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Bild der Institution von vorne

Handwerk und Corona – “Die Metallarbeiter beutelt es gewaltig”

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Währende der Coronakrise haben viele Betriebe zu kämpfen. Dabei sind nicht nur industrielle Unternehmen betroffen, sondern auch kleine Handwerksbetriebe. Reinhard Bauer, Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft, warnt davor alle Handwerker über einen Kamm zu scheren.

Metallarbeiter haben zu kämpfen

“Das Handwerk kann nicht pauschal bewertet werden”, sagt Reinhard Bauer. Denn es gebe so viele verschiedene Gewerke, dass sie sich unmöglich miteinander vergleichen ließen. “Die Metallarbeiter beutelt es gewaltig. Da sind viele in Kurzarbeit, weil die Industrie schwächelt”, erklärt der Geschäftsstellenleiter. Wohingegen das Bauhandwerk durcharbeiten könne, da diese nicht von der Industrie abhängig seien. Jedoch stehe dieses Gewerk vor einem anderen Problem: “Das Material wird knapp.” Und ohne Arbeitsmaterial, kann auch nur schwer die zu erledigende Arbeit bewältigt werden.

Verschiedene Probleme

Handwerker im Dienstleistungssektor, die beispielsweise bei Sanierungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen tätig sind stehen vor anderen Schwierigkeiten. “Die haben mit den Zugangsbeschränkungen zu kämpfen. Wenn es jetzt darum geht Schulen oder andere öffentliche Gebäude in Schuss zu halten, kommen die Arbeiter teilweise nicht in die Gebäude.” Das sei jedoch auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Auch hier ist es Bauer wichtig zu betonen, dass das Handwerk an sich und die einzelnen Gewerke differenziert betrachtet werden müssen. “Dachdecker, Maler und Zimmerer können zum Beispiel ihren Beruf weiterhin ausüben, solange der Abstand gewahrt wird”, zählt er auf. Doch auch diese Bereiche stehen vor Problemen. “Etliche arbeiten mit Grenzgängern aus Polen, Tschechien oder Ungarn. Die hängen teilweise zuhause fest und dürfen nicht einreisen. Diese Betriebe haben zwar genügend Arbeit, aber keine Arbeitskräfte.”

Nahrungsmittelsektor steht vor Herausforderungen

“Die Nahrungsmittler stehen vor ganz anderen Herausforderungen”, sagt Bauer. Denn diese würden mit der Umgestaltung der Ladenfläche kämpfen. Der Boden müsse mit Abstandslinien beklebt werden und die Verkäufer an der Kasse durch Plexiglasscheiben geschützt werden. Auch der Lieferdienst in diesem Bereich stünde vor Schwierigkeiten. “Viele Betriebe beliefern Gastronomien. Aber weil diese momentan geschlossen sind, hat der Lieferbereich im Nahrungsmittelsektor mit gewaltigen Umsatzeinbußen zu kämpfen.”

Es sei eine äußerst diffizile Geschichte. Bauer steht auch mit der Brauereiinnung Kulmbach in Kontakt. Auch diese Branche innerhalb des Handwerks ist betroffen, denn viele Feste, Feierlichkeiten und Kirchweihen sind abgesagt. Somit trinken die Leute auch nicht so viel Bier. “In der fränkischen Schweiz hängt bei vielen der kleinen Brauereien noch eine Gastwirtschaft dran”, sagt Bauer. “Die stehen nun vor anderen Herausforderungen und Problemen, als andere Gewerke.” Deswegen macht der Geschäftsstellenleiter nochmal darauf aufmerksam: “Das Handwerk kann man nicht pauschalisieren.”

Trotz guter Zahlen: Handwerk erreicht Wachstumsgrenze

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Wie die Handwerkskammer für Oberfranken meldet, laufen die Geschäfte der oberfränkischen Handwerksbetriebe hervorragend. Weiterhin. Mit einem zeitnahen weiteren Wachstum, rechnet das Handwerk derzeit allerdings nicht.

