener Art” auch ein Chips-Schnitzel oder eine Brezen-Schnitzel.

Foto: Privat

Vor allem die Chips- und Brezen-Schnitzel gehen bei uns erstaunlich gut. Weil sich die Gäste oft nicht entscheiden konnten, haben wir auch ein “Schnitzelallerlei”. Da gibt es die vier beliebtesten Schnitzel auf einem Teller.

(Petra Lindthaler)

Dass das Batzenhäusl-Schnitzel nun weiter existiert ist für Petra Lindthaler eine große Freude. “Ich koche gerne für viele Leute. Es hat einfach in den Fingern gejuckt wieder etwas zu starten”. Die Ressonanz der Leute sei enorm groß. “Die Nachricht, dass es wieder Batzenhäusl-Schnitzel gibt, hat eingeschlagen wie eine Bombe.”

Da der Schnitzeltag nur einmal im Monat stattfindet und die Plätze sehr begehrt sind, rät Petra Lindthaler dazu unter der Telefonnummer 0151-51026542 zu reservieren.

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Die bt-Leser haben abgestimmt: Bayreuths bestes Brot

Seit etwa zwölf Jahren gibt es die Filiale in der Bayreuther Fröbelstraße. Eine weitere findet man in der Badstraße sowie fünf Stück in Kulmbach. Die bt-Leser haben im November via Mail und Facebook abgestimmt und sind zum Entschluss gekommen: Das beste Brot der Stadt gibt’s bei Kreuzer’s Backhäusla.

Vor kurzem haben die bt-Leser die besten Krapfen Bayreuths gekürt.

Kreuzer’s Backhäusla in der Fröbelstraße. Foto: Carolin Richter

Hier gibt’s Bayreuths bestes Brot

Doch was macht das Brot dort so lecker? “Wir legen viel Wert auf die Qualität von Körnern und Mehl. Alles kommt aus der Region”, erklärt Claudia Lochmüller. Sie ist eine von drei Verkäuferinnen in der Fröbelstraße und schon seit Anfang an mit dabei. Außerdem seien lange Teigführungen nötig, das heißt: der Teig gärt lange.

Der Brotteig reift über Nacht.

(Claudia Lochmüller, Kreuzer’s Backhäusla)

Rund fünfzehn Sorten hat Kreuzer’s Backhäusla im Sortiment. Manche davon gibt es täglich: Dazu gehört unter anderem der riesige runde Altfränkische Hochzeitslaib, der aus einem Sauerteig mit 90-prozentigem  Roggenanteil entsteht. Es gibt ihn mit fein gemahlenem oder groben Gewürz. Der Tessiner Bauernlaib hingegen ist innen eher grobporig, außen kross und hat eine längliche Form. Ebenso täglich beliebt ist das Krusten- oder das Bauernbrot.

Beliebte Brotsorten bei Kreuzer’s Backhäusla

Andere Sorten, wie den Schwabenlaib gibt es nur an einzelnen Tagen: in diesem Fall montags, mittwochs und freitags. “Der Schwabenlaib ist ein Dinkelvollkornbrot und mit Sonnenblumenkernen ummantelt”, erklärt Claudia Lochmüller. Die Sorten wechseln aber nicht nur je nach Wochentag, sondern auch nach Saison.

Wir probieren immer wieder Neues aus. In diesem Herbst hatten wir zum Beispiel ein Karottenbrot.

(Claudia Lochmüller, Kreuzer’s Backhäusla)

Neu bei Kreuzer’s Backhäusla: Produkte mit Grünkern

Eine neue Sorte, die es gerade gibt, ist zum Beispiel auch das Urdinkelbrot mit Grünkern. “Grünkern ist halbreif geernteter Dinkel. Er hat eine nussig-rauchige Note”, erklärt sie. Damit er haltbar werde, würde man ihn in speziellen Anlagen über Buchenholzrauch trocknen.

Auf den Grünkern gekommen ist man im 17. Jahrhundert: Bauern wollten vermeiden, dass die Ernte wegen Dürren eingeht und haben den Dinkel deswegen bereits grün geerntet. Das Urdinkelbrot sei allerdings nicht aus Sauerteig, sondern eine Art Toastbrot. Auch bei Brötchen verwendet Kreuzer’s Backhäusla die neue Zutat: “Das sind unsere sogenannten Grünkernspitz.” Ob Brot, Brötchen oder Gebäck – wer einen Tag zuvor anruft, könne natürlich alles auch vorbestellen.

Was man beim Lagern beachten sollte

Claudia Lochmüller rät das Brot zum Lagern in der Bäckertüte zu lassen. “Sie nimmt die Feuchtigkeit auf”, erklärt sie. Wer das Brot nicht zu trocken möge, könne dann die Bäckertüte wiederum in eine Plastiktüte geben. Und sie hat noch einen weiteren Tipp:

Was viele nicht wissen: Brot sollte man unbedingt dunkel lagern. Optimal ist eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius.