Der Handwerkssektor in Oberfranken ist weiterhin gut ausgelastet: Knapp zwei Drittel der 531 befragten Betriebe berichten von einer guten Geschäftslage. 32,5 Prozent schätzen die Lage als befriedigend ein.

Thomas Zimmer, Präsident der HWK für Oberfranken

Thomas Zimmer, Präsident der HWK für Oberfranken, Archivfoto: red

Das oberfränkische Handwerk hat nach wie vor volle Auftragsbücher und kann seine konjunkturelle Stärke behaupten. Die Wirtschaftslage im Handwerk bleibt also stabil.

(Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken)

„Die Handwerkswirtschaft entwickelt sich solide, wächst aber weniger dynamisch“, so Zimmer. Von einem zeitnahen weiteren Wachstum sei vorerst nicht auszugehen.

Nachfrage gestiegen

Andere Entwicklungen freuen den HWK-Präsidenten: „Es haben wieder mehr Betriebe ihre Personaldecke erhöht und auch beim Umsatz konnten viele zulegen”. Fast ein Drittel der Betriebe habe den Umsatz gesteigert, weitere 57 Prozent konnten ihn konstant halten. Insgesamt ist die Nachfrage nach Handwerkerleistungen höher als im vorherigen Quartal.

Eine Wirtschaftspolitik zugunsten des Mittelstandes

„Um die Handwerkskonjunktur auch weiterhin so stabil zu halten, ist eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik notwendiger denn je. Die Sozialbeiträge müssen daher auch zukünftig unter der 40-Prozent-Marke bleiben, der Soli sollte für alle abgeschafft und die Bürokratie verringert werden“, fordert HWK-Geschäftsführer Thomas Koller. Die Pläne des Bundesinnenministeriums, die energetische Gebäudesanierung steuerlich zu fördern, sei ein Schritt in die richtige Richtung.

HWK Oberfranken

Archivfoto: HWK Oberfranken

Sylvia Schatz-Seidel Inhaberin Geseeser Landbäcker mit Küchle in der Hand

Schatz’n Küchle: So werden sie gebacken

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Konfirmationen und Kommunionen stehen vor der Tür, dazu waren in den vergangenen Tagen Osterferien. Das bedeutet Hochsaison für die Küchle-Frauen der Geseeser Landbäckerei. Bis zu 1.500 Stück können es pro Tag werden, alle handgemacht. Was dahinter steckt? Das bt hat den Frauen und dem Bäcker über die Schulter gesehen. Ein Video dazu finden Sie über dem Text.

So entsteht der Küchle-Teig

Bäcker Fahri Mehmeti macht den Teig für die Schatz'n Küchle. Foto: red

Um 4 Uhr beginnt Bäcker Fahri Mehmeti seine Schicht. Der 40-Jährige arbeitet bereits seit 23 Jahren bei der Geseeser Landbäckerei. Er ist dafür zuständig, den Teig für die Schatz’n-Küchle zu machen. Dafür braucht er feinstes 405er Weizenmehl von der Getreidemühle in Döhlau, frische Eier, Zucker, bestes Butterschmalz und Hefe. Ein Familienrezept. Er beginnt mit dem sogenannten Dämpfle-Teig, einem lauwarmen Vorteig mit Hefe, der etwa 15 Minuten gehen muss. “Er darf nicht zu heiß und nicht zu kalt sein”, erklärt der Bäcker. Die Teig-Portion wiegt zwischen 25 und 75 Kilo, je nachdem wie viele Küchle am jeweiligen Tag bestellt werden.

Zum Vorteig werden im Anschluss die restlichen Zutaten hinzugegeben und vermengt. Dann müsse der Teig noch einmal ruhen. “Der Teig für die Küchle braucht vor allem Zeit”, erklärt Sylvia Schatz-Seidel, die Inhaberin der Geseeser Landbäckerei. Um kurz nach fünf Uhr morgens sei der Teig dann fertig.

Küchle-Drehen will gelernt sein

Im Gärschrank ruht der Küchleteig.

Im Gärschrank ruht der Küchleteig. Foto: red

Dann übernehmen die sogenannten Küchle-Frauen, die den Teig weiterverarbeiten. Eine der vier ist Stefanie Wätzold. Um 5:30 Uhr holt sie den Teig mit einem großen gefetteten Eimer von Bäcker Fahri Mehmeti ab und packt ihn in den Gärschrank, wo er noch einmal 30 Minuten ruhen muss.

Leicht flüssig müsse der Teig sein. Dann wird er “gedreht”: Man nimmt sich je eine Hand voll Teig und macht mit beiden Händflächen kreisende Bewegungen auf der Arbeitsfläche bis zwei Kugeln entstehen. Wichtig dabei: Risse dürfen sie keine haben. Auf einem Holztablett finden insgesamt 35 Teiglinge Platz, die – mit einem Küchentuch zugedeckt – noch einmal in den Gärschrank wandern.

Stefanie Wätzold holt die Küchle-Teiglinge aus dem Gärschrank, um sie zu formen.

Stefanie Wätzold holt die Küchle-Teiglinge aus dem Gärschrank, um sie zu formen. Foto: red

Im Anschluss werden sie platt gedrückt, mit den Fingern breit gezogen und auf eine mehlige Fläche gelegt. Ein Küchle wiegt in Teigform etwa 102 Gramm, sagt Stefanie Wätzold. Mit den Fingern zieht sie die Küchle weiter in eine runde Form und wirft sie anschließend kreisend in eine Wanne mit heißem Fett.

Ich musste erst lernen, wie ich die Küchle richtig ins heiße Fett gebe. Wenn sich in der Mitte des Teiges eine große Blase bildet, wird das Mittelstück besonders kross. So muss es sein.

(Stefanie Wätzold, backt seit drei Jahren Küchle bei der Geseeser Landbäckerei)

“Wie lange die Küchle im Fett bleiben, geht nach Augenmaß”, sagt Stefanie Wätzold schmunzelnd. Sobald sie braun werden, drehe man sie mit Hilfe eines Holzlöffels um. Dann müsse sich das Mittelstück noch einmal gegengleich nach oben wölben.

Legostadt am Hohenzollering
 
Legostadt am Hohenzollering
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Legostadt am Hohenzollering
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Legostadt am Hohenzollering
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Legostadt am Hohenzollering

Mit Puderzucker werden die Küchle nur auf Anfrage bestreut, damit sie nicht klebrig werden. Küchle gibt es bei der Geseeser Landbäckerei immer dienstags und donnerstags sowie zu besonderen Anlässen auf Vorbestellung. Auf telefonische Anfrage werden sie sogar nach Köln, Hamburg oder Garmisch-Partenkirchen geschickt – an Ehemalige aus der Region, die irgendwann weggezogen sind.

Arbeiten und Wohlfühlen

Hinter dem Back-Sortiment der Geseeser Landbäckerei stecke sehr viel Mensch und Leidenschaft. “Das Küchlebacken ist ja auch eine anstrengende Aufgabe, wenn man mehrere Stunden am heißen Fett steht. Das muss man mögen. Man merkt, dass unsere vier Frauen Freude an ihrer Arbeit haben”, sagt Sylvia Schatz-Seidel. Besonders wichtig ist der Bäckerei-Inhaberin, dass sie ein gutes Verhältnis zu ihren Mitarbeitern hat. 60 sind es derzeit. “Ich kenne die Geschichte von jedem meiner Mitarbeiter. Es ist wichtig, dass sich die Leute bei der Arbeit wohlfühlen. Deswegen kann jeder seine Stunden flexibel festlegen. Denn die Arbeit soll ja Freude machen”, sagt sie. Außerdem habe Arbeit auch immer etwas mit Zugehörigkeit und Bestätigung zu tun, findet die 49-Jährige. Wer gerne zur Arbeit kommt, sei auch produktiv.

Die Küchle haben auf einem Holztablett geruht.