(Claudia Lochmüller, Kreuzer’s Backhäusla)

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Die bt-Leser haben abgestimmt: Hier gibt’s die besten Krapfen Bayreuths

Faschingszeit ist Krapfenzeit: Doch wo gibt es in Bayreuth die besten Krapfen? Mit einer knappen Mehrheit hat sich die Bäckerei und Konditorei Zollinger bei den bt-Lesern vor der Bäckerei Fuhrmann durchgesetzt. Was seine Krapfen so besonders macht, verrät Michael Zollinger im bt-Gespräch.

Vor kurzem durfte das bt-Team hinter die Kulissen einer Bäckerei blicken und bei der Zubereitung der Krapfen dabei sein.

300 Krapfen pro Tag in der Bayreuther Bäckerei Zollinger

Schon im Oktober startet bei Michael Zollinger und seinem Team die Krapfenzeit. In der Hochzeit zu Fasching werden dann bis zu 300 Krapfen pro Tag gebacken. “Nach Aschermittwoch ist dann aber schlagartig Schluss. Bis Mai gehen nur noch rund 50 Krapfen pro Tag über die Theke”, verrät der 58-Jährige. Zwischen Mai und Oktober ist die Bäckerei und Konditorei Zollinger dann sogar krapfenfreie Zone. “Natürlich bieten wir ein breites Sortiment bei uns an, aber wir wechseln unser Angebot auch saisonal ab”.

Zur Faschingszeit werden in der Bäckerei Zollinger 300 Krapfen gebacken. Foto: Susanne Monz

Sieben verschiedene Sorten im Angebot in Bayreuth

Sieben verschiedene Krapfensorten bietet Zollinger an. Neben der klassischen Hagebuttenfüllung gibt es bei dem 58-Jährigen auch noch Pflaume, Vanille, Eierlikör, Quark, Nougat und Trüffel. “Am besten gehen bei den Bayreuthern die typisch fränkischen Hiffenmark-Krapfen, aber mein Favorit ist der Pflaumen-Krapfen”, erzählt Michael Zollinger.

Sieben verschiedene Krapfen-Sorten werden bei Michael Zollinger angeboten. Foto: Susanne Monz

Bayreuth: Familienrezept für die Zollinger Krapfen

Das Rezept für die Krapfen stammt von Zollingers Vater. Doch was macht die Krapfen so besonders? “Wir verwenden ein italienisches Spezialmehl mit hohem Eiweißanteil. Damit steht der Teig gut. Außerdem kommt in den Teig noch Eigelb. Das macht den Teig saftig und verleiht ihm die schöne gelbe Farbe”, beschreibt Michael Zollinger.

Die Krapfen werden dann im Fett rausgebacken. Wie lange die Krapfen brauchen, ist Gefühlssache, so Zollinger. Anschließend werden die Krapfen in Zimt-Zucker getaucht und fein mit Puderzucker überzogen.

Nach zehn Jahren Wanderschaft zurück in Bayreuth

Seit 1991 betreibt Michael Zollinger die Bäckerei und Konditorei am Luitpoldplatz Bayreuth. Foto: Susanne Monz

Die Leidenschaft für die Konditorei hat Michael Zollinger ebenfalls von seinem Vater geerbt. “Mein Vater war Konditor mit Leib und Seele. Für mich war schon immer klar, dass auch ich diesen Beruf erlernen möchte”, berichtet der 58-Jährige im bt-Gespräch. Nach seiner Ausbildung und zehn Jahren Wanderschaft durch die ganze Welt kehrte Michael Zollinger dann zurück nach Bayreuth und übernahm die ehemalige Bäckerei Glenk und erweiterte die Räume mit einem Café und einer Konditorei. Seit gut 30 Jahren ist der Bayreuther nun in der Luitpoldstraße vertreten. “Anfangs wurde ich belächelt und jeder sagte mir, dass ein Café in einer Bäckerei nicht funktioniert. Doch davon habe ich mich nicht beirren lassen. Und inzwischen ziehen sämtliche Kollegen nach”, zeigt sich Michael Zollinger stolz.

Mehr aus der Serie:

Die bt-Leser haben abgestimmt: Das ist der beste Leberkäse Bayreuths

Die Leser des Bayreuther Tagblatts haben Mitte November auf Facebook abgestimmt. Bayreuths besten Leberkäse gibt es in der Metzgerei Reinhold Bursian in der Fantaisiestraße. Hier gibt’s alle Infos dazu.