Die Küchle ruhen auf einem Holztablett. Foto: red

Backen in vierter Generation

Sylvia Schatz-Seidel leitet die Geseeser Landbäckerei gemeinsam mit ihrem Mann seit 2010 in der vierten Generation. Sechs Filialen gibt es in der Region. Die heute 49-Jährige hat schon als Siebenjährige mitgeholfen: “Auf dem Bürgerfest 1977 habe ich an einem Stand unserer Bäckerei Pizzazungen verkauft”, erzählt sie. Eine Ausbildung habe sie dann zur Bürokauffrau gemacht und anschließend ihren Betriebswirt des Handwerks. Eigentlich hätte ihr großer Bruder die Bäckerei übernehmen sollen. Doch er wurde krank, erklärt sie. Ihr habe es aber schon immer Spaß gemacht, in der Bäckerei ihrer Elternan allen Ecken zu helfen. Dass sie die Bäckerei weiterführt – eine Selbstverständlichkeit.

Die Meisterbriefe mehrerer Generationen der Familie Schatz.

Die Meisterbriefe mehrerer Generationen der Familie Schatz. Foto: red

1912 wurde die erste Bäckerei von Konrad und Kunigunde Schatz in St. Georgen eröffnet, die danach in die Leuschnerstraße umzog. Heute ist die Hauptfiliale am Sophienberg 9 in Forkendorf, einem Orsteil von Gesees. 2017 hat Sylvie Schatz-Seidel dort an die Backstube angebaut. Jetzt ist dort ein Café mit Sitzplätzen an die Verkaufsstube angegliedert.

Was außerdem gebacken wird

Der Geseeser Landbäcker in Forkendorf.

Der Geseeser Landbäcker in Forkendorf. Foto: red

Außer den Küchle backt die Geseeser Landbäckerei auch Torten für Hochzeiten oder Geburtstage: Ob Jura-Fiebel, VW-Bully, Harry Potter oder Schmink-Utensilien – bei der Motiv-Wahl ist Sylvia Schatz-Seidel flexibel. Sie backt alles, was der Kunde möchte. Ganzjährig gebe es die Basics wie Brot und Feingebäck. Dazu kämen, je nach Saison, zum Beispiel Krapfen, Osterlämmer, Erdbeertorten, Festbrezen, Zwiebelkuchen oder Stollen. Mit den Konfirmanden wird zudem jährlich ein Erntedank-Brot gebacken. So bekämen die Jugendlichen einen guten Zugang und ein Verständnis zur Beziehung zwischen Ernährung und Mensch. 

Hier finden Sie den Geseeser Landbäcker:

  • Hummeltal: Bayreuther Straße 10
  • Meyernberg: Donndorfer Straße 2
  • Bayreuth: Nobelstraße 2A (Nähe Hofgarten)
  • Bayreuth-Birken: Eichendorffring 1 (Nähe Universität)
  • Bayreuth Zentrum: Kanalstraße 13
  • samstags auf dem Wochenmarkt in der Bayreuther Rotmainhalle
  • dienstags und donnerstags auf dem Marktplatz (Maxstraße)

FabLab: Die Drehleier aus dem 3D-Drucker

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Kann man als Hobbyhandwerker eine Drehleier selbst bauen? Hans Hofmann hat sich im Internet auf die Suche nach einem entsprechenden Bauplan begeben und wurde fündig. Im FabLab Bayreuth fand der Bayreuther dann eine Möglichkeit das Musikinstrument zu bauen. Mit Hilfe eines 3D-Druckers und eines Laser-Cutters.

Drehleier – gefertigt von Hans Hofmann; Foto: Redaktion

Wie Hans Hofmann überhaupt auf die Idee kam und welche Schwierigkeiten es während der Anfertigung gab, erklärt er im Video oben.

Hans Hofmanns Drehleier könnte aber eines der letzten Projekte sein, die im Bayreuther FabLab umgesetzt wurden. Denn aus dem Gebäude in der Ritter-von-Eitzenberger-Straße muss der Verein zum 31. März ausziehen. Der Grund: Der Unternehmer Christian Wedlich, dem die Halle gehört, muss sich im Rahmen einer Insolvenz von ebendieser Halle trennen. Und neue Räume für das FabLab sind noch nicht gefunden.

bt-Interview mit Yomettin Soybaba

Der Vorsitzende des Vereins, Yomettin Soybaba, erklärt im bt-Interview, wie es um die Zukunft des FabLab bestellt ist.