Der beste Leberkäse der Stadt Bayreuth

Seit 1997 gehört Reinhold Bursian die kleinste Metzgerei Bayreuths in der Fantaisiestraße. Besonders beliebt als Brotzeit ist der gebackene feine Leberkäse – es soll der beste der Stadt sein, wie die bt-Leser finden. Worauf Reinhold Bursian bei seinem Leberkäse Wert legt, erzählt er im Video.

Außerdem haben die Leser des Bayreuther Tagblatts das beste Gyros aus der Region gewählt. 

Die Metzgerei Bursian in der Bayreuther Fantaisiestraße. Foto: Carolin Richter

“Das kann ich auch”

“1983 habe ich hier als Lehrling angefangen”, sagt Reinhold Bursian. Schon nach wenigen Wochen wusste er wohin er wollte: “Ich dachte mir damals, was der Chef kann, das kann ich auch”, erklärt er. Als 29-Jähriger hat er die Metzgerei dann tatsächlich alleine übernommen, das Haus erst gepachtet und etwas später gekauft. “Mir war es wichtig, dass es eine traditionelle Metzgerei bleibt”, erklärt er. Zwar liefere er auch für Gemeindefeste, das Kanzfeuer oder die Schule nebenan, von Catering im großen Stil halte er allerdings nichts.

Täglich gebe es den feinen Leberkäse. Der fertig gebackene sei zu 90 Prozent nachgefragt. Aber auch Formen zum selbst backen, mit einer Größe zwischen einem und vier Pfund, bekomme man in der Metzgerei Bursian. “Machmal machen wir auch Pizzakäse oder warme Göttinger”, erklärt er. Morgens um 8 Uhr sei die erste Ladung fertig, für den Nachmittag werde dann noch einmal neuer gemacht. “Manchmal ist er auch vor Ladenschluss aus. Aber dafür gibt’s am nächsten Tag wieder frischen”, so Bursian.

Das soll der beste Leberkäse Bayreuths sein. Foto: Carolin Richter

100 Kilo Leberkäse

Beim Leberkäse legt Bursian Wert auf frisches Fleisch aus der Region. “Zu einem Drittel kommt auch bestes Bullenfleisch in den Leberkäse”, erklärt er. Darauf komme es für einen guten Geschmack an. Die Gewürze seien kein Geheimnis, so Bursian. “A weng a Pfeffernote sollte der Leberkäs halt haben”, ergänzt er.

In den Leberkäs kommt nur frisches Fleisch, keine Restla. Ein Drittel davon ist Rind.

(Reinhold Bursian, Inhaber der Metzgerei)

Die Leberkäse-Masse herzustellen dauert etwa 30 Minuten. Danach wird er zwei bis drei Stunden im Ofen gebacken. Pro Woche stellt die Metzgerei Bursian bis zu 100 Kilo davon her.

Am besten schmeckt der Leberkäse pur mit etwas Schwarzbrot und Sauerkraut.

(Reinhold Bursian, Inhaber der Metzgerei)

Im Ofen backt der Leberkäse zwei bis drei Stunden. Foto: Carolin Richter

Fleisch aus Mistelgau, Emtmannsberg und Hummeltal

Schaschlik, Leberkäse oder Backschinken für bis zu 40 Leute vorzubereiten sei schon machbar. Für mehr seien die Räumlichkeiten aber einfach nicht ausgelegt. Die Küche ist gerade mal 14 Quadratmeter groß mit zwei Öfen. Das Fleisch bezieht er von Höfen aus der Region: Aus Mistelgau, Emtmannsberg und Hummeltal. “300 Schweine beziehe ich etwa im Jahr”, sagt er. Wenn Feste anstehen, müsse er natürlich auch einmal etwas zukaufen. Da mache er kein Geheimnis daraus.

Das Team der Metzgerei Bursian aus Bayreuth. Foto: Carolin Richter.

Kleinste Metzgerei Bayreuths

“Wir sind die kleinste Metzgerei Bayreuths und das wollen wir auch bleiben”, erklärt er. Fünf Verkäuferinnen und zwei Metzger gehören neben dem Chef zum Team. Auch seine Tochter Diana ist seit vier Jahren dabei. “Ich war bisher keinen einzigen Tag krank und stand jeden Tag in der Metzgerei. Zum Arbeiten und am Sonntag zum Vorbereiten für die Woche”, sagt Reinhold Bursian. Urlaub mache er erst seit einigen Jahren. Immer um Pfingsten. “Dann erledige ich Sachen, die während des Betriebes nicht möglich sind, wie Malerarbeiten.”

Doch Reinhold Bursian wirkt zufrieden. Neue Energie tankt er im Wald: “Zum Abschalten gehe ich abends hin und wieder gerne zur Jagd”, erklärt er. Für die Zukunft wünscht sich Bursian, dass die Metzgerei in diesem Stil weitergeführt wird.

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