 

 

rotes Auto kompakt

Die Polizei sagt Danke

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bt-Kompakt: Kurznachrichten aus Bayreuth vom 17. Januar 2019. Die Polizei sagt Danke. Handwerker sind zufrieden. Ein Bus fährt kostenlos zum Theater nach Hof.

Porzellan mit Goldverzierung Manufaktur Gloria

Porzellan seit vier Generationen: Wenn alle mit anpacken

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Dass Birgit Weidl einmal in der Porzellanmanufaktur ihres Vaters arbeiten würde, hatte sie nicht geplant. Doch heute ist die 52-Jährige gerne hier. Es ist ein Herzensprojekt, wie sie sagt. Die ganze Familie und auch Freunde packen mit an, wenn es darum geht zur Messe zu fahren oder Produkte zu verpacken. Ehrensache. Die Geschichte der Manufaktur geht bis vor den Zweiten Weltkrieg zurück. Mehr Informationen finden Sie im Video über dem Text.

Birgit Weidl beschäftigt sich auch privat gerne mit dem Malen auf Porzellan oder mit Design. Um abzuschalten geht die 52-jährige gerne im nahe gelegenen Hofgarten spazieren: “Hier bin ich gerne, um den Kopf frei zu bekommen”, sagt die Bayreutherin. Für die Weihnachtszeit hat sich die Inhaberin der Porzellan Manufaktur Gloria etwas ganz besonderes ausgedacht. Dort können Kunden im Rahmen des Porzellan-Weihnachtsverkaufs auch Einblicke in den Entstehungsprozess der Produkte bekommen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Gründer

Expertentipps für Gründer und Jungunternehmer

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Für Jungunternehmer, Gründungsinteressierte und Inhaber von kleinen bis mittleren Betrieben bietet die HWK für Oberfranken, gemeinsam mit den Wirtschaftsexperten der Aktivsenioren Bayern, am 6. Dezember einen Beratungstag an. Von 9 bis 17 Uhr stehen im Landratsamt Bayreuth Experten für Einzelgespräche zur Verfügung. Inbegriffen sind dabei u.a. folgende Themen:

  • Konkretisierung des Gründungsvorhabens
  • Gründungsformalitäten
  • Besprechung der Unternehmenskonzeption
  • Finanzierungsmöglichkeiten
  • Wachstumspläne
  • staatliche Förderhilfen

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um eine Voranmeldung bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth telefonisch unter 0921/25-1590 gebeten. Weitere Beratungstage sind für den 10. Januar und 7. Februar 2019 geplant. 

Denis Klink HWK-Landessieger

Mit Vollgas unter die Besten Bayerns

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Eigentlich war es nur sein “Plan B” Lackierer zu werden – jetzt ist er als bester Fahrzeuglackierer unter den 106 bayerischen Landessiegern beim Leistungswettbewerb der Handwerkskammer. Dabei zählt er zu den elf Siegern aus Oberfranken.

Denis Klink ist gelernter Fahrzeuglackierer und kommt aus Bayreuth. Momentan besucht der 20-Jährige die Meisterschule an der Handwerkskammer für Oberfranken.  Auch künftig möchte er gerne in Bayreuth bleiben. Wir haben mit ihm über den Wettbewerb, seine berufliche Laufbahn und sein Lebensmotto gesprochen.

Denis Klink im bt-Interview

Die Preisträger im Leistungswettbewerb aus Oberfranken

Handwerk: Die Besten aus ganz Bayern

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106 Landessiegerinnen und Landessieger aus ganz Bayern wurden am Freitag beim Festakt des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks ausgezeichnet. Die Feier fand in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg statt. In seiner Begrüßungsrede erklärte der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer: „Ihr seid in eurer Ausbildung die Besten in ganz Bayern geworden. Und das ist verdammt gut.“

Die Preisträger

Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks fand in diesem Jahr zum 67. Mal statt. Er gilt als „Olympiade der dualen Ausbildung im Handwerk“. Sie wird seit 1951 in rund 120 verschiedenen Berufen ausgetragen. Die Landessieger wurden dabei „live“ bei einer Arbeitsprobe, durch die Prüfung ihres Gesellenstücks oder von einem überregionalen Ausschuss ermittelt. Von den 106 Preisträgern stammen elf aus Oberfranken (wir berichteten). Darunter auch zwei Bayreuther: Autolackierer Denis Klink und Kosmetikerin Lara Roder.

Mit Lichtshow und Rauch: Der Einzug der Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks (Bayern)

Mit Lichtshow und Rauch: Der Einzug der Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks (Bayern). Foto: Redaktion

Die Zeremonie

Die Feierlichkeiten im Hegelsaal in Bamberg boten eine Mischung aus Preisverleihung und Entertainment. Zum Anfang der Zeremonie marschierten die Preisträger mit Musik unter Nebelschwaden, wie bei einem Rockkonzert, in den Saal ein. Die begrüßenden Worte sprachen der Präsident der HWK für Oberfranken, Thomas Zimmer, und der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, Franz Xaver Peteranderl. Anschließend wurden die Urkunden für die besten der Besten übergeben. Zur Auflockerung spielte die Gruppe Boxgalopp in den Pausen moderne Volksmusik. Am Ende der Feier marschierten die Preisträger unter goldenem Konfetti aus dem Saal. HWK-Präsident Zimmer resümierte: „Etwas besseres, als Sie in unseren Reihen, kann es nicht geben.“

HWK für Oberfranken reagiert auf Fachkräftemangel

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“Fachkräftemangel”: Vielleicht ein Kandidat auf das Unwort des Jahrzehnts. Es soll immer mehr gebaut werden in Deutschland. Aber die Unternehmen sind komplett ausgelastet. Mit dem Projekt “Zukunft Bau 2025” will die HWK für Oberfranken diesem Trend gegensteuern.

Um Lösungsansätze zu finden, hat die HWK für Oberfranken Fragebögen an 510 Bauunternehmen geschickt. 20 Prozent davon haben geantwortet und sich zu Fragen, wie: “Was sind Ihre wichtigsten Leistungsbereiche?” oder “Wo müssen Sie sich weiterentwickeln um erfolgreich zu bleiben?” geäußert. (Die aus den Fragebögen entwickelten Grafiken der HWK finden Sie am Ende dieses Artikels.)

Was schlussfolgert die HWK für Oberfranken nun aus den Ergebnissen?

Relevante, kurze und in den Berufsalltag integrierbare Weiterbildungen seien nötig, um handwerkliche Berufe nicht nur effektiver, sondern auch attraktiver gestalten zu können. Die am meisten gewünschten Seminarthemen seien hierbei:

  • kostengünstiges Bauen
  • barrierefreies Bauen
  • neue Werkstoffe
  • Kalkulation und Vergabe
  • Gesundes Wohnen / recyclebare Baustoffe
  • Dokumentation / Datensicherheit
  • Energieeffizienz

“Die Ergebnisse der Umfrage sind ein wichtiger Anhaltspunkt, um Themen für die erste Modul-Reihe zu identifizieren” erklärt Projektleiter Dipl.- Ing. Helmut Kohler von der Handwerkskammer für Oberfranken.

Auch die konkrete Umsetzung aus den Rückschlüssen der Umfrage hat schon begonnen. “Wir planen bereits im Februar 2019 die ersten fünf Modul-Einheiten anzubieten”, so Kohler. Wichtig sei der HWK für Oberfranken dabei vor allem der Austausch von Handwerker zu Handwerker. “Deshalb werden die ersten Angebote eine Mischung aus “neutralem” Fachbeitrag und der Präsentation eines Beispiels aus der Praxis sein.” Insgesamt nennt sich das Ganze dann “Projekt Zukunft Bau 2025” und ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt.

Hier finden Sie die grafisch aufbereiteten Antworten aus den Fragebögen der HWK für Oberfranken: